The Vienna Diaries | Part One

Ach ja: Schön war’s. Wien begeistert mich immer wieder. Kaffeehäuser statt Starbucks, Melange statt Cold Brew, Gucci Loafer statt Balenciaga Sneaker Triple’s und Kutschen statt Uber. Die Zeit steht still. Vielleicht sind Tom und ich ja auch in eine Zeitmaschine,  statt in unser Auto gestiegen? Bitte einmal zurück in die Gründerzeit! Und um die Ecke wartet der Biedermeier auf uns. Hier rennt (gefühlt) keiner aktuellen, schnelllebigen Trends hinterher. Man ist entspannt, fast schon entschleunigt, lieber klassisch-elegant, als hip und up to date. Vielleicht haben das die Wiener einfach nicht nötig.

IMG_0455IMG_7458

Letztes Jahr im März habe ich mich verliebt. Und ein Jahr später gleich nochmal. Unser erster Abstecher nach Wien führte uns hauptsächlich zu den typischen Sehenswürdigkeiten ( hier gelangt ihr zum Eintrag ).  In der letzten Woche lernten wir die österreichische Hauptstadt aber tatsächlich noch einmal ganz neu kennen. So stöberten wir uns durch angesagte Second-Hand-Shops auf dem Spittelberg, wohnten in einem süßen Appartement auf dem Rochusmarkt und schlemmten uns durch verschiedene Lokale. Und Stück für Stück schob sich Wien mehr in mein Herz. In den letzten zwei Jahren sind wir ganz schön rumgekommen. Von Rom über Hamburg, Lübeck, Barcelona, Paris, Kitzbühel und noch viele andere schöne Städte. Doch ich muss sagen, dass Wien in meiner Top-Liste immer einen der besten Plätze einnehmen wird. Als Metropole lässt es sich hier wirklich sehr entspannt leben. Klar, man genießt das Großstadtflair, doch auf der anderen Seite fühlt sich Wien so klein und privat an. Man kann nahezu alles erlaufen, die Orientierung ist schon nach ein paar Tagen da. Und was mir natürlich besonders gefällt: Das Flair. Die Klasse. Der Prunk. An wirklich jeder Ecke ragen wunderschöne, alte Stadthäuser in die Höhe. Die Kellner tragen Anzüge, die Damen sehen zu jeder Tageszeit top aus. Selbst in unserem Reiseführer wurde dazu geraten, sich „schick zu kleiden“. Denn die Wiener würden viel Wert darauf legen, jederzeit gut auszusehen.

IMG_0465IMG_0456

In den nächsten Blogeinträgen möchte ich zusammen mit Euch noch einmal zurückkehren. Zurück zu unseren letzten Tage in Wien. Ich möchte Euch mitnehmen auf unsere Tour durch die Kaiserstadt, zu unseren liebsten Food-Locations, Herzensorten und Geheimtipps.

IMG_0472IMG_0464

Doch alles der Reihe nach. Zuallererst steht natürlich die Suche nach der perfekten Unterkunft auf dem Plan. Nachdem wir in Paris schon so ein unglaublich großes Glück mit unserem Appartement hatten, begaben wir uns wieder auf Wimdu und Airbnb auf die Suche und wurden sofort fündig. Für unsere Woche in Wien bezogen wir eine Ein-Zimmer-Wohnung am Rochusmarkt (3. Bezirk). Die Wahl erwies sich als wahrer Glücksgriff. Vor unserem Appartement reihten sich Bäcker, Cafés und Restaurants aneinander. Der Rochusmarkt selbst ist wie eine kleine, entspannte Version des Naschmarktes und bietet viele leckere Essensstände. Die Wohnung selbst befand sich im achten Stock und bot uns eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt. Die Zimmer waren mehr als liebe- und geschmackvoll eingerichtet. Im (sehr günstigen) Preis enthalten waren neben vielen kleinen Snacks und Getränken (Popcorn, Waffeln, Kaffee, Tee, etc) auch Netflix. Uns fehlte es also an nichts! Unsere Vermieter standen uns immer mit Rat und Tat zur Seite und hatten so einige Tipps für uns parat.

Seid ihr auch auf der Suche nach einer schicken Unterkunft? Dann gelangt ihr Hier  zu unserem Appartement.

Unser Ausblick auf den Rochusmarkt

Nachdem wir unsere Unterkunft gefunden und gebucht hatten,  durchforsteten wir sämtliche Blogeinträge, Reiseführer und Vlogs über Wien. Unsere To-Do-Liste wurde reichlich gefüllt und wir konnten es kaum erwarten, uns endlich aufzumachen, um die Stadt noch einmal zu erkunden. Was wir genau machten und was letztendlich unsere Favoriten waren, erfahrt ihr in den nächsten Einträgen.

Bis dahin,

Alles Liebe,

Eure Isabel 

Fotos: Tom Herold ( click here )

Life Update

Endlich frei! Könnte man zumindest meinen….Die Klausurenphase ist überstanden und ich genieße meine Semesterferien. Zumindest versuche ich das. Denn so einfach ist das gar nicht, wenn man nebenbei noch arbeiten geht, eine Hausarbeit schreiben muss und die nächste Prüfung schon im April auf einem wartet. Ich hatte mich wirklich auf Erholung gefreut, doch so richtig kommt die nicht zustande. Ausruhen muss halt gelernt sein.

IMG_7753

Dabei war das Wintersemester eigentlich schon ziemlich ruhig. Der Stundenplan war überschaubar und auch die Prüfungen sollten keine große Herausforderung darstellen. Doch irgendwie schaffe ich es nicht, die Situation zu nutzen und mal druchzuatmen. Stattdessen mache ich mir überall Stress. Selbst jetzt plagt mich ein schlechtes Gewissen, weil ich zwei Wochen nahezu nichts für die Uni gemacht habe. Dabei ist doch frei!

IMG_7722

Vielleicht brauche ich auch einfach nur etwas Abstand. Ein paar Kilometer zwischen mir und dem Alltag. Für uns geht es am Montag wieder nach Wien. Wir haben lang hin und her überlegt, wo es dieses Mal hingehen soll. Und – man kann es sich fast denken – auch das versetzte mich in Stress. Denn Reisen ist mittlerweile zum Volkssport geworden. Wer fliegt wo hin? Wer hat das ausgefallenste Ziel? Wer unternimmt die coolsten Ausflüge? Erst kürzlich schnappte ich ein Gespräch auf, bei dem sich drei Freundinnen echauffierten, dass ihre vierte Freundin diese Semesterferien zuhause verbringt. Wie kann sie nur! Munter wurde drauf los geprahlt, wie toll doch der eigene bevorstehende Urlaub werden wird. Ich saß da und fragte mich, wann das so geworden ist? Natürlich: wenn man es geschickt anstellt, kann reisen wirklich preiswert sein. Aber ich bin es gewohnt, dass man sich seinen Urlaub anspart. Und manchmal machen einem Reparaturen am Auto, ein Tierarztbesuch oder anderes einen Strich durch die Rechnung. Reisen ist meiner Meinung nach ein Luxus. Manchmal kann man sich eine Auszeit leisten, manchmal nicht.

IMG_7730

Diese ständigen Fragen nach meinem nächsten Reiseziel setzten mich so unter Druck, dass ich zwischenzeitlich gar keine Lust auf Urlaub mehr hatte. Und das ist doch schade, oder? Am Ende pfiffen wir auf das Gerede von manch Anderen und buchten unseren Urlaub dort, wo wir uns unglaublich wohl fühlten. Nämlich in Wien.

Wien ist für mich eine gemütliche Metropole. Ich wollte einerseits einen wirklich entspannten Urlaub. Deshalb stand auch Oberstdorf lange auf unserer Liste. Auf der anderen Seite, wollten wir aber auch was erleben und etwas Kultur genießen. Wien ist aufregend und entspannt zugleich. Gebucht haben wir dieses mal über Airbnb. Wir beziehen für eine Woche eine Wohnung am Rochusmarkt. Ich bin sehr gespannt und freue mich schon, meine Eindrücke mit euch teilen zu können.

IMG_7717

Ansonsten spielte diesen Monat das Thema Hautpflege eine große Rolle. Ich verzichte jetzt seit zwei Jahren auf Make-Up. Ab und zu griff ich zu Rouge oder Bronzer, falls ich mich zu blass fühlte. Meine Haut hat sich natürlich über diesen Zeitraum enorm verbessert, doch in Stresssituationen habe ich immer wieder mit kleineren Unreinheiten zu kämpfen. Deshalb probierte ich mich die letzten Wochen mal durch verschiedene Produkte durch und habe besonders die Backpulver-Pflegeserie von Bioré für gut befunden.

IMG_0020

Ich hab das Gefühl, das meine Haut glatter ist und nicht mehr so schnell fettet. Außerdem gingen Mitesser, gerade um die Nasenflügel herum, deutlich weg. Zudem versuche ich jeden Tag eine Tasse Brennesseltee zu trinken. Der Tee wirkt als Muntermacher und ist somit für mich (neben Kaffee) der perfekte Start in den Tag. Außerdem hilft Brennessel auch gegen Akne und kurbelt den Stoffwechsel an.

IMG_7715

Was in den letzten Wochen definitiv zu kurz kam: Lesen. Ich habe letzten Monat nur zwei Bücher gelesen. Das lag hauptsächlich an der Klausurenphase. Ich saß meistens von früh Morgens bis spät Abends am Schreibtisch und habe gelernt. Danach hatte ich wenig Lust aufs Lesen. Nach den Prüfungen griff ich zu „Ein Lied in der Ferne“. Wieder klingt der Titel unglaublich kitschig und ich würde mir tatsächlich nie eines der Bücher kaufen, wenn ich nicht wüsste, wie gut Lesley Pearse schreibt. Ich kann euch wirklich nur empfehlen ihre Bücher mal auszuprobieren. Sie sind so dramatisch, tiefgründig, gut recherchiert und packend. Selten schafft es ein Buch, mich zu Tränen zu rühren.

Danach las ich an einem Tag „Das Café am Rande der Welt.“ Ich verstehe jetzt absolut den Hype um diese Geschichte. Die Botschaften sind eigentlich so simple und offensichtlich, doch trotzdem kommt man im Alltag von selbst nicht drauf. Ich finde das Ende zwar etwas blauäugig, denn ich bin immer noch der Meinung, dass sich manche Weisheiten eben nicht ganz so einfach wie dargestellt umsetzten lassen, aber zumindest sollte man sich immer wieder ein paar Sätze ins Gedächtnis rufen. Ich glaube fest daran, dass das unser Leben stark verändern könnte.

Momentan lese ich „Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe“. Ich bin wirklich schon ewig auf der Suche nach einem guten Buch über Coco Chanel. Ich habe gefühlt die meisten Bücher über sie schon gelesen, aber nur wenige fand ich wirklich gut. Die meisten blieben mir zu oberflächlich oder waren zäh und ohne Leidenschaft geschrieben. Wenn jemand aber ein gutes Buch über das Haus Chanel kennt, dann schreibt mir bitte! Ich bin weiterhin auf der Suche.

IMG_0033

Hose – H&M

Pullover – Shein

Mantel – TK Maxx

Schuhe – Deichmann

Fotos: Tom Herold ( click here )

Ich wär so gern wie Du – Wie die Influencer-Szene meine Wahrnehmung von Schönheit manipuliert

Pinterest, Instagram und seit ein paar Tagen Vero: Ich scrolle durch den Feed und sehe ein schönes Mädchen nach dem anderen. Schlank, fast schon filigran, lange Haare, volle Lippen, auffallende Augenbrauen. Das ist Schönheit. So will ich sein.

IMG_9383

Am nächsten Morgen schaue ich in den Spiegel. Ich creme mich ein, bürste mir die Haare und finde mich schön. Ich drehe mich, lege mir die Haare über die Schulter und bin zufrieden. Doch dann fallen mir die ganzen, makellosen Bilder wieder ein. „Nein, ich kann gar nicht schön sein“, sage ich mir. Denn ich sehe nicht so aus, wie die Mädchen auf den Fotos, die ich Tag für Tag konsumiere, meine Lippen sind weder besonders voll, noch sind meine Augenbrauen markant. Meine Figur ist höchstens schlang, aber nicht dünn. Meine Nase ist nicht stupsig und statt 1.80 m messe ich nur 1.72m. Dann kann ich doch gar nicht schön sein, oder?

IMG_9395

Ich muss zugeben: Das klingt merkwürdig, wenn ich mir meine Zeilen noch einmal durchlese. Aber ich würde so weit gehen und behaupten, dass es vielen anderen Frauen und Mädchen da draußen genauso geht. Das Schönheitsideal, was derzeit immer und einfach überall gezeigt wird, ist so eindeutig und festgeschrieben, dass ich alles, was nur annähernd davon abweicht, nicht mehr als schön bezeichnen kann. Und das ist auch der Grund, warum junge Studentinnen während einer Freistunde schnell zum Doktor rennen und sich die Lippen aufspritzen lassen. Es ist ja nur ein kleiner Eingriff. Tut kaum weh, kostet auch nicht mehr viel. Andere greifen zu Permanent-Make-Up, damit die Augenbrauen auch immer auf den Punkt geschwungen sind. Und Schulmädchen schminken sich wie die Kardashians. Punkt 7:30 sitzen sie mit künstlichen Wimpern, Bronzer und Lidschatten in den Schulbänken.

IMG_9386

In der Stadt, auf dem Weg zur Arbeit laufen zwei junge Frauen an mir vorbei. Vielleicht 25. Eine kurvig, die andere zart, fast formlos. Die dünnere entspricht eindeutig mehr den Schönheitsideal, aber gefühlt jeder schaut ihrer kurvigen Freundin hinterher. Beide sind schön. Beide haben Geschmack. Ich erwische mich bei dem Gedanken, dass das Mädchen mit den schönen Kurven umwerfend aussieht, ich mich aber, wenn ich mich entscheiden müsste, lieber die Figur der Dünneren hätte. Nicht weil ich sie schöner finde, sondern, weil es dem gängigen Geschmack mehr entspricht. Spätestens da müsste mir auffallen: Hier läuft etwas schief.

IMG_9408

Überall reden Menschen über Body Positivity. Jeder findet es toll, gibt einen Daumen nach oben, aber kaum jemand fühlt es. Natürlich: Jeder kann schön sein: Egal ob dünn, dick, klein, groß, athletisch. Für mich jedoch klingt das alles wie ein große Lüge. Vor allem in Zeiten, in denen Frauen mit Kleidergröße 38 als Curvy Models gelten. Schaut man sich die erfolgreichsten Influencer an, so sieht man, dass durch die Bank weg alle, sehr, sehr schmal sind. Von den vollen Lippen, dem wallenden Haar und den gleichen Taschen, rede ich hier schon gar nicht mehr.

IMG_9405

Doch dieses Denken ist nicht normal, oder? Wurden wir in der Geschichte jemals so sehr in ein Schönheitsideal gelenkt, wie heutzutage? Und waren die Anforderungen an Schönheit jemals so schwer zu erreichen?

IMG_9409

Wenn wir davon reden, dass alle Körper gleich schön sind, warum sehe ich dann in den Medien immer nur wieder den selben Typ? Ich glaube, die Gesellschaft und vor allem die Frauen wünschen sich einen Wandel in Sachen Schönheit. Aber die Wahrheit ist: Die Welt ist noch nicht so weit. Ich würde es mir wünschen, dass demnächst wirklich viele verschiedene Typen als schön bezeichnet und auch so dargestellt werden können. Und dieser Wille ist auch definitiv bei Anderen da. Und das ist immerhin schon ein Anfang. Ein Schritt in die richtige Richtung. Aber das ist es eben: Wir sind im ersten Schritt stecken geblieben. Jetzt müssen wir endlich weitermachen. 

IMG_9385

Jeans – Orsay

Bluse und Bauchtasche – Primark

Schuhe – Deichmann

Uhr – Diesel

Nagellack – Sally Hansen

Fotos: Tom Herold ( click here )