Back to basics – Mein Weg zur modischen Unaufgeregtheit

Ich mache Schluss.

Schluss mit überladenen Looks.

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Bäng, Bumm, Peng – Instagram präsentiert mir Outfits, die sich an Extravaganz übertreffen. Viel BlingBling, viel Logomania – man könnte fast sagen: Von allem etwas zu viel. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Ich jedenfalls bin übersättigt. Eine Zeit lang bin ich diesen modischen Pfad mitgegangen, doch langsam, aber sicher fährt mir das derzeitige Modekarussell etwas zu schnell. Die Looks werden immer lauter, schriller – ein It-Piece jagt das nächste. Puhh…mir schwirrt der Kopf. Ich sage: Stop! Und steige aus.

Ich vermisse die Ruhe in vielen Kombinationen, die modische Gelassenheit, das Unaufgeregte. „Dass ausgerechnet ICH das mal sage“, schießt mir gerade durch den Kopf. Aber ja: Ich habe mich satt gesehen. „Back to Basics“ lautet mein neues Motto und siehe da: Nach diesem Vorsatz zu leben erscheint mir momentan gar nicht so schwer, steckt doch mein Kleiderschrank voller unaufgeregter Teile, die ich fast vergessen habe.

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Was ich mir wünsche? Extravaganzen ja, aber in Maßen. Ich lebe nun einmal nicht auf dem Laufsteg und oft erscheinen mir die Looks vieler Influencer als zu laut. Das passt sicher auch zu ihren Lifestyle – zu meinem aber nicht immer. Ich möchte auch im Büro, in der Uni oder beim Brunchen schick aussehen. Aber in einer klassischen, edlen, wertigen Art und Weise.

Diese Einstellung und Liebe zu unaufgeregten Looks hat sich das Jahr über ganz langsam, dann immer schneller und bestimmter bei mir und in meinem Kleiderschrank eingeschlichen. Und was soll ich sagen? Ich liebe es! Die morgendliche Frage „Was ziehe ich an“ stellt sich mir nicht mehr. Oder zumindest nicht mehr so oft…

Ein Look, in dem man mich momentan oft antrifft: Levi’s Jeans (keine sitzt besser), Denim-Hemd und schwarzer Rolli drunter. Edle Knopfdetails an den Ärmeln, eine hochwertige Tasche und Schmuck komplettieren den Look. Bei letzteren bin ich noch ganz die kleine Elster von früher: Je größer die Ohrringe, desto besser. Ganz bekommt man die Perlenlady eben nicht aus mir heraus.

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Ein zweites Outfit, dass ich derzeit heiß und innig liebe: Overknee-Stiefel, Holzfäller-Jacke, Sweatshirt – voilà! Thats it. So praktisch, so warm und modisch. Auch hier kann und möchte ich aber nicht auf wertige Details, wie einen guten Gürtel (meinen habe ich secondhand gekauft) und Schmuck verzichten.

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Der wohl schönste Nebeneffekt meines „neuen Modegeschmacks“? Ich fühle mich unendlich wohl und habe eine andere Beziehung zu meinen Kleidungsstücken aufgebaut. Ich greife beim Shoppen lieber zu wertigen Teilen, kaufe dafür aber nicht mehr so viel. Ich merke, wie viel wichtiger mir mittlerweile Stoffe und Verarbeitung sind. Ich nehme potentielle Käufe genauer unter die Lupe. Langsam entwickelt sich mein Schrank zu einer Sammlung von Lieblingsstücken, in denen ich mich edel und wertvoll fühle.

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Früher beneidete ich Mädchen und Frauen, die diese unaufgeregten Looks trugen und dabei immer unendlich chic aussahen. Ich dachte immer, dass ich nie eine dieser entspannten Mädels sein werde, weil ich immer zu überladenen Kombis neigte. Diese Ader werde ich auch nie ablegen, dafür habe ich aber für mich einen schönen Mittelweg gefunden.

Zum Schluss interessiert mich: Was habt ihr in der letzten Zeit geshoppt? Welche Looks führt ihr momentan gern aus und in was fühlt ihr euch besonders wohl?