Auf einen Kaffee: Wie gehst du mit Fehlern durch’s Leben?

Welchen Fehler hast du zuletzt begangen?

Hast du in letzter Zeit überhaupt Fehler gemacht?

Wenn ja, wie bist du damit umgegangen?

Was sagst du: Gibt’s das fehlerfreie Leben?

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Gedanken bei einer Tasse Kaffee. Ein traumhafter Herbsttag, ich kann im dicken Pulli auch ohne Jacke unterwegs sein. Unter mir das bunte Laub, geschäftiges Treiben in der Stadt. Und wir? Wir besprechen bei Espresso und Kuchen die ernsten Themen des Lebens.

Denn tatsächlich ploppen die oben genannten Fragen seit Tagen immer wieder in meinem Kopf auf. Fehlerfrei…was bedeutet das? Bin ich ein Mensch, der viele Fehler macht? Ist ein fehlerfreies Leben überhaupt erstrebenswert?

Ich könnte jetzt sagen, dass ich weniger shoppen sollte. Vor allem weniger Mode. Allerdings kaufte ich in letzter Zeit vor allem nachhaltig und/oder secondhand. Auch meinen Buch-Konsum könnte ich zurückschrauben. Mein SuB wird immer größer, allerdings lese ich auch immer mehr – was ja wiederum gut ist. Ich könnte wieder mehr Sport treiben – aber kann man das wirklich schon als Fehler bezeichnen? Oder spreche ich hier lediglich von Kleinigkeiten?

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„Fehler“ ist ein wirklich großer Begriff…ein so negativ behaftetes Wort.  Zu unrecht vielleicht? Sind Fehler denn wirklich so schlimm? Zum Beispiel war ich als Teenager sehr ruhig, habe viele böse Kommentare und unfaire Züge von Anderen einfach so hingenommen, ohne etwas dagegen zu unternehmen. Ich hätte meine Stimme erheben können, auch als ich merkte, dass Andere noch viel schlimmer tyrannisiert wurden. Etwas später habe ich manchen Personen im Streit hingegen Dinge an den Kopf geworfen, die ich jetzt gern zurücknehmen würde. Ich habe Freunde gehen lassen, obwohl ich um sie hätte kämpfen sollen. Andere Personen blieben hingegen viel zu lange in meinem Leben, obwohl diese Beziehungen mehr als toxisch waren.

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Ja – ich habe Fehler gemacht. Jedoch ist aus jedem einzelnen eine Erkenntnis erwachsen. „Weisheit“, nennt man das vielleicht. Nicht umsonst sagt man ja, dass man an Fehlern und Herausforderungen wächst.

Also: Sind Fehler wirklich so schlimm, oder vielmehr nützlich? Vielleicht sogar unverzichtbar?

Ich glaube, mein Problem sind nicht die Fehler, die ich begangen habe, sondern wie ich mit ihnen umgegangen bin. Ich hätte mich eine Zeit lang über mich ärgern und über die Situation grübeln können. Jedoch fällt es mir schwer, Schubladen wieder zu verschließen und darüber hinwegzukommen. Shit happens! – Nicht bei mir. Ich zermartere mir das Hirn, entwickle sogar einen gewissen Selbsthass. Wie konnte es soweit kommen? Ich bin Schuld, das kann ich nicht wieder richten.

Doch das ist falsch – DAS ist der eigentliche Fehler.

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Ich möchte euch fragen: Wie geht ihr mit Fehlern um? Verzeiht ihr euch schnell wieder? Oder findet ihr, dass es überhaupt nichts zu verzeihen gibt? Etwas, dass mir in letzter Zeit hilft, ist der Gedanke, dass alles aus einen bestimmten Grund passiert. Everything happens for a reason. Ja, das ist meine Philosophie! Schaue ich auf mein Leben zurück, so hat jedes Hindernis im Endeffekt wirklich Sinn ergeben und etwas Gutes ausgelöst. Und mit diesen Gedanken im Hinterkopf lassen sich angebliche Fehler leichter verzeihen.

Was denkt ihr? Schicksal, Menschlichkeit, nötiger Denkzettel oder Schwäche? Was bedeuten Fehler für euch? Vielleicht können wir uns ja bei einen imaginären Kaffee zusammensetzen und Klartext reden. Coffeetalk – ganz ehrlich, jede Meinung zählt. Vielleicht wäre das ja vielleicht sogar der Auftakt für eine neue Reihe hier auf dem Blog?

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