The Vienna Diaries | Part Two

Prater, Narrenturm, Naschmarkt und der St.-Marx-Friedhof. Eine seltsame Kombi, das muss ich selbst schon zugeben. Aber ich habe gelernt, dass Wien mehr zu bieten hat, als Sisi, Mozart und das Sacher. Wien ist facettenreich und durch und durch faszinierend.

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Wer den Prater nicht kennt, der kennt auch Wien nicht. So oder so ähnlich steht es in meinem Reiseführer. Und – Schande über mich – auf unserer ersten Reise nach Wien, hatte ich einfach keine große Lust, den Prater zu besichtigen. Ein großer Fehler!

Als wir in unserem Appartement aufwachten und bereits helle Sonnenstrahlen durch die Fenster auf unser Bett fielen, wussten wir, dass heute der perfekte Tag für einen Abstecher auf den Prater ist. Um 10 Uhr etwa erwacht der Prater jeden Tag im Jahr zum Leben. Wir waren schon um 9 da, was gar nicht so schlimm war. Wir schlenderten über den leeren, verlassenen Vergnügungspark. Gerade das hatte eine ganz besondere Magie. Pünktlich um 10 stiegen wir dann in das weltbekannte Wiener Riesenrad. Und auch hier zitiere ich meinen Reiseführer: Wer nicht einmal in seinem Leben eine Runde mit dem Riesenrad gedreht hat und nie den herrlichen Blick über die Dächer Wiens genossen hat, der war nie wirklich in Wien!

Ich muss schon zugeben, dass die 10 Euro für eine Runde wirklich etwas happig sind. Doch die Aussicht lohnt sich! Wir hatten das perfekte Wetter und der Ausblick auf die Dächer Wiens war gigantisch. Ich wurde an den Ausblick vom Hügel Montmatre erinnert. Wien gleicht in vielerlei Hinsicht Paris.

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Zur Mittagszeit machten wir uns auf zum Nachmarkt. Im Fernsehen sah ich einen Beitrag vom extrem bekannten und beliebten Restaurant „Neni“. Und dieser kulinarischer Abstecher wurde für mich zu einem ganz großen Highlight unserer Wienreise! Das Ambiente ist unglaublich gemütlich, nicht zu durchgestylt, sondern sehr lässig. Die Kellner sind jung, hip, aufmerksam und das Essen war einfach nur großartig! Wir entschieden uns für das Hähnchen in Mandelkruste, Pommes und Chuttney. Mmmmmh! So lecker und die Preise sind auch vollkommen ok.

Um uns herum schienen sich zahlreiche Wiener zur Mittagspause zu treffen. Außer uns erblickten wir keine Touris, was uns sehr gefiel. Die Besitzer des „Neni“ haben mittlerweile Restaurants in Berlin, München und Hamburg.

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Am späten Nachmittag machten wir uns wieder auf zum Prater. Dort fuhr Tom mit dem höchsten Kettenkarussell der Welt (95 Meter). Ich wollte erst nachziehen, doch die Höhe machte mir zu viel Angst. Ich erfüllte mir jedoch einen Kindheitstraum und fuhr Geisterbahn! Das hab ich tatsächlich noch nie gemacht! Und unsere Geisterbahn stammte sogar aus den 1950er Jahren, was man auch die ganze Zeit merkte. Sehr süß!

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Die nächsten Tage wurden nicht minder interessant für uns. Es wurde etwas kultureller und skurriler! Ich gebe euch ein paar Hinweise: Wir besuchten das Innere des „Gugelhupfes“, sahen Teufel und Fabelwese, ich hielt Chanel und Prada in den Händen und die Teile kosteten keine 100, sondern eher 30 bis 60 Euro, wir fanden einen Platz, an dem ewiger Friede trotz der anliegenden Autobahn herrschte und ich schlug mir den Bauch voll, bis ich fast platzte!

Na, habt Ihr schon Ideen? Wenn nicht, ist es kein Problem. Ihr erfahrt es im nächsten Post.

Bis dahin,

Eure Isabel