Dear Santa,

Hand aufs Herz: Team „Schenken“ oder „Geschenkt bekommen“? Traut euch, es gibt keine falsche Antwort. Wie so oft bei mir, kann ich mich wieder einmal nicht für nur eine Seite entscheiden. Denn ich liebe beides. Spätestens 1 ½ Monate vor Heilig Abend zerbreche ich mir den Kopf über passende Überraschungen und kleine Aufmerksamkeiten. Oft verzweifle ich an dieser Aufgabe, aber mindestens genauso oft lächle ich zufrieden in mich hinein, wenn ich genau DAS Präsent gefunden habe.

Ähnlich läuft es bei meiner persönlichen Wunschliste. Ich liebe einfach schöne Dinge und bekomme sie unheimlich gern geschenkt. Das darf auch mal gesagt werden, oder? Doch ich bemerke von Jahr zu Jahr, wie schwer es fällt, mir etwas zu wünschen. Nicht weil ich zu bescheiden wäre, sondern einfach, weil mein Kopf kurz vor Weihnachten wie leer gefegt ist. Was habe ich mir gleich nochmal die ganzen letzten Monate sehnlichst gewünscht? Ich weiß es nicht mehr.

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Noch vor ein paar Jahren konnte ich ganze Seiten mit materiellen Wunschlisten füllen. Heute fällt mir vielleicht ein interessantes Buch oder eine hübsche Tasche ein – wenn es gut läuft. Oft aber bin ich ratlos. Und meine Liebsten verzweifeln, weil sie die höchst schwierige Aufgabe haben, für mich etwas zu finden.

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Fragt man mich nach meinen diesjährigen Wünschen an den Weihnachtsmann,  fällt auf, dass diese nicht mit Geld zu beschaffen sind.  Zu allererst möchte ich mein Studium erfolgreich abschließen. Ein schönes Praktikum wäre ein Traum. Ich möchte mehr zu mir finden, zufriedener werden. Mit zunehmendem Alter wird meine Liste immer kleiner – ein positives Zeichen, oder? Ich befinde mich in der glücklichen Lage, dass es mir materiell gesehen ganz gut geht und ich mir viele Dinge, die ich haben möchte, selbst kaufen kann und nicht mehr auf nette Schenker warten muss (an dieser Stelle klopfe ich dreimal auf Holz).

Im Grunde kann ich sehr glücklich sein. Anlässe, wie Weihnachten, lassen mich das ganz deutlich erkennen. Ich habe eine tolle Familie, liebe Menschen um mich herum. Ich habe Träume und Hoffnungen, die ich nächstes Jahr noch gezielter verfolgen möchte. Was will man mehr?

Also lieber Weihnachtsmann: Ich wünsche mir dieses Jahr an allererster Stelle ein wundervolles Fest mit meinen Lieben. Viel Zeit für mich und die Personen, die mir etwas bedeuten. Eine hübsche Tasche oder ein kleines Schmuckstück wären nur das Tüpfelchen auf dem i.

Verratet mir doch: Was steht bei euch ganz oben auf der Wunschliste?

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Der perfekte Mantel: Eine Suche

Es war einmal: Eine Zeit, als in meinem Kleiderschrank nur ein Mantel hing. Dieser wurde alle zwei Jahre ausgewechselt. Das war’s. Mehr Abwechslung gab es nicht. Farblich konnten diese Prachtexemplare langweiliger gar nicht sein. Grau, Schwarz, vielleicht mal ein dunkles grün. Logisch, wenn alles im Kleiderschrank dazu passen muss.

Tja, wie gesagt: Lang ist’s her – zum Glück! Der damalige Umstand war vor allem der Tatsache geschuldet, dass das überschaubare Taschengeld nicht zu mehr reichte. Und vielleicht sollte ich noch ergänzen, dass meine Mäntel immer eins waren: Hochwertig, denn sie sollten möglichst lange halten. Finanziert übrigens von Mama und Papa. Als ich dann mein Abi in der Tasche hatte und mehr arbeiten konnte, kaufte ich mir besagtes Kleidungsstück in Hülle und Fülle. So ist ein immer wieder kehrender Satz von meinem Papa:

„Was, noch ein Mantel? Haben wir denn noch nicht genug?“

Nein! Ganz klare Antwort. 

Ich LIEBE Mäntel. Dieses Kleidungsstück ist das Erste, was man im Winter an Dir sieht. Oder wie meine persönliche Modeikone Annette Weber es sagt: „Ein Wintermantel ist immer die erste Visitenkarte, in einem Mantel kommt man – buchstäblich – an.“ Wie Recht sie doch hat.

Nun bin ich leider keine deutsche Anna Wintour und kann mir auch nicht die schönsten Modelle von Max Mara und Co leisten, doch auch ich lege Wert auf Qualität. Die Qualität, die für mich eben momentan erschwinglich ist. Jedes Jahr stößt ein neues Exemplar zu den alten im Schrank hinzu.

Während ich in der vergangenen Saison auf einen langen Daunenmantel in schimmerndem Dunkelblau setzte, schafften es aktuell ein Shearling-Mantel und ein kariertes Modell von „Rich&Royal“ in meinen imaginären Einkaufskorb.

Ersteren fand ich tatsächlich secondhand. Regelmäßig findet in meiner Heimatstadt der „Fashionbazaar“ statt, auf dem stylische Mädels ihre ausrangierten Sachen an den Mann, oder eben die Frau bringen. Glück für mich! Der neue Mantel, den man auch noch wenden kann, kostete nur 20 Euro, ist aber wahrscheinlich ein Vielfaches Wert.

Und nun lasse ich die Bilder für sich sprechen. Verratet mir dir gern, ob ihr es dieses Jahr auf ein besonderes Modell abgesehen habt. Ich liebäugle da noch mit einer Kurzjacke von Opus. In cremé…und diese Farbe geht doch eigentlich immer, oder? Schön sind aber auch die neuen Glamometer-Jacken. Mal sehen, welches Modell das Rennen macht.

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Auf einen Kaffee: Wie gehst du mit Fehlern durch’s Leben?

Welchen Fehler hast du zuletzt begangen?

Hast du in letzter Zeit überhaupt Fehler gemacht?

Wenn ja, wie bist du damit umgegangen?

Was sagst du: Gibt’s das fehlerfreie Leben?

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Gedanken bei einer Tasse Kaffee. Ein traumhafter Herbsttag, ich kann im dicken Pulli auch ohne Jacke unterwegs sein. Unter mir das bunte Laub, geschäftiges Treiben in der Stadt. Und wir? Wir besprechen bei Espresso und Kuchen die ernsten Themen des Lebens.

Denn tatsächlich ploppen die oben genannten Fragen seit Tagen immer wieder in meinem Kopf auf. Fehlerfrei…was bedeutet das? Bin ich ein Mensch, der viele Fehler macht? Ist ein fehlerfreies Leben überhaupt erstrebenswert?

Ich könnte jetzt sagen, dass ich weniger shoppen sollte. Vor allem weniger Mode. Allerdings kaufte ich in letzter Zeit vor allem nachhaltig und/oder secondhand. Auch meinen Buch-Konsum könnte ich zurückschrauben. Mein SuB wird immer größer, allerdings lese ich auch immer mehr – was ja wiederum gut ist. Ich könnte wieder mehr Sport treiben – aber kann man das wirklich schon als Fehler bezeichnen? Oder spreche ich hier lediglich von Kleinigkeiten?

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„Fehler“ ist ein wirklich großer Begriff…ein so negativ behaftetes Wort.  Zu unrecht vielleicht? Sind Fehler denn wirklich so schlimm? Zum Beispiel war ich als Teenager sehr ruhig, habe viele böse Kommentare und unfaire Züge von Anderen einfach so hingenommen, ohne etwas dagegen zu unternehmen. Ich hätte meine Stimme erheben können, auch als ich merkte, dass Andere noch viel schlimmer tyrannisiert wurden. Etwas später habe ich manchen Personen im Streit hingegen Dinge an den Kopf geworfen, die ich jetzt gern zurücknehmen würde. Ich habe Freunde gehen lassen, obwohl ich um sie hätte kämpfen sollen. Andere Personen blieben hingegen viel zu lange in meinem Leben, obwohl diese Beziehungen mehr als toxisch waren.

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Ja – ich habe Fehler gemacht. Jedoch ist aus jedem einzelnen eine Erkenntnis erwachsen. „Weisheit“, nennt man das vielleicht. Nicht umsonst sagt man ja, dass man an Fehlern und Herausforderungen wächst.

Also: Sind Fehler wirklich so schlimm, oder vielmehr nützlich? Vielleicht sogar unverzichtbar?

Ich glaube, mein Problem sind nicht die Fehler, die ich begangen habe, sondern wie ich mit ihnen umgegangen bin. Ich hätte mich eine Zeit lang über mich ärgern und über die Situation grübeln können. Jedoch fällt es mir schwer, Schubladen wieder zu verschließen und darüber hinwegzukommen. Shit happens! – Nicht bei mir. Ich zermartere mir das Hirn, entwickle sogar einen gewissen Selbsthass. Wie konnte es soweit kommen? Ich bin Schuld, das kann ich nicht wieder richten.

Doch das ist falsch – DAS ist der eigentliche Fehler.

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Ich möchte euch fragen: Wie geht ihr mit Fehlern um? Verzeiht ihr euch schnell wieder? Oder findet ihr, dass es überhaupt nichts zu verzeihen gibt? Etwas, dass mir in letzter Zeit hilft, ist der Gedanke, dass alles aus einen bestimmten Grund passiert. Everything happens for a reason. Ja, das ist meine Philosophie! Schaue ich auf mein Leben zurück, so hat jedes Hindernis im Endeffekt wirklich Sinn ergeben und etwas Gutes ausgelöst. Und mit diesen Gedanken im Hinterkopf lassen sich angebliche Fehler leichter verzeihen.

Was denkt ihr? Schicksal, Menschlichkeit, nötiger Denkzettel oder Schwäche? Was bedeuten Fehler für euch? Vielleicht können wir uns ja bei einen imaginären Kaffee zusammensetzen und Klartext reden. Coffeetalk – ganz ehrlich, jede Meinung zählt. Vielleicht wäre das ja vielleicht sogar der Auftakt für eine neue Reihe hier auf dem Blog?