Life Update

Das Herbstkind in mir ist erwacht. Vielleicht liegt es am ewigen Sommer, aber dieses Jahr bin ich besonders auf Winter eingestellt. All meine Sommersachen sind aus dem Kleiderschrank verbannt, auf meiner Kommode reihen sich Duftkerzen aneinander, ich genieße die ersten Lebkuchen und auch in meinem Bücherregal hält der Herbst Einzug. Ich freue mich auf lange, gemütliche Abende und eine entschleunigte Zeit. Denn nach fünf umfangreichen Hausarbeiten und vielen Arbeitstagen, freue ich mich auf etwas Ruhe und Besinnlichkeit. Geht es Euch auch schon so?
Was ich in den letzten Tagen gemacht habe und was demnächst ansteht, seht ihr hier:

Gelesen

Ich bin eine leidenschaftliche Leserin, aber in den letzten Wochen habe ich aufgrund der vielen Hausarbeiten kaum ein Buch gelesen. Dafür brenne ich jetzt besonders sehr darauf „Die Schwestern von Mitford Manor“ zu lesen. Was ich mir erhoffe? Eine gelungene Mischung aus „Die sieben Schwestern“, „Downton Abbey“ und Agatha Christie.

IMG_6226

Netflix

Zeit für’s Herz: Dadurch, dass ich in der letzten Zeit viel um die Ohren hatte, brauchte ich etwas für die Seele. Etwas zum Entspannen und Runterkommen. Meine Medizin: „Call the Midwife“. Es ist noch eine Untertreibung, wenn ich schreibe, dass ich diese Serie liebe. Sie hat alles, was ich brauchte: Dramatische Geschichten, die zum Großteil auf wahren Fällen beruhen, tolle, gut durchdachte Charaktere, eine Wohlfühl-Atmosphäre und Spannung, ohne, dass man zu sehr nachdenken muss.

Meine Empfehlung also: Schaut unbedingt mal rein! Und für alle, die nicht genug bekommen können: Lest die Bücher von Jennifer Worth. Gut geschrieben, nicht zu verkitscht, aber absolut fesselnd.

ctm2

via

Und das Beste zum Schluss: Gerüchten zufolge wird die 6. Staffel noch diesen Herbst auf Netflix zusehen sein!
Trixie

via

Nachdem ich in kurzer Zeit alle fünf verfügbaren Staffeln geschaut habe, musste natürlich etwas Neues her. Derzeit versuchen Tom und ich uns an „The Frankenstein Chronicles“ – also etwas Düsteres, passend zur Jahreszeit. Noch kann ich nicht wirklich viel sagen, aber ich werde berichten.

Sport

5 Monate täglich Sport. Ja – ich kann voller Stolz sagen, dass ich das (bis auf 4 Tage krankheitsbedingter Pause) geschafft habe. Besonders gern schiebe ich die Workouts von Pamela Reif in meinen Tag ein. Früh vor der Arbeit oder am Abend vor den Zu-Bett-Gehen.

Momentan motivieren mich verschiedene Challenges besonders. Diese hier habe ich zusammen mit meiner Familie durchgezogen. Die nächste kommt auf jeden Fall! Außerdem haben wir uns für den Herbst vorgenommen, mindestens einmal die Woche schwimmen zu gehen. Ich glaube, das ist besonders jetzt im Winter eine gute und angenehme Möglichkeit, um fit und ausdauernd zu bleiben. Das Beste: Danach geht es ab in die Sauna 🙂

Modelbauch

via

Gekauft

Gar nicht so viel: Ich konnte lediglich nicht an diesen Zara-Blazer vorbeigehen, den ihr bereits im letzten Post gesehen habt. Ich liebe, liebe Bouclé-Jacken – nun habe ich auch endlich ein helles Modell gefunden.

Außerdem landeten diese Ohrringe und die Libellen-Kette in meinem Einkaufskorb. Eigentlich wollte ich in meiner Mittagspause nur schnell etwas essen, doch wie es das Schicksal so will, blieb ich am Schaufenster hängen und verguckte mich schlagartig in diesen adretten Schmuck.

Und nun zum Highlight: Ich habe ihn – den Lippenstift, den Meghan Markle am liebsten trägt. Böse Zungen könnten nun behaupten, dass hier alle Marketingstrategien aufgegangen sind. Und auch ich muss zugeben, dass Adel bei mir einfach immer zieht. Doch tatsächlich habe ich schon sehr lange den schönen Nudeton auf Meghans Lippen bewundert und als ich eines Tages las, dass es sich hierbei um den Charlotte Tilbury Lippenstift in der Farbe „Victoria“ handelt, musste ich zugreifen. Der Clou: Nicht nur bei Meghan ist der Ton beliebt, auch Victoria Beckham, nach der diese Nuance übrigens benannt wurde, soll ihn regelmäßig tragen.

Leseliste

Herbstzeit ist Lesezeit: Nun, da wieder einige ruhige Wochen auf mich zukommen, habe ich mir eine kleine Leseliste erstellt. Im Herbst darf es literarisch ruhig mal etwas düsterer zugehen. Ganz oben auf meiner Must-Read-List: Mein erster Agatha-Christie-Roman! Ganz klassisch möchte ich mit „Mord im Orientexpress“ anfangen, oder würdet ihr mir ein anderes Buch zum Einstieg empfehlen?

IMG_6292

Wohin?

Urlaub, ich komme: Für mich geht es am Montag in die Berge. Um genauer zu sein: Nach Fügen. Ich freue mich wie ein Schneekönig auf ein paar Tage Erholung. Wir übernachten im Wellnesshotel Held, in dem wir auch schon letztes Jahr nächtigten. Dort will ich meine Batterien wieder neu auftanken. Das bedeutet: Viel Wellness, Sport, aber auch ganz, ganz viel Nichts-Tun.

Was sonst so los war:

Für mich ging es am 22. September mal wieder auf den Laufsteg. Dort durfte ich unter anderem für den syrischen Haute-Couture-Designer Aziz Harbak laufen. Seine Mode hat mich wirklich umgehauen: Feminine Schnitte, die den weiblichen Körper perfekt in Szene setzen, sinnliche Farben und Stoffe, sowie ein Hauch Nostalgie. Außerdem durfte ich mich in einen hautengen Kleid, wie eine waschechte Braut fühlen. Ein schöner Ausflug in die Glamour-Welt!

Aziz Harbak

Foto via

 

 

Ist das modisch? Oder nur dein Geschmack?

Es gibt wenige Dinge, die ich sehe und einfach haben muss. Die mich absolut umhauen, mich begeistern, die ich wunderschön finde und nicht vergessen kann. Wie zum Beispiel die Puma Basket Sneaker. Ich hatte sie an einer Freundin gesehen und musste sie haben. Tatsächlich hab ich den Kauf aber etwa sechs Monate vor mir hergeschoben. Ich wollte mir sicher sein und als ich nach einen halbem Jahr immer noch mit verliebtem Blick am Schaufenster vorbei schlich, gab ich endlich das Geld für meine Herzensschuhe aus.

IMG_8625

Als ich sie dann das erste Mal trug, konnte ich nur aller paar Minuten auf meine Füße schauen. Ich liebe die Farbe, die Schleifen, das weiche Leder. Ich lief wie auf Wolken und fühlte mich einfach rundum wohl.

Ein paar Stunden später wurde ich aber leider aus meiner seichten, schönen Wohlfühlszone geworfen.

„Sag mal, ist das denn etwa in? Oder ist das einfach nur dein eigener Geschmack?“ 

Ich blieb verdutzt stehen und wusste erstmal nicht, was ich antworten soll. „In“ sind meine Schuhe ja schon. Aber deswegen habe ich sie nicht gekauft. Ich finde sie schön, mehr als das. Es sind meine Schuhe. Wie für mich gemacht.

„Sie gefallen mir. Deshalb trage ich sie.“

– „Achso, ich dachte schon das ist gerade Mode.“

IMG_8622

Eigentlich hob mich dieses kleine Gespräch zunächst nicht sehr an. Ich fühlte mich weiterhin wohl und warf den ein oder anderen zufriedenen Blick auf meine Füße. Doch später hallte das Gespräch doch noch etwas in meinem Kopf nach. Was wäre wenn? Warum muss ich mich dafür rechtfertigen, was ich trage. Können es Menschen besser verstehen, dass ich meinem eigenen Geschmack folge, oder dass ich mich nach aktuellen Trends kleide? Und vor allem: Könnte es mir nicht egal sein, was andere von meinem Stil halten? Sollte ich nicht eher glücklich und zufrieden mit mir sein und mich so kleiden, wie ich will?

IMG_8954

Ich liebte schon immer die Farbe Rot. Vor allem auf den Lippen. Als Schulmädchen holte ich zuhause immer den knalligen Lippenstift heraus, fühlte mich schön, ein wenig wie Schneewittchen. Außerhalb meiner vier Wände hab ich mich jedoch nie getraut, Farbe zu bekennen. Weil ich Angst hatte, was Andere davon denken. Dass sie mich nicht schön finden, mich vielleicht sogar belächeln. Ich hatte Angst vor Sätzen wie „Ist das nicht etwas übertrieben“ oder „Du hast aber dick aufgetragen.“ 

Und auch heute frage ich mich noch oft: „Kann ich das tragen? Ist das zu übertrieben? Falle ich damit zu sehr auf?“

IMG_8643

Und eigentlich ist das schade. Man sollte alles tragen, sich schminken wie man will und zeigen wer man ist. Ich habe mich schon ein ganzes Stückchen in die richtige Richtung entwickelt. Trotzdem hoffe ich, noch mutiger zu werden.

Gerade deshalb ärgert es mich, dass andere ihre Meinung zu meiner Kleidung so direkt zeigen. Ich kleide mich nicht sehr freizügig, auffallend farbenfroh oder sonst wie exotisch. Und dennoch ecke ich hin und wieder an.

Wie mögen sich wohl Menschen fühlen, die wirklich einen extravaganten Stil haben? Wie halten sie die Blicke und Kommentare aus? Wie schaffen sie es, ganz bei sich zu sein und auf andere Meinungen nichts zu geben?

Natürlich kann einem nicht immer alles gefallen, jeder hat einen anderen Geschmack. Und ist es nicht wunderschön diesen ausleben zu können? Zu zeigen, wer man ist, was einem gefällt und was man verkörpert?

Meine Schuhe sind vielleicht nicht der absolut neueste Trend, doch ich finde sie wunderschön. Es ist mein Geschmack. Deshalb trage ich sie.

Und das sollten wir doch eigentlich alle machen: Das tragen, was uns gefällt, was uns kleidet, was uns selbstsicher auftreten lässt.

Es stört mich, dass viele Menschen gern immer nur die altbekannten Muster sehen wollen und alles, was aus der Reihe tanzt behandelt wird, wie ein Störenfried. Die Menschen sind vielseitig und so auch ihre Kleidung. Und genau diese Vielfalt möchte ich genießen.

IMG_8647

Vielleicht ist genau dieses Denken Schuld daran, dass so wenige Menschen Farbe und Mut bekennen. Laufe ich durch die Uni, oder die Straßen meiner Stadt, so sehe ich oft Menschen in Uniformen. Alle sehen adrett aus, doch in der Menge gesehen, gleicht ihr Styling einer Uniform. Ich kann in meinem ganzen Umfeld viele ähnliche oder gar gleiche Stile erkennen. Mir fallen nur zwei Personen ein, die sich modisch gesehen wirklich von der Masse abheben.

Die Mehrzahl setzt auf Sicherheit und greift zu Teilen, die gut aussehen, aber nicht besonders auffallend oder anders sind. Wie gesagt: Auch diese Looks sehen schön aus, aber sie geben wenig über den Träger preis. Man nimmt kaum wahr, was der Andere trägt. Weil man es an seinem Nachbarn in etwa genauso sehen kann.

Wieso können wir alle, mich eingeschlossen, nicht mutiger, bunter, extravaganter sein?

Wieso sind wir nur die Spatzen, wenn wir prächtige Papageien sein können? 

Mantel – Zara

Pullover – Olymp und Hades

Jeans – Jeans Fritz

Schuhe – Puma

Tasche via Amazon

Uhr – Diesel

Ring – Tosh

Sonnenbrille – Primark

Ohrringe – C&A

Life Update

Ich möchte es eigentlich gar nicht zu laut aussprechen, aber mir geht es gerade richtig gut. Also so richtig, richtig gut. Obwohl die Klausuren schon auf mich warten, jeder Tag bis zum Platzen gefüllt ist und ich mich auf Mode-Detox begeben werde.

IMG_1225

Isabel auf Mode-Diät?

Ja! Zumindest habe ich mir das vorgenommen. Ich will bis zu unseren Parisurlaub sparen, sparen, sparen. Und das ist jetzt schon nicht so einfach. Gerade wenn man kein Geld zur Verfügung hat, oder einfach nichts ausgeben will, laufen einen die schönsten Sachen über den Weg. So zum Beispiel eine weiße Jeansshort mit Perlen. Oder ein bobonbunter Glitzer-Rucksack. Oder, oder, oder. Die Liste ist lang. Aber ich will durchhalten.

Gekauft

Vor meiner Diät habe ich nochmal gesündigt. Die Käufe habt ihr aber schon hier, auf dem Blog gesehen. Meine Chanel-look-alike-Tasche, mein Karl-T-Shirt, meine Bommelschuhe und noch eine Sonnenbrille. Die ist tatsächlich noch nicht bei mir eingeflogen. Ich freue mich aber schon sehr auf mein (vorerst) letztes Päckchen.

Nachgedacht

… habe ich viel über die Vergangenheit. Und wie schön das Jetzt doch ist. Ausgangspunkt für diese Gedanken war mein erstes Klassentreffen. Hier könnt ihr nochmal nachlesen, wie es mir damit ging.

Gelesen

…habe ich (oh Überraschung) viel über Paris. Ich liebe die Bücher von Megan Hess. Mit ihren Illustrationen nimmt sie uns mit durch auf eine Reise durch Frankreich. Ansonsten lese ich gerade „Madame Hemingway“. Die Geschichte rund um Ernest’s erster Frau spielt im Paris der 20er. Lektüre zum Einstimmen!

IMG_1243

Entdeckt

Die App „Wish“! Und das durch eine liebe Arbeitskollegin. Einmal installiert und sofort was kleines bestellt. Nicht gut für meine Modediät, aber was solls….

Gemacht

Viel gelernt. Hausarbeiten geschrieben und wieder korrigiert. Mediengeschichte, Statistik, Medienpsychologie….das volle Programm eben. Am 4. Juli gehts los mit dem Klausurenmarathon!

Schicksal

„Alles passiert aus einem Grund. Menschen ändern sich, damit du lernst loszulassen. Dinge gehen schief, damit du zu schätzen weißt, wenn es gut läuft. Du glaubst einer Lüge, damit du lernst, nur dir selbst zu vertrauen und manchmal bricht etwas Gutes auseinander, damit etwas Schöneres zusammenkommen kann.“

Marilyn Monroe-

In der siebten Klasse, unterstellte mir eine enge Freundin, dass ich lüge. Einfach so. In einen Brief. Die Behauptungen waren an den Haaren herbeigezogen. Statt einer drei plus, hätte ich eine drei minus in der letzten Lateinarbeit erhalten. Eigentlich betreibe ich ja gar keinen Blog und das erste Shooting, was ich hatte, wäre auch nur ein Hirngespinnst. Absurd. Lächerlich. Würde ich heute sagen. Weil sich bei allem ganz einfach beweisen lies, dass ich die Wahrheit sage. Aber damals saß das tief. Und als ich zu ihr fuhr, um alles zu klären, bekam ich nur eine billige Antwort: „Du lügst, weil es mir jemand anderes gesagt hat.“  Sprachlosigkeit auf meiner Seite. Was antwortet man auf so viel Dummheit? Nichts. Das weiß ich jetzt. Oder vielleicht mit einem herzhaften Lachen. Doch damals machte ich auf dem Absatz kehrt, weil ich meine Tränen nicht zeigen wollte. Ich weiß noch, dass draußen die Regentropfen mit voller Wucht auf den Asphalt klatschten. Und sich mit meinen Tränen und hämmerten Gedanken vereinigten. Zu einer sehr traurigen, aussichtslosen Melodie.

Damals war das ein halber Weltuntergang. Aber kurz danach wusste ich: Das musste passieren. Man musste sich trennen. Um andere Freundschaften kennen zulernen. Bessere. Neidlose. Freundschaften, die halten. Und das hab ich. Doch hätte ich das auch, wenn dieses eine Mädchen damals nicht so gemein gewesen wäre? Nein. Vielleicht nicht. Everything happens for a reason. Und als sie sich Jahre später, in der 11. Klasse bei mir entschuldigte, konnte ich verzeihen. Wirklich. Denn da waren andere Freundinnen, die mir am Herzen liegen. Mädchen, die ohne diese eine Intrige vielleicht nicht bei mir wären.

Heute verspätete ich mich auf dem Weg zur Uni. Ich wurde eingeparkt. Hinter meinem kleinen Auto stand ein riesiger, grüner LKW. Zeitdruck. Die Uhr tickt. In 5 Minuten bis ans andere Ende der Stadt. Dann in Lichtgeschwindigkeit über den Parkplatz, die Treppen hinauf, links um die Ecke, den Gang entlang. Ich fragte die Männer, wie lange es noch dauern würde, bis sie ihre Sachen ausgeladen haben. „Zwei Minuten. Vielleicht auch drei.“ Es wurden 10. Doch dann leuchtete mein Handy auf: „Das heutige Seminar fällt aus.“ Und ich: Ich hatte am Ende sogar noch Zeit gespart. Hab mir die Enttäuschung erspart, umsonst gehetzt zu sein. Dafür ist jetzt noch ein Kaffee drin. Everything happens for a reason.

2015. Ein Tag Paris. Ich wollte unbedingt auf die Champs Élysées. Angekommen hetzte ich los. Wollte in einen Laden nach den anderen. Wollte stylische Pariser sehen, die mondäne Luft schnuppern und Croissants essen. Doch am Ende war alles ziemlich fad. Und stressig. Tausende Menschen auf einer Straße. Ich war enttäuscht, hatte andere Vorstellungen. Das Paris meiner Träume sah irgendwie anders aus. Wir machten uns gerade auf den Rückweg, als wir uns verliefen. Panik. Verloren in Paris. Hektik, suchende Blicke, stumme Hilferufe. Am Ende kamen wir zwar nicht bei unserem Bus, dafür aber auf einen wunderschönen, ruhigen Flohmarkt an der Seine raus. Und siehe da: Da war es – das Paris meiner Träume. Modische Pariserinnen kauften alten Schmuck, lasen in verstaubten Büchern. An jeder Ecke standen wunderschöne, alte Möbel, antike Gemälde. Die Leute tranken Kaffee, rauchten und plauderten. Kennt ihr „Midnight in Paris“? Dann wisst ihr, wie ich mich fühlte. Und auch hier bestätigte sich: Everything happens for a reason.

Ich glaube an Schicksal. Ich glaube daran, dass alles am Ende ein großes Ganzes ergibt. Und zwar ein rundes, großes Ganzes. Ohne Ecken und Kanten. Denn am Ende wird alles perfekt, weil alles wie Zahnräder ineinander greift. Auch die kleinsten, noch so unbedeutenden Ereignisse.

Und das gibt mir Kraft. Und Mut. Denn, wenn wiedermal etwas schief läuft: Everything happens for a reason. Ganz bestimmt.

IMG_9105IMG_9098IMG_9120IMG_9079IMG_9121IMG_9124IMG_9103

Jeansjacke – Orsay

Patches – Collosseum

Mantel – Mango

Jeans – Hollister

Oberteil – Edited

Schuhe – Deichmann

Armban – Thomas Sabo

Charms – Thomas Sabo, Jette Joop, Giorgio Martello

Ohrringe – Swarovski

Ring – aus Rom

Fotos: Tom Herold ( click here )

Kolumne: Vom Dünnsein

Ich war einmal recht dünn. Spitze Hüftknochen, die Rippen ragten hervor. Die Hosen schlabberten. 44 Kilo bei 1,70 m. Schmal. Dünn? Ungesund? Vielleicht. Aber definitiv gewollt.

Es gab einmal Zeiten, da sprachen mich die Lehrer besorgt und verstohlen in der Pause an. ‚Isabel, geht es dir nicht gut? Brauchst du Hilfe?‘ Scham. Peinlich war mir das. Ich wollte nicht auf meine Figur angesprochen werden. Ich wollte nicht über meinen Körper reden. Und ich wollte schon gar nicht in den Spiegel schauen. Ich wusste, da gibt es ein Problem. Doch in der Pause warf ich trotzdem wieder meine Pausenbrote weg.

Mit 13 wurde ich angesprochen, ob ich modeln möchte. Mit 14 wieder. Und ganz ehrlich? Es war für mich, als Teenager, die Erfüllung aller Träume. Ich fühlte mich erwählt, voller Stolz. Und ich wollte dazu gehören, zu den eleganten Gazellen. Ich wollte mithalten, wollte den Erwartungen, die man an mich hatte genügen. Ich wollte schön sein. Um jeden Preis. Leider.

Es war schön abzunehmen. Es war schön, schön zu sein! Bestätigung, natürlich. Aber ich? Ich fand mich nicht schön. Auch nicht, als ich Größe 32 trug.

fullsizerender

Die Bilder, die ihr seht, stammen schon aus besseren Zeiten. In den schlechten habe ich mich nicht fotografieren lassen. Als ich begann zuzunehmen. Ich möchte nicht von Magersucht sprechen. Ich war in keiner Klinik, ich fand da selbst heraus. Aber es ist auch nicht normal, sich zweimal am Tag zu wiegen, Salzwasser zu trinken, damit der Hunger nicht kommt. Tagebuch über die Kalorien zu führen.

Ich denke, ich war nicht magersüchtig. Ich war nur süchtig nach Schönheit. Oder wie meine Mama es sagte: ‚Du bist ja ein Sklave deines Äußeren.‘

Eine Freundin, Jenny sagte einmal: ‚ Isabel, wie weit ist es eigentlich gekommen, dass du dein Glück von deinem Aussehen abhängig machst?‘ Sie hatte recht. Und ich war dumm. Bin es vielleicht ab und zu immer noch. Aber heute bin ich zufrieden. Oder besser: Zufriedener. Ich mag mich. Ich mag meinen Körper.

Ihr seht den Vergleich. 47 und 57 Kilo. Man kann entscheiden was attraktiver ist. Ich kann endlich sagen: Heute. Heute bin ich schöner.

IMG_6958

February: Outfit Review

Abschalten: Ich lerne es gerade, einfach mal abzuschalten. Ruhe bewahren, nicht immer alles gleich zu schwarz zu sehen. Und ich muss stolz sagen: Es funktioniert. Wenn auch nur manchmal. Während der Prüfungszeit erwische ich mich leider oft, dass ich Panik schiebe, denke, etwas nicht zu schaffen. Aber niemand ist perfekt. Und möchte ich überhaupt perfekt sein?

Heute hab meine letzte Klausur für dieses Semester geschrieben. Und es fühlt sich gut an. Endlich so richtig frei, keine Gedanken an das Lernen mehr. Bis in ein paar Monaten, ihr Klausuren!

Ich freue mich unglaublich auf den März. Für meine Semesterferien habe ich mir einiges vorgenommen. Highlight: Es geht nach Wien!!!! Ich freue mich auf Sachertorte, Schloss Schönbrunnen, den Prater und und und. Immer mit dabei: Mein Freund und seine Kamera. Also werde ich euch einige Outfitbilder aus dem Urlaub mitbringen können.

Bis es soweit ist, hier mein Februar-Lookbook:

Moschino

img_5747

Exquisit

img_5818

90s

4

Jeans-Girl

7

Was mich glücklich macht

Ich mache euch nichts vor: Momentan bin ich ein sehr zufriedener Mensch, aber auch bei mir gibt es Tage, an denen ich eigentlich nur ins Bett will. Mit einer heißen Tasse Cappuccino vor mir, ein gutes Buch in der Hand. Ich schließe die Tür. Der Stress bleibt heute draußen. 

Und auch heute ist ein Tag, an dem ich zwar keine schlechte Laune habe, den ich aber eigentlich lieber in den eigenen vier Wänden verbringen würde. Der Himmel ist grau. Die Straßen sind es auch. Die Menschen laufen geduckt – jeden Moment könnte es anfangen zu regnen. Der Kaffee war nicht stark genug und meine nächste Klausur sitzt mir im Nacken. Perfekt sieht anders aus.

Ich will Harmonie, doch der bissige Kommentar von vorhin hallt noch nach. Ich schaue in den Spiegel, wollte heute eigentlich ganz besonders schön aussehen. Doch dann wurde es mal wieder nur der schulterfreie Pullover und Jeans. Die Haare zum Pferdeschwanz gebunden. Die Frau auf der gegenüberliegenden Straßenseite sieht in exakt der gleichen Kombi irgendwie viel besser aus als ich. Neid. Manchmal. Zweifel. Ach man! Der falsche Fuß. Mal wieder. 

Jeder hat sie – die drüben Tage. Doch eigentlich möchte ich gar keine Momente verschwenden. Lieber möchte ich einen Lichtblick im Grau. Ich mische mir meinen Tag, wie die Farben auf einer Palette. Grau muss nicht grau bleiben. Man sieht den Ton nach all dem Mischen zwar immer noch durchschimmern, aber er sieht auf einmal viel freundlicher aus. Der Tag ist wie eine Farbpalette. Die Grundfarben stehen schon beim Aufstehen fest. Aber für das Finish, das Mischen und das finale Gemälde sind wir selbst verantwortlich. Wir sind die Künstler. Also besinn ich mich: Was macht mich glücklich? Was wird heute meinen Alltag erhellen?

Eine kleine Liste großer Dinge: 

Ich mag Sonnenschein, der mir sanft über das Gesicht streift. Der früh durch mein Fenster fällt. Der sich bunt in meinen Sonnenbrillen spiegelt.

Ich mag aber auch Gewitter. Doch nur Abends!

Bei meiner Kleidung bevorzuge ich helle Farben.

Ich liebe alten Schmuck.

Starken Kaffee, starken Tee. Hauptsache stark, stark, stark.

Charakter im Gesicht.

Geradlinigkeit.

Taschen! 

Blaue Wände.

Das alte Hollywood.

Tiefsinnige Bücher.

Alte, verschnörkelte Häuser mit Erker.

Sandelholz.

Schöne Terminplaner. 

Rom.

Fotoalben. 

Fiat 500.

Ein heißes Bad mit Kerzen.

Imagine Dragons – Not Today from

Perfekte Wimpern.

Schöne Fotorahmen.

Meine Familie.

Mein Freund.

Harmonie.

Natürlichkeit.

Schöne Cafés.

Romantik.

Kleine Geschenke. Auch zwischendurch.

76

41325

Cardigan – C&A

Oberteil – New Yorker

Jeans – Olymp & Hades

Schuhe – Nike

Tasche – Primark

Sonnenbrille – Guess

Ring – Erbstück

Ohrringe – C&A

Ketten – ebelin

Fotos: Tom Herold (click here)