It’s all About Vintage

Fashion meets Geschichte: Ich wäre gern eine Zeitreisende. Schon unzählige Male habe ich mir vorgestellt, wie es wohl wäre, wenn ich mich durch einen bloßen Fingerschnipp ins Paris der 20er Jahre transportieren könnte. Stylingtechnisch würde ich mich in Marion Cottilard aus „Midnight in Paris“ verwandeln. Und wenn mir diese Zeit dann doch überdrüssig wird (was, wenn wir ehrlich sind, wahrscheinlich nie passieren würde), könnte ich mich schnell in’s Flower-Power-Hippie-London beamen.

Mode ist toll. Doch Mode mit Geschichte? Das hat noch einmal einen ganz besonderern Reiz. Zwei meiner Leidenschaften vereint – besser geht kaum. Vor allem, wenn man kleine Designerschätzchen für einen Bruchteil des einstigen Preises ergattern kann. Denn ja, es gibt sie: Die Vintage-Schätze, nach denen sich jede Fashionista die Finger leckt. Persönlich bin ich selbst erst im vergangenen Jahr auf den Secondhand-Geschmack gekommen – habe seit dem aber ordentlich zugeschlagen. Doch wie so oft, war auch hier der Anfang schwer. Denn die besten Vintage-Teile liegen nicht auf der Straße. Es braucht Zeit, Geduld und eine ordentliche Recherche, um fündig zu werden.

Bist auch du neugierig geworden? In diesen Post teile ich meine Erfahrungen mit euch und plaudere aus dem Nähkästchen, wo ihr bedenkenlos nach Lust und Laune shoppen könnt – ohne die Gefahr, auf Fakes reinzufallen.

In diesem Sinne: Auf die Shopping-Bags, fertig, los!

Der Tommy-Hilfiger-Blazer

Eigentlich wollte ich letzten Sommer gern nach London. Oder Amsterdam. Vielleicht auch wieder Paris. Hauptsache raus aus Deutschland. Am Ende wurde es „doch nur“ München. Anfangs etwas enttäuscht, entpuppte sich dieser Urlaub als einer meiner schönsten und ich habe mich – wie ihr wisst – augenblicklich in die bayrische Hauptstadt verliebt.

Bereits vorab lauschte ich immer wieder Berichten, wie grandios man in München shoppen kann – vor allem Designermode aus zweiter Hand. Also recherchierte ich im Vorfeld und plante unsere Aktivitäten um die verheißungsvollsten Läden herum. Klingt verrückt – ist es vielleicht auch. Aber wahrscheinlich hört sich das Ganze extremer an, als es wirklich war. So wollte ich unbedingt im kleinen aber feinen Lädchen iki M. stöbern – das befindet sich in der Maxvorstadt. Also plante ich vorher einen Spaziergang über den Nordfriedhof ein und suchte uns ein nettes Lokal für den After-Shopping-Latte-Macchiato aus (Klick hier, um mehr zu erfahren). Auf dem Weg zu Schloss Nymphenburg lag die Boutique „Kleiderpracht“ und unseren ausgiebigen Flohmarkt-Besuch verbanden wir mit einer Runde durch den Olympiapark.

Lange Rede kurzer Sinn: Quasi täglich entfuhren mir entzückte Schreie, wenn ich wieder ein kleines Schnäppchen ergatterte. Und am Ende erwies es sich als wirklich glücklicher Umstand, mit dem eigenen Fahrzeug und nicht mit Zug, Flugzeug oder Co unterwegs zu sein: Meine Koffer gingen vor lauter neuer Lieblingsteile nicht mehr zu – aber das Auto bot zum Glück genug Stauraum.

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Mein liebstes München-Souvenir: Dieser Tommy-Hilfiger-Blazer. Für gerade einmal 30 Euro.

Escada Couture

Drei, zwei, eins, Meins! Kleine Zeitreise in die Kindheit: Meine Mama war früher leidenschaftlich gern auf Ebay unterwegs. Ich weiß noch, wie sie regelmäßig Bücherpakete für mich kleine Leseratte ersteigerte und ich jedes Mal ganz aus dem Häuschen war, wenn die Mission erfolgreich war. Jahre später hab ich Ebay wieder neu für mich entdeckt.

Ich wohne in einer Kleinstadt und auch in den nächst-größeren Orten ist das Angebot an hippen und gut gefüllten Vintage-Läden klein. Also stöberte ich Ende letzten Jahres auf Ebay und fand diesen Escada-Couture-Blazer über EbayPlus. Die Ware wird dort auf Echtheit, sowie Zustand geprüft und kann – im Falle, dass man doch nicht zufrieden ist – problemlos zurückgegeben werden.

Wie tief ich für dieses außergewöhnliche Teil in die Tasche greifen musste? 38 Euro.

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Ein Traum wird war – Chanel zieht ein

Oft werde ich gefragt, warum ich von Chanel träume. Erst einmal sei gesagt: Ich träume nicht NUR von großen Labels und Mode. Aber wie viele andere auch, drückte auch ich mir als junges Mädchen die Nase an den Chanel-Schaufenstern platt und sah mich mit einer der Taschen durch die Stadt flanieren.

Die beiden ineinander verschlungenen C’s, die Weltspitze im Fashionbereich: Chanel – für mich hat dieses Wort nahezu magische Kräfte.

Denn Frauen, die Chanel tragen….Wer sind sie? Was machen sie beruflich? Residieren sie in einer schicken Altbauwohnung in Saint-Germain-des-Prés? Essen sie ihr Croissant allmorgendlich im Café de Flore? Flanieren sie danach durch den Jardin des Tuileries? Es bleibt ein Mysterium. Doch eins weiß ich: Ich möchte zum Club dazugehören…

Also legte ich jeden Monat eine kleine Summe auf die Hohe Kante. Chanel-Ohrringe sollten es werden. Doch das eine Modell, dass ich mir in den Kopf gesetzt habe, fand ich nicht. Also sah ich mich Second-Hand um, auch wenn ich dann auf das schöne Kauferlebnis verzichten musste.

Auf Vestiaire Collective wurde ich schnell fündig. Klassische, schnörkellose, verschlungene C’s in Gold. Wie neu, ohne auch nur eine Gebrauchsspur und in Originalverpackung.

Der reibungslose Ablauf und schnelle Versand ließen mich Blut lecken. Das Resultat: Nur zwei Monate später zog ein Chanel-Ring bei mir ein.

Ob ich nun zum Club gehöre? Wer weiß das schon.

Wer weiß schon, was oder wer eine Chanel-Frau ist…

Multicolor Armbänder von Aigner

Mein Neuzugang: Mit der Liebe zu München wuchs auch das Interesse an Aigner. Eher durch Zufall entdeckte ich vergangene Woche diese Armbänder auf „Mädchenflohmarkt“.

Die Zauberwörter: Neu und ungetragen. Diese zwei kleinen Wörtchen und das Design ließen mein Herz höher schlagen.

Für 40 Euro sind die handbemalten Schmuckstücke aus Leder bei mir eingezogen. Das Bild vor meinen Augen: Sommer, Sonne, flatternde Kleider und diese leichten Basic-Armbänder.

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Psssst: Auch ich verkaufe regelmäßig Schätze aus meinem Kleiderschrank auf Mädchenflohmarkt. Schaut gerne mal hier vorbei.

Zusammengefasst…

Kann ich euch aus eigener Erfahrung diese Shops wärmstens empfehlen:

EbayPlus

Mädchenflohmarkt

Rebelle

Vestiaire Collective

In meinen München-Post findet ihr zudem eine kleine Auswahl an Second-Hand-Läden, die ich selbst besucht und für gut befunden habe.