Lieblingskombi: Weiß trifft auf blau

Ein Blick auf meinen Instagram-Feed verrät: Derzeit greife ich fast ausschließlich zu zwei Farben: Blau und weiß.

Langweilig? Nennen wir es lieber klassisch. Weiß ist nicht nur für mich ein jährlicher Dauerbrenner wenn es um Sachen Sommermode geht. Ich persönlich bevorzuge gerade bei warmen Temperaturen fließende Kleider, Leinen-Tuniken oder auch leichte Blazer in weiß oder auch Creméfarben. Was einfach immer dazu geht: Blau. Bei dieser Farbkombi muss nicht immer ein maritimer All-Over-Look herauskommen. Blau und weiß können so viel mehr und sehen vor allem zu leicht gebräunter Haut besonders schön frisch aus.

Das schöne an Blau: Es gibt so viele verschiedene Nuancen! Was mir besonders gefällt: Weiß zu Jeans oder, wie hier, auch ruhig mal einen Komplett-Look in blau.

Ihr braucht noch Inspirationen? Dann schaut doch mal hier,  hier oder hier vorbei. Mehr Looks seht ihr auf meinem Instagram-Account. Schaut gerne mal vorbei.

Und nun lasse ich die Bilder sprechen und verabschiede mich – ganz untypisch – mit diesen kleinen Text.

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Mehr ist mehr

Als ich anfing mich für Mode zu interessieren, konnte man noch mit einer schönen Tasche, auffälligem Schmuck oder einfach gut sitzender Kleidung punkten. Heutzutage braucht es schon mehr. Ich bin ein großer Streetstyle-Fan und durchforste seit meiner Jugend regelmäßig Pinterest und Co nach tollen Kombinationen, besonderen Details oder neuen Trendfarben. Was in letzter Zeit auffällt: Mehr ist mehr – was nicht unbedingt schlimm sein muss, auch bei meinen Stylings könnte man das oft denken. Doch ich meine keinen übermäßigen Schmuck, keine gewagten Farben oder Mustermix. Ich rede von ALLEM. Und zwar auf einmal. Alles, was derzeit IN ist, wird getragen. Zusammen. It-Bag zu auffälligen, brand-bestickten Teilen, großen Schmuck, Taillengürteln und Dad-Sneakern.

Doch wer soll das tragen?

Doch nicht das modebewusste Mädchen von nebenan.

Nach meiner Bildrecherche stelle ich mir die Frage: Ist normal weg vom Fenster? Muss es immer noch knalliger, noch außergewöhnlicher sein?

Willst du gelten, mach dich selten?

Selten-überladen?

Was ich mir wünsche: Tragbare Styles. Gut sitzende, qualitativ hochwertige Mode. Der gewisse Dreh soll nicht fehlen und von auffälligen Accessoires will und kann ich mich nicht verabschieden. Das meine ich auch gar nicht.

Ich frage mich nur, ob uns der gute Geschmack abhanden gekommen ist. Wir sind immer auf der Suche nach dem Besonderen, jeder will aus der Masse herausstechen. Und das ist durch Instagram und Co gar nicht so einfach.

Individuell, individueller, am individuellsten. Das gesunde Maß liegt irgendwo dazwischen. Doch wer spricht schon von der Mitte? Niemand mehr!

Und so schwappt dieser Anti-Normal-Trend schnell auch in andere Bereiche über. Zum Beispiel in Sachen Figur: Die großen Blogger sind nicht mehr die Mädchen von nebenan, die ihre Outfits unbedarft ins Internet stellen. Die Blogger von heute könnten direkt für die Modenschauen, bei denen sie in der Front Row sitzen, als Model arbeiten. Groß, dünn, schön. Oder man dreht den Spieß um und schlägt sein Lager in der Plus-Size-Schiene auf. Entweder oder. Nur noch so scheint es zu laufen. Oder könnt ihr mir auf Anhieb einen Influencer mit „Normalo“-Maßen 36-40 nennen?

Nein? Tja. Normalität ist eben scheinbar out. Somit wahrscheinlich auch dieses Outfit. Blue Jeans zu weißer Bluse. Dass die Tasche und mein neuer Schmuck das Ganze etwas auffrischen, geht wohl in heutigen Zeiten unter. Zu „normal“ ist der Look.

Doch so möchte ich (manchmal) sein. Und solche Styles wünsche ich mir mehr. Tragbar. Vielleicht auch normal, nichts weltbewegendes. Aber schön. Stimmig. Geschmackvoll. Tragbar für dich und mich.

Ich möchte die ausgefallenen Kombis natürlich nicht missen – versteht mich nicht falsch. Auch ich steche gern mal heraus und schaue mir die kreativen Ausbrüche der Designer und Fashionistas an. Doch nicht alles ist für den Alltag übernehmbar. Ich wünsche mir, dass wieder beides geht – dass wieder beides gezeigt und geliebt wird.

Denn mal ehrlich: Manchmal ist doch ein schwarzer Kaffee, ohne alles auch besser, als der Toffee Nut Latte von Starbucks, oder?

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Hose und Jacke – Levi’s

Oberteil – H&M

Schuhe – Puma

Leise

In letzter Zeit war ich sehr still – nicht nur auf dem Blog, sondern auch im Alltag. Zumindest kam es mir so vor. Ich neige dazu, mit meinem Umfeld über Sorgen und Ängste reden zu müssen. Ich versuche mich dabei an meine Familie und nahe Freunde zu halten, doch manchmal müssen auch vor anderen die Gedanken raus. Andere gehen in die Beichte, ich verplapper mich auf der Arbeit, in der Kaffeepause, in der Uni.

Das ist eine Angewohnheit, die nicht immer gut, doch reinigend ist. Vielleicht überfordere ich damit meine Mitmenschen, doch was bei anderen Antidepressiva sind, ist für mich mein Mitteilungsbedürfnis.

Ich mag andere damit verblüffen, aber oft öffnen sich meine Gesprächspartner dann selbst und man sieht: Die Welt ist nicht nur dunkel. Nicht nur man selbst hat Gewicht auf seinen Schultern lasten. Sondern auch die Anderen. Und das ist ok. Sehr ok sogar.

Ich weiß nicht wann oder ob ich überhaupt leiser geworden bin. Mir kommt es jedenfalls so vor. Vielleicht, weil meine Gedanken sich immer wieder in Kreisen drehen. Ich zermartere mir über die immer gleichen Dinge den Kopf. Vielleicht will ich die anderen damit nicht langweilen.

Oder ich schäme mich, weil ich meine Probleme nicht lösen kann.

Dabei ist es doch ok, wenn mal etwas nicht klappt.

Sehr ok sogar.

Im Inneren weiß ich das, aber so richtig verankern will sich diese Weisheit noch nicht.

Auf die Gefahr hin, dass andere mich für selbstüberzeugt oder gar arrogant halten mögen: In meinen Augen war ich immer die, bei der (scheinbar) alles klappt. Ich weiß um meine Baustellen und um mein Inneres. Doch nach außen hin funktionierte immer alles. Job, Uni, gute Noten, Hobbys, Sport. Ich bin die, die alles im Griff hat.

Und auf einmal war ich das nicht mehr.

In meinem Kopf. 

Ich komme mit manchen Dingen nicht zurecht, einige andere Sachen bleiben auf der Strecke. Kurz: Zurzeit fühle ich mich ausgelaugt. Ausgebrannt. Leise. Und eigentlich müsste ich wissen, dass das ok ist. Sehr ok sogar. „Ich bin ja keine Maschine“, um Tim Bendzko zu zitieren. Das kommt da oben schon an, in meiner Mitte aber nicht.

„Das Herz lässt sich nicht so leicht beeinflussen, der Kopf dagegen ist leicht zu überzeugen“, um auch „Frozen“ ins Spiel zu bringen.

Um mir selbst zu zeigen, dass man nicht immer auf der Überholspur sein muss, sondern auch mal am Seitenstreifen halten kann, schreibe ich euch diese Zeilen.

Und möchte wissen: Wie geht es euch? Ist bei euch immer blauer Himmel, oder zieht auch mal Nebel auf?

Lasst es mich wissen. Denn still sein ist doch nicht so unser Ding. Und funktionieren wie eine Maschine doch auch nicht, oder?


Zu diesen Alltags-Gedanken, hier ein Alltags-Outfit, dass ich in der letzten Zeit sehr gern getragen habe. Ein wenig sieht man meinem Blick und auch meinem Stil die derzeitige Gefühlswelt an, oder? Was meint ihr? Oft sind ja nicht nur unsere Augen, sondern auch unsere Kleidung Fenster der Seele.

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Shirt – H&M

Blazer – Mango

Jeans – Edited

Tasche – Topshop

Schuhe – Puma

It’s all About Vintage

Fashion meets Geschichte: Ich wäre gern eine Zeitreisende. Schon unzählige Male habe ich mir vorgestellt, wie es wohl wäre, wenn ich mich durch einen bloßen Fingerschnipp ins Paris der 20er Jahre transportieren könnte. Stylingtechnisch würde ich mich in Marion Cottilard aus „Midnight in Paris“ verwandeln. Und wenn mir diese Zeit dann doch überdrüssig wird (was, wenn wir ehrlich sind, wahrscheinlich nie passieren würde), könnte ich mich schnell in’s Flower-Power-Hippie-London beamen.

Mode ist toll. Doch Mode mit Geschichte? Das hat noch einmal einen ganz besonderern Reiz. Zwei meiner Leidenschaften vereint – besser geht kaum. Vor allem, wenn man kleine Designerschätzchen für einen Bruchteil des einstigen Preises ergattern kann. Denn ja, es gibt sie: Die Vintage-Schätze, nach denen sich jede Fashionista die Finger leckt. Persönlich bin ich selbst erst im vergangenen Jahr auf den Secondhand-Geschmack gekommen – habe seit dem aber ordentlich zugeschlagen. Doch wie so oft, war auch hier der Anfang schwer. Denn die besten Vintage-Teile liegen nicht auf der Straße. Es braucht Zeit, Geduld und eine ordentliche Recherche, um fündig zu werden.

Bist auch du neugierig geworden? In diesen Post teile ich meine Erfahrungen mit euch und plaudere aus dem Nähkästchen, wo ihr bedenkenlos nach Lust und Laune shoppen könnt – ohne die Gefahr, auf Fakes reinzufallen.

In diesem Sinne: Auf die Shopping-Bags, fertig, los!

Der Tommy-Hilfiger-Blazer

Eigentlich wollte ich letzten Sommer gern nach London. Oder Amsterdam. Vielleicht auch wieder Paris. Hauptsache raus aus Deutschland. Am Ende wurde es „doch nur“ München. Anfangs etwas enttäuscht, entpuppte sich dieser Urlaub als einer meiner schönsten und ich habe mich – wie ihr wisst – augenblicklich in die bayrische Hauptstadt verliebt.

Bereits vorab lauschte ich immer wieder Berichten, wie grandios man in München shoppen kann – vor allem Designermode aus zweiter Hand. Also recherchierte ich im Vorfeld und plante unsere Aktivitäten um die verheißungsvollsten Läden herum. Klingt verrückt – ist es vielleicht auch. Aber wahrscheinlich hört sich das Ganze extremer an, als es wirklich war. So wollte ich unbedingt im kleinen aber feinen Lädchen iki M. stöbern – das befindet sich in der Maxvorstadt. Also plante ich vorher einen Spaziergang über den Nordfriedhof ein und suchte uns ein nettes Lokal für den After-Shopping-Latte-Macchiato aus (Klick hier, um mehr zu erfahren). Auf dem Weg zu Schloss Nymphenburg lag die Boutique „Kleiderpracht“ und unseren ausgiebigen Flohmarkt-Besuch verbanden wir mit einer Runde durch den Olympiapark.

Lange Rede kurzer Sinn: Quasi täglich entfuhren mir entzückte Schreie, wenn ich wieder ein kleines Schnäppchen ergatterte. Und am Ende erwies es sich als wirklich glücklicher Umstand, mit dem eigenen Fahrzeug und nicht mit Zug, Flugzeug oder Co unterwegs zu sein: Meine Koffer gingen vor lauter neuer Lieblingsteile nicht mehr zu – aber das Auto bot zum Glück genug Stauraum.

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Mein liebstes München-Souvenir: Dieser Tommy-Hilfiger-Blazer. Für gerade einmal 30 Euro.

Escada Couture

Drei, zwei, eins, Meins! Kleine Zeitreise in die Kindheit: Meine Mama war früher leidenschaftlich gern auf Ebay unterwegs. Ich weiß noch, wie sie regelmäßig Bücherpakete für mich kleine Leseratte ersteigerte und ich jedes Mal ganz aus dem Häuschen war, wenn die Mission erfolgreich war. Jahre später hab ich Ebay wieder neu für mich entdeckt.

Ich wohne in einer Kleinstadt und auch in den nächst-größeren Orten ist das Angebot an hippen und gut gefüllten Vintage-Läden klein. Also stöberte ich Ende letzten Jahres auf Ebay und fand diesen Escada-Couture-Blazer über EbayPlus. Die Ware wird dort auf Echtheit, sowie Zustand geprüft und kann – im Falle, dass man doch nicht zufrieden ist – problemlos zurückgegeben werden.

Wie tief ich für dieses außergewöhnliche Teil in die Tasche greifen musste? 38 Euro.

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Ein Traum wird war – Chanel zieht ein

Oft werde ich gefragt, warum ich von Chanel träume. Erst einmal sei gesagt: Ich träume nicht NUR von großen Labels und Mode. Aber wie viele andere auch, drückte auch ich mir als junges Mädchen die Nase an den Chanel-Schaufenstern platt und sah mich mit einer der Taschen durch die Stadt flanieren.

Die beiden ineinander verschlungenen C’s, die Weltspitze im Fashionbereich: Chanel – für mich hat dieses Wort nahezu magische Kräfte.

Denn Frauen, die Chanel tragen….Wer sind sie? Was machen sie beruflich? Residieren sie in einer schicken Altbauwohnung in Saint-Germain-des-Prés? Essen sie ihr Croissant allmorgendlich im Café de Flore? Flanieren sie danach durch den Jardin des Tuileries? Es bleibt ein Mysterium. Doch eins weiß ich: Ich möchte zum Club dazugehören…

Also legte ich jeden Monat eine kleine Summe auf die Hohe Kante. Chanel-Ohrringe sollten es werden. Doch das eine Modell, dass ich mir in den Kopf gesetzt habe, fand ich nicht. Also sah ich mich Second-Hand um, auch wenn ich dann auf das schöne Kauferlebnis verzichten musste.

Auf Vestiaire Collective wurde ich schnell fündig. Klassische, schnörkellose, verschlungene C’s in Gold. Wie neu, ohne auch nur eine Gebrauchsspur und in Originalverpackung.

Der reibungslose Ablauf und schnelle Versand ließen mich Blut lecken. Das Resultat: Nur zwei Monate später zog ein Chanel-Ring bei mir ein.

Ob ich nun zum Club gehöre? Wer weiß das schon.

Wer weiß schon, was oder wer eine Chanel-Frau ist…

Multicolor Armbänder von Aigner

Mein Neuzugang: Mit der Liebe zu München wuchs auch das Interesse an Aigner. Eher durch Zufall entdeckte ich vergangene Woche diese Armbänder auf „Mädchenflohmarkt“.

Die Zauberwörter: Neu und ungetragen. Diese zwei kleinen Wörtchen und das Design ließen mein Herz höher schlagen.

Für 40 Euro sind die handbemalten Schmuckstücke aus Leder bei mir eingezogen. Das Bild vor meinen Augen: Sommer, Sonne, flatternde Kleider und diese leichten Basic-Armbänder.

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Psssst: Auch ich verkaufe regelmäßig Schätze aus meinem Kleiderschrank auf Mädchenflohmarkt. Schaut gerne mal hier vorbei.

Zusammengefasst…

Kann ich euch aus eigener Erfahrung diese Shops wärmstens empfehlen:

EbayPlus

Mädchenflohmarkt

Rebelle

Vestiaire Collective

In meinen München-Post findet ihr zudem eine kleine Auswahl an Second-Hand-Läden, die ich selbst besucht und für gut befunden habe.

 

 

Was werden nur die Anderen denken?

Ein Samstagabend: Ich liege schon im Bett, habe es mir gemütlich gemacht: Duftkerzen brennen, ein aufgeschlagenes Buch wartet geduldig auf meine Aufmerksamkeit, das grelle Licht des Laptops leuchtet mich noch an – bis eben saß ich noch an einen Blogpost und wollte die frisch geschossenen Bilder bearbeiten. Auf die Fotos bin ich heute besonders stolz: Outfit und Location harmonieren, das Licht haben wir besonders gut abgepasst. Ich greife zum Handy, möchte noch schnell ein letztes Foto auf Instagram posten. Doch plötzlich halte ich inne. Von Gemütlichkeit keine Spur mehr. Die Geister der Nacht haben mich wieder einmal eingeholt.

Die Geister der Nacht – das sind Zweifel, mangelndes Selbstbewusstsein und die Stimmen der Anderen. Was werden meine Follower nur denken, wenn ich heute schon wieder ein Outfitbild hochlade? Finden sie mich eingebildet, selbstverliebt, kamerageil? Oder freuen sie sich über ein kleines Update, ein Lebenszeichen von mir? Sehen sie die harte Arbeit hinter diesem schlichten Bild? Oder beachten sie mich gar nicht und scrollen im Feed weiter nach unten?

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Nachts sieht alles negativer und düsterer aus – klar. Aber liegt es vielleicht gar nicht an der Tageszeit, sondern schlicht an mir und meinen kleinen Geistern, dass ich so zusammenzucke? Kaum einer wird merken, dass ich so mit mir kämpfe, dass so viele Gedanken auf einmal in meinem Kopf herumwirbeln. Aber so ist es: Ich kann nicht einfach tun und lassen was ich will. Bei allem was ich tue, bewegt mich vor allem eins:

Ich wünsche, dass Sie mich mögen. Dass niemand da draußen etwas schlechtes über mich denkt.

Und das grenzt mich ein. Ich baue mir einen eigenen Zaun, den ich nicht überwinden kann. Keiner da, der mir mit einer Räuberleiter hilft. Denn dieses Problem – das muss ich allein überwinden. Ganz allein. Nur stellt das für mich momentan eine schier unmögliche Aufgabe dar. Denn das Problem – das bin ich.

Ich weiß insgeheim ganz genau, dass es ein Utopie ist, von jedem gemocht zu werden. Und ganz am Rande: Möchte ich von Personen geliebt werden, die ich selbst nicht mag? Macht das Sinn? Nein, aber ich wünsche es mir dennoch. Und das verstehe ich nicht. Ich verstehe mich in diesem Punkt nicht. Und kann trotzdem nichts ändern…

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Vor einigen Tagen führte ich eine sehr interessante Unterhaltung: Es ging darum, dass bei mir nach außen hin alles vermeintlich perfekt wirkt. Freundliche Bilder, regelmäßige Reisen, hier und da neue Klamotten. Natürlich – wir stellen nur Bilder auf Instagram, die uns selbst gefallen. Aber dennoch ließ mich die Aussage nachdenken: Ich bin sehr zufrieden, wie alles ist. Ich mag mein Studium, meinen Nebenjob,  ich pflege meine vielen Hobbys, habe eine tolle Familie und einen Freund – mein Leben ist abwechslungsreich und erfüllt, vielleicht erfüllter als das der meisten Anderen. Doch trotzdem fühle ich mich oft so zerrissen. Kämpfe mit Selbstzweifeln, großen Unsicherheiten – kurz: Ich bin gefangen. Und wie schon gesagt: Ich bin selbst Schuld. Weil ich zu viel auf die Meinung der Anderen gebe.

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Vielleicht hatte ich deshalb das große Bedürfnis, mich meiner Gesprächspartnerin zu öffnen. Und klaren Tisch zu machen. Das eben auch ich mit Unsicherheiten kämpfe, dass ich große Zweifel habe und manchmal gar nicht so toll finde, was ich mache. Und ich hatte das Bedürfnis zu erzählen, wie es dazu kommt, dass ich so bin, wie ich bin. Andere sehen vielleicht nur die vielen Fotos und nehmen an, ich sei selbstverliebt. Dabei ist das Fotografieren und Fotografiert-Werden zu Hobby und Therapie für mich geworden. Weil ich mich durch Fotos und Mode ausdrücken kann – ich kann zu den Menschen werden, der ich gern sein will. Mode macht mich selbstsicherer und hilft mir, endlich mit mir im Reinen zu sein. Und es mag oberflächlich klingen, aber sobald ich schöne Fotos sehe, die aufwendig geplant wurden, löst das in mir Glücksgefühle und Stolz aus. Denn diese Fotos sind eben keine Schnappschüsse – das sind kleine Shootings. Vorab suchen wir Locations, ich plane das Outfit – wäge ab, ob es zum Hintergrund passen wird oder nicht, wir diskutieren, zu welcher Tageszeit die idealsten Lichtverhältnisse herrschen. Und soll ich Euch mal was sagen? Das macht mir verdammt viel Spaß. Und deswegen möchte ich die Bilder anschließend gern posten – doch diesem Schritt folgt der Gedanke, dass ich mich für meine Fotos rechtfertigen möchte. Weswegen ich schon wieder darauf zusehen bin, dass das nichts mit Selbstverliebt-Sein zu tun hat, dass das einfach mein Hobby ist – und mein kleiner, eigener Weg meine Unsicherheiten zu therapieren.

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Doch insgeheim weiß ich, dass diese Erklärungen nichts nützen würden. Denn – es ist traurig, ich weiß – die Leute sehen oft nur das, was sie sehen wollen. Und meine Rechtfertigungen blieben ungehört. Das sollte für mich ein Grund mehr sein, einfach das zu machen, was ich will – ohne dauernd an die Anderen zu denken. Und meistens veröffentliche ich auch wirklich alles, was ich möchte. Ich muss nur jedes mal einen inneren Kampf überwinden. Ich bin eine Kriegerin gegen mich selbst. Mit gezogener Waffe stürze ich mich ins Feld und versuche diese dummen Gedanken kalt zu machen.

Ich glaube nicht, dass das viele schaffen. Aber ich weiß, dass Einige solche Kämpfe mit sich führen – nicht nur ich. Und ich bin verdammt stolz, dass ich mich oft genug nicht von ihnen unterkriegen lasse und am Ende doch das mache, was ich will. Doch viele tun das nicht: In letzter Zeit habe ich so oft den Eindruck, dass die Menschen um mich herum nur so sind, wie sie sind, weil sie denken, dass es anderen gefällt. Sie kreieren eine Person, die von anderen – so nehmen sie an – bewundert und akzeptiert wird. Doch hauptsächlich spielen sie den Großteil ihres Alltags eine Rolle und verfolgen Ziele, die vielleicht die Anderen gut finden, sie aber in ihren tiefsten Inneren nicht. Sie sagen Sätze, die in den Ohren vieler Menschen toll klingen mögen, ihre Meinung sieht aber eigentlich ganz anders aus. Und eigentlich interessieren sie sich gar nicht so sehr für die Erderwärmung – aber sie posten es, weil die Anderen sie dafür bewundern werden.

Ich glaube, dass diese Personen oft selbst nicht bemerken, dass sie für die Anderen und nicht für sich selbst leben. Aber irgendwann kommen sie an einen Punkt, an dem es ihnen wie Schuppen von den Augen fällt. Und was machen sie? Sie leben weiter – und ändern vielleicht nichts.

Ein Thema das mich sehr beschäftigt. Das mich fragen lässt: Bin ich auch so? Ich erzähle es Euch ein anderes Mal.

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Hier seht ihr übrigens die Fotos, über die ich geschrieben habe. Und ich zeige sie Euch. Hier. Und auf Instagram. Pinterest sowieso. Wisst ihr warum? Weil sie Mühe gekostet haben. Weil sie mich stolz machen. Und vor allem: Weil sie mir gefallen. Egal, was andere denken werden. Denn in dieser Schlacht hab ich über mich selbst gesiegt.


Jeans – Levi’s

Blazer – Zara

Bluse – Zara

Schuhe – Puma

Schmuck – teils Vintage

Fotos: Tom Herold (click here)

Sein oder Nichtsein – Kaufen oder nicht kaufen

Zwischen Schulhof und Abipartys, Vorlesungssälen und Mensa: Seid ihr da immer ihr selbst? Jederzeit ganz bei euch? Oder spielt ihr eine Rolle? Nur ab und zu?
Ich weißt nicht, ob ich immer ich selbst bin. Früher ganz sicher nicht. Da zählten andere Dinge, da wollte man dazugehören. Und heute? Nur weil aus Pausenhof Mensa wurde, falle ich nicht weniger oft aus der Rolle.
Der Blick von rechts nach links. Das Glück der Anderen und das, was ich habe. Könnte ich mir nicht ein klein wenig Glanz von meiner Nachbarin stibitzen? Vielleicht indem ich genau ihre Hose, ihre Tasche kaufe? Das Glück der Anderen. Der immer grünere Rasen.

Was das mit meinem Kleiderschrank zu tun hat? Seht selbst.

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Ihr kennt das doch sicher auch: Das eigene Teenager-Ich, das bewundernd die verschiedenen Gesichter in der Schule beobachtet. Da wäre die dunkelhaarige Schulschönheit einen Jahrgang über mir. Oder die Athletin aus der 12. Die kleine Süße, mit dem verschmitzten Lachen oder das Mädchen mit den goldenen Korkenzieherlocken. Und dazwischen ich. Wie ich mich ein kleines bisschen blass fühle. Was dagegen hilft? Vielleicht eine Shoppingtour. Dann trage ich zwar die gleichen Sachen, wie meine „Vorbilder“, aber macht mich das auch glücklich? Der Blick in den Spiegel jedenfalls stellte mich nicht zufrieden. Sowieso fühlte ich mich in meinen neuen Look unbehaglich, zupfte an mir herum. Was an anderen toll aussieht, wirkt an mir fehl am Platz. Denn ich stecke in der Haut eines Anderen. Kann doch nur schief gehen, oder?

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Und auch heute, einige Jahre später, verliebe ich mich in Looks anderer Frauen und versuche ab und zu, mir etwas von ihnen abzugucken. Das ist völlig legitim und dient mir oft als Inspiration für noch bessere Looks. Aber manchmal ist es wirklich schwierig zu unterscheiden, ob ich mich schlicht inspirieren lasse, oder ob ich mir etwas fremdes zu Eigen machen will.

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Ich sehe den cleanen Look einer Bloggerin und verliebe mich auf der Stelle. Passt doch perfekt zu ihrem geordneten, erfolgreichen Leben. Könnte auch ich so sein, wenn ich nur ihre Kleidung trage? Doch bin das dann wirklich noch ich? Die, die immer gern zu auffälligem, dekadenten Schmuck und großen Taschen gegriffen hat? Oder mache ich mir vielleicht schlicht und ergreifend zu viele Gedanken? Ich bin 21 und es wäre anmaßend zu behaupten, dass ich meinen Stil voll und ganz gefunden habe. Noch nicht jetzt. Da kommt mir die Frage in den Sinn, ob man überhaupt jemals seinen ganz eigenen Stil findet. Oder, ob wir uns mit diesem Vorhaben vielleicht viel zu sehr unter Druck setzen. Was spricht dagegen zwischen verschiedenen Looks zu switchen? Mal sportlich, mal klassisch, mal trendy. Mode sollte kein Diktat sein, wir dürfen nicht alles „tot-denken“. Natürlich ziehen sich einige Faktoren wie ein roter Faden durch unsere Kleiderschränke. Und vielleicht reicht das schon als Alleinstellungsmerkmal. Bitter wird es erst, wenn wir versuchen uns durch Kleidung ein anderes Leben vorzugaukeln.

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Was sagt ihr: Ist die Stil-Suche ein nie endender Weg, oder seid ihr modisch bereits voll und ganz bei Euch? Habt ihr selbst schon einmal Sachen nachgekauft, nur weil ihr damit dazugehören wolltet?

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Kleid – Na-kd

Ringe – Vintage

Ohrringe – Primark

Der letzte Pessimist

Ich sitze wirklich schon lange an diesem Eintrag. Weil mir das Thema am Herzen liegt, weil ich – wie ich finde – einen großen Fortschritt gemacht habe. Doch wie packe ich alles in Sätze? Wie kann ich meine klitzekleinen Erfolge weitergeben? Wie kann ich Euch zeigen, was mir zurzeit besonders wichtig ist?

Vielleicht ist es ja ganz einfach. Wie beschreibe ich mein Problem mit nur einem Satz?

„Sei mal nicht so negativ.“

Habt Ihr bestimmt auch schon mal gehört, oder? Ich kann wirklich ein ganz schön großer Pessimist sein. Das Glas ist viel zu oft halbleer. Statt heute besonders zufrieden mit meinem Outfit zu sein, sehe ich, dass der Eyeliner hätte perfekter sitzen können. Zu wenig Zeit, zu viel zu tun! Und dann das Wetter…Sonne? Wo bleibst du?

Was das Ganze noch schlimmer macht: Die ganze Welt um mich herum hat sich in Optimisten verwandelt. Meine Kommilitonen, die Fernsehmoderatorin, Instagram sowieso und auch die Blogosphäre: Alle sehen die Welt rosarot, statt dunkelgrau. Ich bin der wahrscheinlich letzte Pessimist der Welt. Doch das möchte ich ändern.

Ich habe von einen Tag auf den anderen entschieden, dass ich dem Pessimisten in mir den Garaus machen will. Was ich bald merkte: Das geht nicht von heute auf morgen. Aber vielleicht von Monat zu Monat. Immer ein Stückchen mehr.

Macht Ihr mit?

Wollen wir zusammen ein klein wenig positiver werden?

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Zuallererst möchte ich sagen, dass meine Tipps natürlich nicht neu oder revolutionär sind. Es sind nur eben genau die Punkte, die mir geholfen haben hierher zu kommen. So simpel sie auch sind – manchmal kann es echt scher sein, sie längerfristig zu befolgen.

Der Morgen macht den Tag

Ich liebe die frühen Morgenstunden. Deshalb bevorzuge ich es schon immer früh aufzustehen. Wenn alles leise ist und viele noch schlafen: Das ist meine Zeit, die ich optimal nutzen möchte. Um das zu schaffen und bestmöglich in den Tag zu starten, habe ich für mich eine kleine Routine gefunden. Erst eine ausgiebige Dusche am Morgen, danach creme ich mich ein, verwöhne mich. Zum Frühstück gibt es (sogar noch vor dem Kaffee) ein Glas Karottensaft – das gibt mir einen Vitaminboost und sorgt für schöne Haut. Seit ein paar Wochen mache ich außerdem morgens immer noch ein kleines halbstündiges Bauch-Beine-Po-Workout. Ich hoffe wirklich sehr, dass ich besonders die kleine Sporteinheit beibehalten werde. Ich merke, wie gut ich mich danach fühle. Nicht nur körperlich, sondern auch seelisch.

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Musik an

Ich hab mein ganzes Leben lang Musik gemacht. Musikalische Früherziehung, Gesangsunterricht, Chor, Ensemble, Querflötenstunden. Das volle Programm. Doch in meiner Freizeit hab ich fast nie Musik gehört. Ich war nie diejenige, die man mit Kopfhörern auf der Straße sah. Doch das hat sich geändert. Egal ob im Auto, unter der Dusche, in der Mittagspause oder am Abend beim Eincremen: Ich höre Musik. Das aber nicht wahllos. Ich höre nur Songs, die mir gut tun. Die mich motivieren. Ganz oben auf meiner Playlist stehen die Lieder aus „The Greatest Showman“. Die Filmmusik hat mich schon mehrmals zu Tränen gerührt. Aber nicht, weil sie so traurig, sondern weil so motivierend ist. Ich fühle mich durch jede einzelne Zeile angesprochen, fast so, als hätte mir jemand die Texte auf den Leib geschrieben.

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Dankbarkeitstagebuch

Zugegeben: Die Idee ist nicht neu und schon gar nicht von mir. Zwar schreibe ich schon immer intensiv Tagebuch, aber mir kam noch nie – oder nur sehr selten – in den Sinn, die Dinge aufzuschreiben, für die ich dankbar bin. Diese Idee habe ich mir von anderen Bloggern abgeschaut.

Ich nahm mir vor, jeden Tag mindestens fünf Dinge zu finden, für die ich dankbar bin. Und alle anderen Sachen, will ich zumindest am Abend, wenn ich alles Revue passieren lasse, ausblenden.

Am Anfang war das mit mir und dem Dankbarkeitstagebuch so eine Sache: Ich saß vor blendend weißen Blättern und mir viel oft (nicht immer) einfach nicht sehr viel Gutes ein. Obwohl mein Leben, voller vieler schöner Dinge ist – aber die übersieht man zu oft. Irgendwann fing ich an kleiner zu denken: Der Kaffee heute Mittag war wirklich aromatisch. Das Autofahren mit offenen Fenstern hat Spaß gemacht und meine Schuhe passen toll zum Outfit. Das Parfum meiner Kollegin riecht immer so gut und das Seminar heute war spannend. Mittlerweile schreibe ich nicht nur fünf Punkte nieder, sondern oft mehr als zehn. Selbst an einen eher mittelmäßigen Tag gehe ich dann mit einen Lächeln zu Bett, weil ich sehe, dass es überall Lichtblicke und Alltagsfreuden gibt.

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Wellness

Ich pflege mich schon immer sehr – Masken, Peelings, Cremes und Co gehören seit Jahren zu meiner Badroutine. Doch oft habe ich es als lästig empfunden, mich einzucremen und an die vielen Produkte zu denken. Mittlerweile nehme ich mir diese Zeit ganz bewusst und dehne sie sogar so lange wie möglich aus. Ich probiere immer wieder neue Masken und fühle mich nach einer ausgiebigen Badsession wie neugeboren. Ich tue mir selbst, meinem Äußeren und meiner Seele etwas Gutes. Ich konzentriere mich nur auf mich, diese Zeit gilt nur mir.

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Lies Dich glücklich

Ich liebe traurige, dramatische, herzzereißende Geschichten. „Die Liebenden von Leningrad“, „Honigtot“, „Die Bücherdiebin“ oder „Die Teerose“ – alles Geschichten, die mir sehr am Herzen liegen. Mittlerweile glaube ich jedoch, dass ich für derartige Bücher eine „zu intensive“ Leserin bin. Ich lese nicht einfach nur ein Buch – ich tauche in die Welt ab. Es fühlt sich fast so an, als wäre ich Teil der Geschichte, als würde ich alles selbst erleben. Nachts kann ich dann nicht schlafen, weil ich immer noch zu sehr von der Geschichte gefangen bin. Auch Tage oder Wochen danach kann ich mich noch nicht aus der Welt befreien. In letzter Zeit griff ich oft zu „positiveren“ Büchern. „Der letzte macht den Mut zu“, „Curvy“ oder „Good Night Stories for Rebel Girls“ – das sind kleine Kurzbiografien, über starke Frauen. Ich möchte natürlich nicht auf dramatische Geschichten verzichten, aber diese Art von Lektüre tut mir zurzeit richtig gut. #PositiveVibesOnly

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Pausen

Wisst ihr wo ich mich am wohlsten fühle? Auf den warmen Steinstufen meiner Terrasse. Mit einem Espresso in der Hand. Das Gesicht der Sonne zugewendet.

Wenn Ihr mich jetzt so sehen könntet, wie ich diese Zeilen schreibe, würdet Ihr sehen, dass ich genau hier, auf meinen Stufen sitze. Eine Tasse Kaffee neben mir, die goldene Sonnenbrille abgelegt, die Sonne auf meinen Beinen.

Ich liebe kleine Pausen. Und mögen es nur fünf Minuten sein. Auch wenn der Tag vollgestopft ist, auch wenn ich eigentlich schon viel zu spät dran bin und die Arbeit ruft. Diese fünf Minuten Ruhe habe ich noch. Danach merke ich förmlich, wie wieder positive Energie durch meine Adern fließt. Wie ich ruhiger atme und der Knoten im Kopf gelockert wurde.

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Und Ihr so? Was macht Ihr, um besonders positiv in den Tag zu starten? Seid Ihr eher Team Pessi- oder Optimist?

 

Bluse – Shein

Jeans – Levi’s

Tasche – C&A

Ohrringe – Primark