Ich selbst

Was macht Dich aus? Eine oft gestellte Frage, nicht nur in Bewerbungsgesprächen. Und eigentlich will ich gleich den Mund aufmachen und reden. Doch: Irgendwie kommt nichts raus. Was ist es denn nun? Was macht mich aus?

Früher, als Teenager, fragte ich mich oft, was mich besonders macht. Erst dachte ich, es sind die dunklen Haare, bis mir auffiel, dass nicht nur ich, sondern viele andere ein bisschen Schneewittchen sind. Dann dachte ich, es sei meine Liebe zur Literatur. Aber wer liebt keine guten Geschichten?

Ich fühlte mich durchschnittlich. Stinknormal. Ohne nennenswerte Merkmale. Aber das war Quatsch. Das weiß ich heute. Denn keiner ist wie der andere. Es gibt keine Schubladen. Jeder Mensch ist einzigartig. Das musste ich halt nur erkennen.

Niemand ist so wie ich.

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Manchmal glaube ich, dass ich alle Stadien schon hinter mir habe: Ich wollte anders sein, habe mich dann später angepasst, war mal laut mal leise und dann: Ich selbst. Aber das erst seit einer kleinen Zeit.

Vor ein paar Tagen sagte mir jemand: „Isabel, du bist erst in der letzten Zeit richtig erblüht.“ Und ich denke diese Person hat recht. Ich schaue mich um und sehe junge Mädchen, die alle gleich reden, ähnliche Sachen tragen und dann für einen kurzen Moment, wenn niemand hinsieht, verunsichert nach unten schauen. Aus dem Konzept gebracht. Was falsches gesagt. Aber egal: Schnell wird der gar nicht mehr so unbekannte Insider herausgeholt und die Freundinnen lachen wieder. Bloß nicht aus der Reihe tanzen.

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Ich frage mich: War ich auch so? Bin ich es vielleicht sogar noch? Halb und halb. Manchmal halte ich den Mund, obwohl ich etwas zu sagen habe. Das ist vielleicht sicherer. Bequemer. Im Nachhinein ärgere ich mich. Denn ich hatte doch eine Botschaft! Ein anderes Mal reiße ich den Mund auf und wünschte, ich hätte es doch nicht getan. Was jetzt wohl die anderen denken?

Aber alles in allem stehe ich zu mir. Ich frage mich nicht mehr ständig, was mich ausmacht. Ich weiß es auch gar nicht so genau. Kann ich gut zuhören? Trösten? Weiß ich immer über alles Bescheid? Bin ich besonders ehrgeizig? Eigentlich ja schon, aber auch mehr als die Anderen?

Ich bin zwar erst 20, aber ich denke, ich spüre langsam einen Reifeprozess. Ich bin kein Teenager mehr, aber auch noch lange keine Erwachsene. Schwebe. Dazwischen. Aber ich lege ganz vorsichtig kleine Unsicherheiten ab und fange an, mich mehr und mehr zu lieben. Es ist doch egal, was mich von anderen abhebt. Was mich ausmacht. Ich war alles schon einmal: Ich war mal laut, mal leise, mal habe ich mich angepasst und das Jahr darauf wollte anders sein. Aber ist das alles nicht egal? Bin ich nicht so toll, wie ich bin? Ich bin doch auch ohne Definition eine Persönlichkeit. Vielseitig. Wie soll man die vielen Facetten eines jeden zusammenfassen?

Vielleicht wollen wir auch nicht immer der oder die Gleiche sein? Wieso nicht mal ausbrechen. Nicht festlegen. Heute haue ich auf den Tisch, morgen gehe ich es ruhig an. Nächste Woche schwimme ich in der Masse und später tanze ich aus ihr heraus.

Das sind wir. Einzigartig. Passen in keine Schublade.

Also sprengen wir sie doch. Die Vorstellung von uns selbst und von anderen. Sie wird doch eh eines Tages über Bord geworfen.

Einfach so.

Denn vielleicht ist es das, was uns eigentlich ausmacht. 

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Fotos: Pottygraphie

Bücher meines Lebens #1

„Doch wenn der Weg, der nun vor ihr lag, auch schmal war – sie wusste, dass Blumen an seinem Rand blühten. Die Freuden ernsthafter Arbeit und guter Freundschaft winkten ihr. Nichts konnte Anne ihre angeborene Fantasie, ihre Welt voller Träume streitig machen. Und schließlich war da immer noch die Biegung in der Straße… „

Wir lesen Bücher. Verschlingen sie. Manchmal fluchen wir auch. Nicht immer einverstanden. Wir inhalieren den Duft von bedrucktem Papier. Stellen die Bücher fein säuberlich geordnet in unser Regal. Manche lassen sie auch unachtsam in einer Ecke liegen. Ein Leser lebt tausende Leben, bevor er stirbt. Wie viele habt ihr bisher gelebt?

Manchmal frage ich mich: Was wäre, wenn nicht Menschen sich die Bücher, sondern die Bücher sich die Menschen aussuchen könnten? Wem würden sie wählen?

Bücher sind mir wichtig. Wichtiger als Schmuck, Schuhe oder Taschen. Ich liebe sie und ich pflege sie. Keine Leserillen, keine Knicke, keine schiefen Buchrücken. Dafür viele Klebezettel und Markierungen mit Bleistift. Schöne Sätze müssen festgehalten werden. Griffbereit sein.

Aber ich gebe auch zu: Manche Bücher würde ich am liebsten wieder zuschlagen. Andere will ich nie enden lassen. Und manche vergesse ich nach einer Weile wieder.

Aber dann gibt es immer wieder die Bücher, die mich nicht loslassen. Nie. Nie, nie wieder. Sie begleiten mich. Ein Leben lang.

Ich weiß gar nicht mehr so genau, wann sich das Buch „Anne auf Green Gables“ zu mir gesellte. Wann es sich wie ein treuer Wegbegleiter bei mir unterhakte und beschloss, bei mir zu bleiben. Ich war auf jeden Fall noch sehr klein. Ich konnte noch nicht lesen. Aber jeden Tag schaute ich die Anime-Serie „Anne mit den roten Haaren“. Da war dieses Mädchen, das es offensichtlich nicht immer leicht hatte. Aber mit ihrer Fantasie schaffte sie alle Hürden im Leben. Ihre Vorstellungskraft rettete sie.

Auf einmal war da jemand, mit dem ich mich identifizieren konnte. Der mir sehr nah war. Auch ich habe immer wieder den Satz gehört „du hast viel zu viel Fantasie, Isabel“, aber auf einmal vergaß ich den tadelnden Unterton und war stolz darauf. Ich war vielleicht ein bisschen so, wie Anne.

In dieser Zeit beschloss ich, zu schreiben. Geschichten, Tagebuch, egal was. Einfach nie aufhören. Ein Wort an das andere. Immer und immer wieder.

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Die eigentlichen Bücher von Lucy Maud Montgomery las ich erst sehr viel später, kurz vor dem Abi. Ich weiß noch, dass ich ganze Nächte wach blieb und komplette Bände auf einmal verschlang. Genau in der Zeit, in der ich mich manchmal so verloren und unsicher fühlte, war Anne wieder auf meiner Seite. Sie machte das gleiche durch, wie ich: Verließ ihre geliebte Heimat, Freunde und Familie…um wiederzukommen. Anne fasste meine Ängste in Worte. Und traf sie dabei jedes Mal auf den Punkt.

Die „Anne-auf-Green-Gables-Bücher“ sind für mich etwas ganz besonderes. Magisches. Für Kinderbücher sind sie unglaublich tiefgründig. Lucy Maud Montgomery schreckte in ihren Büchern auch nicht vor harten Themen, wie Tod, Geldnot, Fehlgeburten oder Liebeskummer zurück. Das finde ich beachtenswert.

Immer wieder ertappe ich mich dabei, wie ich mich frage: „Was würde Anne jetzt tun? Wie würde Anne die bunten Blätter finden? Wie würde sie sich Mut machen? Wie würde sie handeln?“ Und auch die Menschen um mich herum, scheinen manchmal aus den Anne-Büchern entsprungen zu sein. Da gibt es einen Gilbert, einen Matthew, eine Diana oder eine Ruby.

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Die Autorin Lucy Maud Montgomery hatte ein ähnliches Schicksal wie Anne. Als Halbwaise wuchs sie bei ihren Großeltern auf, war sehr gut in der Schule und absolvierte ihr Studium in nur einem, statt zwei Jahren. Genau, wie die rothaarige Heldin ihrer Bücher.

Ich glaube, genau das ist es, was Anne auf Green Gables so fantastisch macht: Trotz, dass die fantasievollen Geschichten für Kinder geschrieben sind, sind sie so heftig nah an der Realität, dass es manchmal schon weh tut. Trotzdem sieht Anne immer das Gute in den Menschen und der Welt. Und das ist es, was wir alle von Anne lernen können:

„Tomorrow is a new day, with no mistakes in it yet.“

Egal, welche Streiche uns das Leben spielt: Wir können immer wieder neu anfangen. Wir können uns verbessern und die Welt tut es auch. Jeder Tag ist ein Geschenk, manche sind nur einfach nicht verpackt. Der Himmel ist vielleicht grau, aber die Blätter an den Bäumen strahlen heute besonders bunt. Es regnet fürchterlich, aber dafür knistert der Kamin im Haus so herrlich.

Nur weniges ist wirklich schlimm. Oft sind wir es einfach, die die Welt schwarz malen. Obwohl es immer wieder schönes zu entdecken gibt.

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Kolumne: Gedanken über…Das Ticken der Uhr

Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich in der Uni, versuche die Zeit zwischen zwei Studien zu füllen und nippe an meiner heißen Schokolade. Ich blicke auf die Zahlen, die mir in der rechten Seite meines Computers angezeigt werden. 17.10.2017. Es ist Oktober. Nicht nur das. Nächste Woche ist es schon Ende Oktober. Und irgendwie kann ich das nicht fassen. Ich dachte, ich sage diese Worte erst, wenn ich über 30 bin. Aber die Zeit rennt. Sie fliegt vorbei. War es nicht gerade noch Sommer? Habe ich nicht eben die letzten Klausuren hinter mich gebracht? Schrieb ich nicht gestern noch in mein Tagebuch, was ich mir für das Jahr 2017 wünsche? Das Jahr neigt sich dem Ende und irgendwie fühle ich mich noch nicht bereit genug. Meine Vorsätze sind gar nicht, oder nur halb erfüllt. Ich habe noch keine Pläne für Weihnachtsgeschenke oder Silvester-Locations und in das neue Semester muss ich auch erst noch so richtig reinrutschen. Aber ich kann mir nichts vormachen. Ich höre das Ticken. Die Zeit rennt.

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Noch in der Schulzeit kam mir ein Jahr unendlich lang vor. Ich zählte die Tage bis zu den Ferien und freute mich, endlich noch eine Stufe auf der Leiter des Lebens erklommen zu haben. Auch jetzt weiß ich, dass ich noch blutjung, naiv und unerfahren bin. Aber manchmal packen mich Zweifel. Gleichaltrige sammeln ein Praktikum nach dem anderen in ihrem Lebenslauf, ziehen Seminare und Vorlesungen vor, um vielleicht sogar noch ein Stückchen schneller zu sein, als andere. Auch ich mache das. Aber mittlerweile frage ich mich: Muss das sein? Ist das richtig?

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Als ich jemandem mein Herz ausschüttete, blickte er mich an und sagte: „Ihr jungen Leute macht euch immer und über alles zu viel Sorgen.“ Stimmt das? Ich denke, zumindest auf mich trifft das zu. Dieser Mann hat ins Schwarze getroffen.

Zwei Vorlesungen vorgezogen. Aber wäre nicht vielleicht noch eine dritte möglich gewesen? Sieben Klausuren und vier Hausarbeiten in einem Semester. Das schaffe ich, eigentlich wünsche ich mir aber eine Pause. Doch aufschieben kommt nicht in Frage.

Eines meiner größten Vorsätze für das Jahr 2017 war: Entspanne dich! Finde Raum für Auszeiten. Werde lockerer und ruhiger.

Tatsächlich: Ich wünsche mir mehr Auszeiten. Uni, arbeiten, Freunde und Familie, Musikschule, andere Arbeit und ich. In einer Woche. Und die ersten Adventskalender hängen auch schon in den Läden. Dabei fällt mir ein, dass ich Sport machen möchte, mich gesund ernähren soll, Geschenke planen und mich dann auch noch AUSRUHEN muss. Schwer oder unmöglich?

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Ich bewundere tiefenentspannte Menschen. In sich ruhend. Sich nicht mit anderen vergleichen. Ich will mich auch nur auf mich konzentrieren und nicht dauernd kontrollieren, wie schnell die anderen sind. Ich will gern alles nach meinen Kräften schaffen.

Manchmal frage ich mich, ob ich das alles mache, weil ich es so will, oder ob ich mir nur etwas vormache. Will ich immer schneller und besser sein, oder mache ich es aus dem Gefühl heraus, dass es mittlerweile von uns jungen Leuten verlangt wird?

Muss denn wirklich jede Chance ergriffen werden? Oder ist es auch mal ok, etwas zu verpassen?

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Ich möchte gelassener werden. Das ist mein großes Ziel. Eigentlich ein Ziel mit Deadline: Bis 2018 wollte ich ruhiger werden. Aber reicht ein Jahr dafür aus? Oder ist es vielmehr eine Lebensaufgabe? Kann ich riesige Sprünge machen, oder reicht es auch, kleine Brötchen zu backen?

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Ich erlaube mir Zeit. Und vielleicht ist das der richtige Anfang. Zeit um Gelassenheit zu finden. Ich kann nicht von mir verlangen, innerhalb eines Jahres tiefenentspannt zu werden. Im Gegenteil: Dieses Vorhaben spiegelt mein jetziges Ich wieder. Alles muss so schnell wie möglich und so perfekt wie möglich erreicht werden. Aber so geht es nun mal nicht. Eine Deadline bedeutet den Tod für meine Ruhe. Ich brauche Zeit. Auch, wenn ich das Ticken höre. Vielleicht kann ich es das ein oder andere Mal ausblenden. Und genießen.

Natürlich: Es ist schon Herbst, das Jahr ist alt. Aber statt mich über unerreichte Ziele zu ärgern, freue ich mich über bunte Blätter, frühzeitige Lebkuchen, heiße Milch mit Honig und Geschenkeshoppen.

Das ist mein Anfang. Mein kleiner, feiner Anfang. Genießen lernen. Ganz vorsichtig.

Denn ich bin doch ein Winterkind.

Wäre doch viel zu schade, mir diese Zeit zu vermiesen.

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Pullover – Olymp & Hades

Hose, Mantel – H&M

Ohrringe- C&A

Das Karussell

Ab und zu fahre ich gern Karussell. Ich setze mich auf eins der Pferde, wirbel herum und vergesse Raum und Zeit. Ich sehe zu, wie die Figuren erst noch ganz deutlich zusehen sind, um später dann vor meinen Augen zu verschwimmen. Bis ich nur noch bunte Schleier sehe.

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Mit einem Dach und seinem Schatten dreht
sich eine kleine Weile der Bestand
von bunten Pferden, alle aus dem Land,
das lange zögert, eh es untergeht.

Aber die kleine Isabel, blieb lieber vor dem Karussell stehen. Ich sah den lachenden Kindern zu, beobachtete ihre Gesichter, lauschte der Jahrmarktsmusik. Ich stand lieber abseits, aß meine Zuckerwatte. Und speicherte all die Eindrücke ab.

Später mochte ich den Rummel nicht so sehr. Es war mir zu viel los. Zu viel Trubel, zu viele Menschen, zu viele Geräusche, zu viel So-Tun-Als-Ob. Lieber blieb ich wieder still am Rand sitzen, mit meiner Zuckerwatte in der Hand.

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Gleichaltrige lachten nur gelangweilt über die bunten Pferde, die Löwen, und den Elefanten. Winkten abschätzig mit der Hand und gingen zu schnelleren, moderneren Fahrschulen. Doch dann und wann blieb ich sitzen. Vor dem Karussell. Und beobachtete. Dieses mal keine Zuckerwatte in der Hand.

Sogar ein Hirsch ist da, ganz wie im Wald,
nur dass er einen Sattel trägt und drüber
ein kleines blaues Mädchen aufgeschnallt.

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Obwohl ich lieber sitzen blieb und beobachtete, fühlte ich mich nie ausgeschlossen. Mir war nicht langweilig, ich vermisste nichts. Ich war inmitten von Menschen und doch allein. Irgendwie aber auch nicht. Denn dann und wann, kam ein kleiner Elefant an mir vorbei. Und oft hatte ich das Gefühl, dass ich dieser weiße Elefant war. Ein Exot? Anders als die Anderen. Die Anderen verschwammen, wie die Pferde und Löwen in der Masse. Ich konnte sie einzeln nicht mehr ausmachen. Sie existierten nur noch in der Gruppe. Hatten keine Identität.

Ich saß vielleicht am Rand, aber ab und zu mit einer Zuckerwatte in der Hand. Ich ließ meine Fantasie fließen, beobachtete Menschen, sammelte Geschichten in meinem Kopf. Und heute wurde aus diesen vermeintlichen Makel, meine vielleicht größte Stärke. Ich habe mich nie verbogen, ich blieb der weiße Elefant. Ein Exot. Aber kein Außenseiter mehr.

Sitzt ihr auch gern am Rande oder seid ihr lieber im Getümmel?

Seid ihr ein Löwe oder ein Elefant?

Oberteil – Bohoo

Hose – Fussl

Ring – via Wish

Kette – Tiffany and Co

Ohrringe – C&A

Ausschnitte aus „Das Karussell“ – Rainer Maria Rilke 

Ein ganz normales Herbstoutfit

Ich lasse mich gerne inspirieren. Wirklich gern. Ich liebe Pinterest, Instagram, Streetstyles, Modemagazine, gute Bücher – kurzum: Einfach alles, was meinem Kopf und meine Kreativität füttern kann. Ich probiere gern etwas neues aus, modisch, wie auch literarisch. Ja sogar in meiner Ernährung bin ich experimentierfreudiger geworden. Doch in letzter Zeit merke ich, dass mich auch das Normale, das Ungewöhnliche begeistert.

Es tut mir leid, doch dies ist nur ein ganz normales, unauffälliges Herbstoutfit.

Wo ich früher noch für außergewöhnliche, glitzernde Outfits schwärmte, bleibe ich jetzt immer häufiger an simplen Looks hängen. Back to the Basics. Nicht selten frage ich mich: Was macht dieses Outfit so toll? Wie kann sie darin nur  so gut aussehen? Sie hat doch nichts weiter an, als einen unifarbenen Pulli, Jeans und eine Winterjacke. Keine herausragenden Stücke.

Ich glaube, das besondere an diesen Outfits, ist die Harmonie. Natürlich, es mag nichts besonderes sein, aber es passt einfach zusammen. Keine Farbe, kein Schnitt, kein Gar-Nichts lenkt ab. Man ist gut angezogen, aber reduziert. Man wirkt für sich, wird nur dezent unterstützt.

Und natürlich, nicht zu vergessen: Diese Gelassenheit! Vielleicht sieht man einem an, dass man heute nicht Stunden vor dem Kleiderschrank stand. Das tut aber nichts zur Sache. Man sieht eben trotzdem gut aus. Lässig. Entspannt. Heute müssen wir mal nicht glitzern, heute gehen wir es gelassen an. Gebt mir einen Schal, einen Kaffee und der Tag kann beginnen. Auch ohne Absätze, It-Pieces und MakeUp.

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Regenmantel – Zara

Pullover – New Yorker

Jeans – Cheap Monday

Tasche – Love Moschino

Baker Boy Cap – Asos

Ohrringe – H&M

Schuhe – Deichmann

Gürtel – Michael Kors

September: Outfit Review + Life Update

Ich weiß gar nicht genau, wo ich anfangen und einen Punkt setzten soll. Es ist so viel passiert. Es war so viel los. Der September konnte mich sonst nie wirklich packen. In der Vergangenheit hat er mich nur regelmäßig genervt und verwirrt. Sommer oder Herbst? Schule oder Ferien? Jacke oder Shirt? Aber dieses mal hat er es geschafft, mein Lieblings-Hass-Monat. Er hat mich von sich überzeugt. September – du warst grandios!

Ich denke, so viel brauche ich gar nicht zu erzählen. Ihr ward ja immer ganz nah mit dabei. Ich habe im September so viel gebloggt, wie vielleicht noch nie. Und soll ich euch was sagen? Ich habe es genossen! Ich bin momentan voller Ideen und würde am liebsten nur noch Fotos schießen und schreiben. Die letzten Wochen zeigten mir, dass ich nicht mehr ohne „The Italian Bazaar“ könnte. Das hier ist mein Baby, mein Hobby. Eine Woche ohne Blog ist mittlerweile wirklich schwer. Deshalb konnte ich auch im Urlaub nicht verzichten.

Auch Outfit-technisch habe ich mich richtig ausgelebt. Ich habe das Gefühl, dass ich langsam immer mehr zu mir finde und mir zusehends weniger Gedanken über die anderen mache. Was mir gefällt das trage ich! Pasta. Und das fühlt sich wirklich gut an. Wie ein Befreiungsschlag.

Hier also noch einmal rückblickend die Looks des Monats:

Eiffelturm

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Saint-Germain-des-Prés

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Bastille

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Café de Flore

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Jardin du Luxembourg

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Very first Autumn Outfit

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Tale as old as Time

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Gelesen

…habe ich den letzten Monat wirklich eine Menge. Trotz, dass ich so ziemlich immer auf Achse war, schaffte ich es ganze vier Bücher zu lesen. Und dabei bemerkte ich wieder einmal, wie unglaublich wichtig das Lesen für mich ist. Gerade jetzt, da das Wetter schlechter wird, habe ich richtig Lust auf kuschelige Momente mit Buch, einer Tasse Tee und einem Feuer im Kamin. Aus diesem Grund habe ich auch meine neue Serie „Bücher meines Lebens“ gestartet. Denn manche Bücher begleiten mich auch nach der letzten gelesenen Seite weiter.

Diesen Monat gelesen:

  • Über uns der Himmel, unter uns das Meer (Jojo Moyes) – 4 von 5 Sternen
  • Das Blut der Lilie (Jennifer Donnelly) – 3,5 von 5 Sternen
  • Palast der Finsternis (Stefan Bachmann) – 2,5 von 5 Sternen
  • Beauty and the Beast: Belle’s Library – 5 von 5 Sternen

Gedacht

Warum setzte ich mich selbst so unter Druck? Mache mich so verrückt? Auch diesen Monat ließ mich das Thema „Schönheit“ nicht in Ruh. Ich hatte gute und schlechte Tage. Doch als ich auf einen Artikel auf Facebook ( click here ) stieß, begann ich ( wieder einmal) umzudenken. Frankreich kennzeichnet ab Oktober alle Fotos, die durch Photoshop retuschiert wurden. Natürlich weiß man, dass jedes Modefoto einigen Schönheitskorrekturen unterzogen wurde und, dass die großen Models dieser Welt auch ihre Makel haben. Doch oft schiebt sich dieses Wissen beim Anblick der traumhaften Bilder in den Hintergrund.

Geplant

Etwas Ruhe. Die letzten Monate waren turbulent, aufregend und wunderschön. Aber so richtig ausgeruht fühle ich mich nach den Semesterferien nicht. Selbst im Urlaub habe ich noch an meinen vier Hausarbeiten geschrieben. Ein Termin jagte den nächsten und die paar Tage Faulenzen kann ich vielleicht sogar an nur einer Hand abzählen. Ich möchte versuchen, die Herbst- und Wintermonate so gemütlich und entspannt wie möglich anzugehen. Stressabbau steht auf dem Programm. Ich fange mit Yoga an und möchte auch ansonsten versuchen ruhiger und gelassener zu werden. Mal sehen, ob was Vorhaben gelingt.

Gefragt

Brauche ich das noch, oder kann das weg? Ich versuche in letzter Zeit immer mehr Sachen auszusortieren. Länger als ein Jahr nicht mehr getragen? Dann weg damit!

Gefreut

…habe ich mich über einen wirklich schönen Mädelsnachmittag in Dresden. Tiefsinnige Gespräche, Lachen, Essen, Shopping. Wie wichtig sind doch solche Auszeiten. Wie wichtig sind doch Freundschaften. Toll!