Kolumne: Gedanken über…Die Klausrenphase

Ich gehe gern in die Uni. Ehrlich. Mein Studium macht mir wirklich Spaß, auch wenn ich hin und wieder von einigen Fächern genervt bin. Aber das ist ok, das ist überall so, da muss ich durch.

Gerade allerdings, kann ich mich nicht so richtig mit der Uni anfreunden. Denn: Die Prüfungsperiode steht an. Erste Hausarbeiten sind schon geschrieben und gestern hatte ich sogar meine erste Klausur.

Ich liebe das Gefühl, meine geschriebene Arbeit abzugeben. Ich genieße es, aus der Uni zu gehen, sich mit anderen über die Aufgaben auszutauschen und mal einen Tag entspannen zu können. Bis man sich auf die nächste Klausur vorbereitet. Und das ist der Teil, den ich weniger mag. Denn…

Ich hasse Prüfungen. Ich setzte mich immer viel zu sehr unter Druck. Während alle ganz entspannt an die ganze Sache herangehen, lasse ich mich verunsichern, fühle mich schlecht und kann noch so viel lernen: Ich fühle mich unvorbereitet.

Letztes Semester saß ich mehr als einen ganzen Monat fast nur hinter den Büchern. Hatte kaum etwas anderes gemacht. Das Ergebnis: Die Nerven lagen blank, ich konnte nicht schlafen, war fix und fertig. Und am Ende waren die Klausuren halb so schlimm…

Ich hätte auch gern diese Gelassenheit. Dieses „es wird schon werden“. Aber ich habe es nun mal nicht. Ich kann das nicht. Schon in der Schule war ich immer viel zu aufgeregt und gestresst. Wie kann man das abschalten? Wie werde ich lockerer?

An dieser Stelle muss ich aber auch Kritik äußern. Schon in der Schule lernen wir statisch alles auswendig. Das konnte ich ganz gut, ich hatte stets gute Noten, war mit meinem Abi total zufrieden. Aber das Lernen machte keinen Spaß. Und an der Uni ging es so weiter. Nur schlimmer. Aus 20 Seiten wurden 300 – 400 für eine Klausur. Wieder: Auswendiglernen. In den Kopf hämmern und dann fliegt es wieder heraus. Deshalb bin ich auch der Meinung, dass Noten nichts über die Intelligenz eines Menschen aussagen. Ich kenne Leute, die so viel Wissen in sich tragen, in der Schule und Uni aber gerade so durchkommen. Auf der anderen Seite kenne ich auch Personen, deren Notenspiegel strahlt, die aber ansonsten nichts auf den Kasten haben. Und vor allem im Sozialen total versagen.

Kennt ihr es, wenn ihr eure Einkäufe aus dem Auto ins Haus tragen wollt, aber zu faul seid, zweimal zu gehen? Ihr ladet euch alles auf, könnt kaum normal gehen, ohne die Angst zu haben, etwas zu verlieren. So geht es mir beim Lernen. Ehrgeizig stopfe ich mein Gehirn mit Informationen zu, habe aber fast schon wieder Angst, dass mir etwas entfällt. Weil der Kopf einfach zu voll ist. Und stellt euch jetzt nochmal vor, dass ihr nicht nur für eine Klausur lernen müsst, sondern für mehrere gleichzeitig.

Zwei Klausen habe ich Anfang, die anderen vier hintereinanderweg Ende Juli. das wird hart.

Während des Lernprozesses durchlebe ich ein wahres Karussell an Gefühlen. Mal bin ich hoch motiviert, stolz auf mich, meinen Ehrgeiz, mein Durchhaltevermögen. Mal spiele ich meine Leistungen herunter, möchte noch schneller, noch effizienter und noch mehr arbeiten. Und ein anderes Mal geht nichts in meinen Kopf hinein. Was ich sonst in einer Stunde schaffe, bekomme ich an solchen Tagen nicht mal in drei Stunden hin.

Wie geht es euch so? Habt ihr Tipps und Tricks die Klausurenphase gelassener zu überstehen? Macht ihr vielleicht das selbe durch?

Ich denke, es ist immer noch wichtig sich zu belohnen. Mal hier eine Kleinigkeit, mal da ein toller Kaffee. Während des Lernens gönne ich mir wirklich viel. Zum Beispiel diese neuen Schuhe. Oder eine Sonnenbrille. Ich übertreibe nicht, aber mit guter Laune lernt es sich besser.

Bei mir heißt es zurzeit „bunt bunt bunt sind alle meine Farben“. Denn trotz der ganzen Arbeit soll der Sommer doch nicht nur aus Pauken bestehen. Oder? Was sagt ihr?

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Top – H&M

Shorts – Zara

Schuhe – Asos

Armreif – Michael Kors

Ohrringe & Kette – Tosh

Tasche – über Amazon

2 Gedanken zu “Kolumne: Gedanken über…Die Klausrenphase

  1. Jennifer schreibt:

    Hallo,
    ich kenne das Gefühl nur zu gut. Ich machte mich früher auch immer verrückt vor Prüfungen, obwohl meine Noten durchweg gut sind. Ich denke, dass man mit der Zeit so eine innere Gelassenheit bekommt. Irgendwann werden andere Dinge als Prüfungen einfach wichtiger und dann bekommt man auch den nötigen ‚inneren‘ Abstand zu den Ergebnisse bzw. weiß, dass sich an Ergebnissen zu messen nicht alles ist…
    VG Jennifer

    Liken

    • The Italian Bazaar schreibt:

      Oh ja das hoffe ich auch! Ich merke auch schon ein kleines bisschen, dass ich „ruhiger“ werde (wenn man das schon so nennen kann). Ich hoffe, dass es so weiter geht und ich irgendwann mal richtig ruhig an die ganze Sache rangehen kann.
      LG :* Isabel

      Gefällt 1 Person

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