July: Outfit Review

Es passierte nicht viel im Juli. Der Monat lässt sich mit nur einem Wort treffend zusammenfassen: Uni.

Ich schrieb an Hausarbeiten, lernte was das Zeug hält, war mal glücklich, mal am Boden. Von Himmel hoch jauchzend zu Tode betrübt.

Die Klausurenphase zehrt immer sehr an mir. Nicht nur seelisch, sondern auch körperlich. Ich hasse das Gefühl, nicht alles gegeben zu haben. Also verausgabe ich mich lieber, als mal einen Gang runterzuschalten. Geht nicht, gibts nicht! Aber mittlerweile arbeite ich daran, auch mal Pausen einzulegen. Für einen Spaziergang, eine Runde lesen, Fotos machen, Zeit mit den Lieben zu verbringen. Nur leider merke ich an meinem Körper, dass unterbewusst immer noch etwas an mir nagt. Ich fühle mich schlapp, habe Kopfschmerzen, bin tagsüber müde und nachts hellwach. Aber die Gute Nachricht: In einer Woche ist der ganze Spuk vorbei. Und dann heißt es erstmal: Dänemark und Schweden – Ich komme!

Im Monat August warten drei Länder auf mich und ich freue mich wie verrückt! Das ist meine Motivation, mein momentaner Lichtblick, wenn ich mal den Kopf hängen lasse.

Was mir derzeit aber auch wirklich hilft ist das Buch „Karl“. Ich habe es hier sicher schon an die drei- viermal erwähnt, könnte es aber aber noch hundert weitere Mal in die Kamera halten. Lagerfeld ist eine riesige Inspiration. Seine klugen Ansichten sind für mich zu Leitsprüchen geworden. Ich merke während des Lesens schon, wie ich mutiger und zuversichtlicher werde.

Fields of Gold

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Modediät

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PINK!

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Tatsächlich…Liebe

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Volants

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Life Update

Nachgedacht

…habe ich viel über mich selbst. Über Zufriedenheit. Schönheit. Selbstoptimierung.

Ich bin zufriedener und ruhiger geworden. Darüber habe ich schon oft geschrieben. Aber in letzter Zeit störte ich mich oft an meinem eigenem Spiegelbild. Ohne Grund. Ich weiß nicht warum. Die Zähne könnten heller sein, die Lippen voller. Ich möchte dies und ich möchte das. Konzentriere mich nur auf die Dinge, die ich nicht so mag. Dabei ist das Blödsinn. Das weiß ich. Aber manchmal will ich einfach mehr. Schöner sein. Perfekter sein. Dieser Gedanke ist schwierig und zermürbt mich manchmal. Aber am Ende weiß ich immer: Ich sollte glücklich sein. Ich bin schön so wie ich bin.

Gearbeitet

…quasi jede Minute. Ich stecke mitten in der Klausurenphase. Drei Prüfungen liegen schon hinter mir, genauso viele warten aber auch immer noch auf mich. Ich will mich durchkämpfen, ich will stark und diszipliniert sein. Aber manchmal steht mir mein eigener Ehrgeiz im Weg. Ich kann nicht früh um 5 den Wecker stellen und nachts totmüde ins Bett fallen. Irgendwann ist Schluss. Der Körper spielt nicht mehr mit. Also versuche ich jetzt Pausen einzulegen. Einen Tag durchziehen, einen Tag Ruhe. Ich hoffe, das funktioniert besser.

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Getragen

Im Juli hatte ich wieder viel Spaß mit meinem Kleiderschrank. Ich hab das Gefühl, dass ich immer mutiger werde und viele neue Sachen ausprobiere, was mir wirklich gut tut. Ich weiß langsam immer mehr, was ich will.

Eine ganz besondere Liebe, die geweckt wurde: Volants. Eine Mischung aus verspielt und elegant. Wunderschön!

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Gelesen

…habe ich die „Alsterufer-Saga“. Im Urlaub schlenderten wir über den Pfingst-Markt in Boltenhagen. An einen Bücherstand blieb ich stehen und kaufte spontan „Das Haus am Alsterufer“. Ich dachte gar nicht lange darüber nach und reichte dem Verkäufer das Geld. Ich liebe es im Urlaub Romane zu lesen, die genau im selben Land, vielleicht ja sogar in der selben Stadt spielen, in der ich mich gerade befinde.

Der erste Teil konnte mich unglaublich schnell fesseln. Die Autorin kann mit ihren bloßen Worten eine Märchenwelt schaffen. Leider zog sich der Folgeband, trotz der wenigen Seiten, in die länge. Die Protagonisten hatten an Glanz verloren, alte Geschichten wurden unnötigerweise wieder aufgerollt. Schade.

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Auf dem Nachttisch…

Liegt momentan „Karl“ von Paul Sahner. Thematisch will ich mich momentan schon auf Paris einstimmen und habe meinen SUB dementsprechend gefüllt. Dieses Buch ist quasi ein langes Interview von Karl Lagerfeld. Ich hab sehr hohe Erwartungen, denke aber nicht, dass diese enttäuscht werden. Schon auf den ersten Seiten glänzt Karl mit bissigen, aber hochintelligenten Kommentaren.

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Ausprobiert

Zurzeit teste ich verschiedene neue Bildbearbeitungsprogramme. Ich möchte, dass meine Fotos immer besser werden. Ganz besonders freue ich mich deswegen auch auf Paris. Wir werden unsere Kamera sicher immer dabei haben und halten die Augen offen, um schöne Kulissen zu finden.

 

 

Tatsächlich…Liebe

Es war in der 9. Klasse. In Ethik behandelten wir gerade das Thema „Liebe“. Kurz zuvor noch beschäftigten wir uns mit „Sterben“. Ich mochte Ethik schon immer, aber dieses Jahr ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Ich weiß noch, welche Angst ich hatte, mich mit dem Thema „Tod“ auseinanderzusetzen. Sterbehilfe, Mord, Freitod. Und danach Liebe. Was für ein Sprung. Oder auch nicht? Im Tode vereint? Lieben  und Sterben? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur noch, dass wir uns die Reihenfolge unserer Themen damals selbst heraussuchen durften. Also waren wir irgendwie selbst daran schuld.

Mit dem Thema „Tod“ setzten wir uns länger auseinander als mit „Liebe“. Schade eigentlich. Ich mag Liebe. Ich mag Romantik. Mir setzte die ganze Traurigkeit des Themas damals wirklich zu. Manchmal saß ich da und fühlte mich wie ohnmächtig. Ich war schon immer sensibel. Und manchmal….war das einfach zu viel. Nicht auszuhalten. Aber es war auch einprägsam. Das zeichnete und veränderte uns.

Unsere Lehrerin nahm nicht einfach nur den Stoff mit uns durch. Ihr ging es nicht um Noten. Sie wollte uns was fürs Leben lehren. Etwas mit auf den Weg geben. Sie wollte, dass wir denken. Und nicht, dass uns vorgedacht wird. Wir sollten wir selbst sein, Persönlichkeiten werden. Sie stutze uns nicht die Flügel, sie gab uns welche.

Ich weiß noch genau, wie sie damals lässig an ihren Tisch lehnte, uns anschaute. In der Hand baumelte eine DVD. Wir sahen „Tatsächlich…Liebe“ statt Bücher zu wälzen. „Weil man darin so viel über Liebe lernen kann.“

Jeder suchte sich eine der Geschichten heraus. Beobachtete. Analysierte. Begleitete die verschiedenen Beziehungen. Ich wählte Juliet, Peter und Mark. Die Liebe zwischen den Dreien hatte etwas tragisches. Aber auch etwas sehr liebevolles, niedliches. Sie war verletzlich. Ich mochte das. Juliet heiratet Peter. Doch dessen bester Freund Mark liebt die Braut. Ich verfiel der Musik, Marks Zuneigung, seiner aussichtslose Lage. Auf mein Blatt schrieb ich in dieser Stunde nicht viel. Ich war wie gebannt von der Geschichte. Und ich bin mir sicher: Das waren wir alle.

Niemand kann sich „Tatsächlich…Liebe“ entziehen. Der Zuschauer hat emotional gegen den Film keine Chance. Es ist aussichtslos. Man schmilzt dahin, wenn Colin Firth wie ein unsicherer Schuljunge in sich hineinlacht, wenn Liam Neeson nach dem Tod seiner Frau zusammenbricht und wenn Hugh Grant die Zuschauer mit seinem Silberblick anschaut.

„Wir sind überall von Liebe umgeben. Oft ist sie nicht besonders glanzvoll oder spektakulär. Aber sie ist immer da. Väter und Söhne, Mütter und Töchter, frisch Verliebte.“

Seit dieser Ethikstunde habe ich einen Lieblingsfilm. Lieblingscharaktere. Lieblingslieder. Und ich weiß mehr über das, was uns alle umgibt: Die Liebe.

Liebe kann Freundschaft, aber auch einfach nur eine Geste sein. Wenn ich jemanden vom Flughafen abhole, weil ich ihn so vermisst habe, dann ist das Liebe. Liebe ist echt, Liebe ist vollkommen, Liebe ist alles.

Ein paar Schulstunden später unterbrach ein Klopfen den Unterricht. Unsere Lehrerin öffnete die Tür…und strahlte. Ihr Mann stand da, brachte ihr etwas, dass sie vergessen hatte. Mit langsamen Schritt kam sie zurück in die Klasse, blieb stehen und lächelte uns stumm an. Und da sahen wir: Ja, liebe ist überall.  

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Oberteil, Cardigan – H&M

Shorts – Olymp&Hades

Schuhe – Deichmann

Uhr – Astron

Ring -Fiorelli

Ohrringe – C&A

Nagellack – Sally Hansen

Fotos: Tom Herold ( click here )

Die Bibliothek der Träume

Wisst ihr, von was ich schon immer träume? Von meiner eigenen Bibliothek. Ein ganzes Zimmer voller Bücher. In einen Altbau, die Räume hoch, ein Erker mit Kissen geschmückt. In alten, dunklen Holzregalen stehen alle meine Bücher. Die Wände sieht man kaum. Am Fenster steht ein wuchtiger Schreibtisch. Zettel und Notizbücher liegen verteilt.

Ich liebe Bücher. Ich liebe es zu lesen. Zu schreiben. Ich liebe Worte. Geschriebene mehr als Gesprochene. Worte haben Macht, Sie können uns verletzten, aber auch Leben retten. Sie können uns in andere Welten entführen, können uns die Liebe, aber auch Trauer vorgaukeln. Wörter können fast alles.

Sobald wir in der Schule die ersten Buchstaben gelehrt bekamen, begann ich zu schreiben. Seit der ersten Klasse schreibe ich Tagebuch. Ich könnte es mir gar nicht anders vorstellen. Worte heilen mich. Die Tinte saugt so manchen Kummer ein und bringt ihn dann auf’s Papier.

Mein Papa las schon immer unglaublich viel. Als kleines Mädchen schaute ich ihm dabei zu, war fasziniert, wie versunken er jedes Mal war. Im Kindergarten setzte ich mich dann hin und bastelte mir meine eigenen Bücher. Lektüre, die niemand hatte. Außer ich.

Als Belohnung für gute Noten, oder auch einfach nur, um mir eine Freude zu machen, ging meine Mama oft mit mir in das örtliche Buchgeschäft. Ich zelebrierte es, mir neue Geschichten auszusuchen.

Und auch heute liebe ich es zu lesen. Ich besitze über 200 Bücher. Alle davon mindestens einmal gelesen. Aus Platzgründen sortiere ich immer wieder aus, doch genauso schnell kommen neue Exemplare hinzu. Gerade jetzt, in der Klausurenphase merke ich, wie gut mir das Lesen tut. Nach einen Tag voller Lernen kuschel ich mich gern ein und lasse mich in Geschichten fallen. Da kann es schon mal sein, dass ich ein Buch in zwei bis drei Tagen durch habe.

Während des Lesens mache ich mir viele Notizen, streiche besonders schöne Passagen oder Sätze an. Ich träume von meinen Büchern, bin gefesselt, denke oft noch Tage danach über die Charaktere nach.

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Meine Lieblingsbücher:

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„Die Liebenden von Leningrad“

Tatjana liebt Alexander. Und Alexander liebt Tatjana. Doch Alexander ist mit Tatjanas Schwester liiert. So die Kurzfassung.

Die wunderschöne Liebesgeschichte spielt im heutigen St. Petersburg. Das Buch ließ mich weinen, erschauern und glücklich sein. Für mich stand nicht die Romanze der beiden im Vordergrund, sondern die Kriegswirren in Russland. Diese wurden schonungslos, fast schon barbarisch beschrieben.

„Honigtot“ und „Marlene“

Meine Mama schenkte mir die Bücher Weihnachten 2016. Während der letzten Prüfungsperiode verschlang ich beide Bände. Die Autorin hat Geschichte und Charaktere aufwendig recherchiert. Das merkt man in jeder Zeile.

„Anna Karenina“, „Die Leiden des jungen Werther“ und „Unterm Rad“

Meine liebsten Klassiker. Ich liebe dramatische Geschichten. An „Anna Karenina“ und „Unterm Rad“ fesselt mich die fast nüchterne, schlichte Art, mit der hier mit dem Tod umgegangen wird. An „Werthers Leiden“ liebe ich vor allem die Stimmung, das Setting und natürlich Werther.

Fotos: Tom Herold ( click here )

Kolumne: Gedanken über…Die weiße Weste

 

Es war am Freitag. Ich trug genau dieses Outfit. Vor der Uni hatte ich noch einen Termin. Ich stieg aus dem Auto aus, die Sonne schien. Ich setzte meine rosa Sonnenbrille auf. Ein Blick auf die Uhr, schnell noch am Kaffee genippt. Ich war zu früh dran. Hatte noch Zeit. Ich gönnte mir die zehn Minuten und setzte mich auf eine Bank, die Nase gen Sonne gestreckt. Ich wackelte mit meinen Füßen und freute mich über die neuen Schuhe. Pink mit Schleife. Genau meins. Ich mag rosa. Ich mag Schickschnack. Ich mag auch eine kleine Prise Kitsch.

Ein paar Minuten später begrüßte mich freundlich ein Mann. Und machte kurz darauf einen Scherz über mein Outfit. Das stört mich nicht. Sowas überhöre ich mittlerweile. Doch trotzdem fragte ich mich: Was ist falsch daran? Ich trage doch kein Kleid, keine High Heels. Ich trage Hosen und ein T-Shirt. Zwar in rosa, aber trotzdem leger. Nicht over the top.

Ein paar Stunden später sitze ich mit einer Freundin beim Mittagessen. Wir sprechen über Gott und die Welt. Auch über einen Jungen, der sich abfällig über ein paar Mädchen geäußert hat. ‚Er hat noch nie ein Wort mit mir gewechselt‘, schießt es mir durch den Kopf. ‚Naja, sagen wir es so: Du ziehst dich einfach schick an. Zu schick für seinen Geschmack‘ , meint meine Freundin. 

Kurz bin ich etwas verdutzt. Verständnislos, fühle mich unverstanden. Natürlich, es ist die Meinung einer einzigen Person, schnell und unbedacht dahingesagt. Ich könnte kurz mit dem Kopf schütteln und die Sache vergessen. Aber irgendwas bleibt da hängen. Irgendwie ärgert mich das Ganze. Ich kann stark sein, taff, ich habe mein Leben in den Händen. Ich bin nicht oberflächlich, nur weil ich mich gern schön mache. Dabei schminke ich mich kaum. Ich tobe mich nur in meiner Kleidung aus.

Niemand hat eine weiße Weste, auch ich nicht. Wir alle sagten schon unüberlegt Dinge, die wir später bereuten. Doch ich spreche in letzter Zeit sehr bewusst. Ich möchte nicht zu den Leuten gehören, die ich schon immer verachtete. Die Dinge hinten herum erzählen, statt ehrlich und offen zu sein. Die lästern, ohne einen Grund nennen zu können. Die Intrigen spinnen, um diese dann wie einen Kinofilm zu verfolgen. Ich wähle meine Worte bewusst, meine Handlungen auch. Natürlich passieren mir hin und wieder Fehler, aber ich verbessere mich. ich möchte, dass ich andere so behandle, wie ich möchte, dass mit mir umgegangen wird.

Und ich verstehe es auch nicht, wie dieser Junge so gedankenlos handeln konnte. Ich bin mir sicher, dass seine Worte kein großes Gewicht hatten. Er sprach hunderte Mädchen an, aber ich war nun mal eine davon. Und was habe ich falsch gemacht? Ich stimme mein Outfit jeden Morgen auf einander ab. Das war’s.

Ich gehe arbeiten, spare mein Geld, lerne viel für die Uni. Ich bin nicht nur Püppchen, ich bin auch stark. Und das sollten andere bedenken.

Niemand hat eine weiße Weste. Meine ist pink. Aber wir sollten nicht nur auf die Farbe schauen. Wir sollten den Menschen eine Chance geben. Sie aussprechen lassen.

Denn die, die andere aufgrund ihres Aussehens verurteilen, haben gewiss keine weiße Weste. Grau. Vielleicht sogar schwarz. Aber es ist nie zu spät, sich zu verbessern. Und ich bin mir sicher: Die Angefeindeten werden vergessen und verzeihen. Denn keine Weste ist weiß. Welche Farbe hat eure?

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Oberteil – H&M

Hose – Calzedonia

Tasche – Desigual

Ohrringe – C&A

Uhr – Astron

Fotos: Tom Herold ( click here )

Die Mode-Diät

Diät ist ein ekeliges Wort. Verzicht. Frust. Jeden Tag mit den falschen Fuß aufstehen. Und: Genau, wenn man es nicht darf, bekommt man Hunger. Heißhunger sogar. Auf verbotene Sachen. Und in meinem Fall sind diese Sachen sehr teuer.

Ich bin auf Mode-Diät. Eine Light-Version. Gekauft wird nur, was ich auch wirklich brauche. So zum Beispiel eine neue Uni-Tasche. Meine alte ist kaputt, Ersatz musste schnell her. Groß, robust:  Neben meinem Laptop müssen auch meine Ordner problemlos hineinpassen. Ansonsten sieht es shoppingtechnisch mau aus.

Ich hätte mir das ganze einfacher, aber auch schwieriger vorgestellt. Beim Onlineshopping wandern immer wieder herrliche Teile in den Warenkorb – um kurz darauf wieder gelöscht zu werden. Das Sparen an sich geht. Die ersten Wochen fielen jedoch schwer. Ich bin fast jeden Tag im absoluten Shoppingzentrum. Ob in der Mittagspause und während der Freistunde: Ich schlendere immer mal gern an den Schaufenstern vorbei. Und gerade jetzt, in meiner Sparphase, gibt es die schönsten Sachen in den Läden. Und ich kann kaum widerstehen. Jetzt, nach ein paar Wochen, lässt mich das aber sogar fast kalt. Nur morgens wird es kriminell. Mein Kleiderschrank langweilt mich. Gefühlt trage ich nur noch das gleiche (was natürlich nicht stimmt).

Es gibt aber auch positive Seiten: Das Kombinieren wird kniffeliger, macht aber auch mehr Spaß. Mich macht es stolz, wenn ich mir ein cooles Outfit aus alten Sachen basteln konnte.

Hier ein Beispiel: Die Leder-Shorts habe ich seit ungefähr einem Jahr. Damals habe ich sie der lieben Nina von Fashiioncarpet abgekauft. Der Pulli liegt seit letztem Herbst bei mir im Schrank. Die Tasche habe ich mir 2014 gebraucht gekauft und die Sonnenbrille schenkte mir Tom Anfang des Jahres. Für die Ohrringe stellte ich mir 2012 den Wecker: Anna dello Russo designte damals eine ausgefallene Kollektion für H&M. Die Teile werden jetzt für ordentlich Geld auf Ebay angeboten, also hab ich damals nichts falsch gemacht. Der Schlangenkopf erinnert mich an Cartier. Passt von daher vielleicht auch ganz gut nach Paris.

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Pullover – New Yorker

Leder-Shorts – Zara via fashiioncarpet

Tasche – MCM

Sonnenbrille – Guess

Ohrringe – Anna dello Russo for H&M

Schuhe – Valentino

Fotos: Tom Herold (click here)

Mein Jahrestag

Heute ist ein ganz besonderer Tag. Ein emotionaler. Aufregender. Ein Tag, an dem ich in Erinnerungen schwelge. Nachdenke. Und den ich vielleicht ein klein wenig feiern werde. Ein Meilenstein. Heute vor einem Jahr ging mein Blog online. 

Ich weiß noch genau, wie ich mich damals fühlte. Ich spielte schon lange, um nicht zu sagen ewig mit dem Gedanken, einen eigenen Blog zu gründen. Ich liebte Mode, wollte meine Outfits teilen. Aber auch meine Texte, Gedanken, Erfahrungen. Ich wollte euch auf Reisen mitnehmen. Ein kleines Projekt. Eine Art eigenes Magazin. Ich bin kreativer Kopf, Chef-Redakteur und Model in einem. Das sollte es sein. Das wünschte ich mir so sehr.

Aber ich konnte mich nicht gleich zu diesen großen Schritt durchringen. Ich hatte Zweifel. Wer will mich schon lesen? Was sollen nur die anderen denken? Für was halte ich mich? Ich bin ja kein Modeexperte. Wie schaff ich das? Wie stell ich das an? Wie kann ich die Leser mit immer neuen Fotos und Inhalten versorgen?

Irgendwann erzählte ich meinem Umfeld von meinem Traum. Und sie standen von Anfang an hinter mir und meiner Idee. Vor allem mein Freund Tom. Er ist es auch, der die meisten meiner Fotos macht und mir auch oft den ein oder anderen Denkanstoß für neue Texte gibt.

Die Idee stand also. Jetzt ging es an das nächste Projekt: Den richtigen Namen. Der war sogar schnell gefunden. The Italian Bazaar. Ich liebe Italien, vor allem Rom. Die Mode, das Essen, die Landschaft, die Sprache. Alles. Und ich muss sagen: Auch heute, ein Jahr später, bin ich immer noch sehr zufrieden mit meinem Titel.

Eigentlich hätte ich jetzt drauf los bloggen können. Aber dieser Schritt zog sich. Ich hatte immer noch etwas Angst und Selbstzweifel. Schob den ersten Eintrag immer länger vor mich her. Schrieb den Text tausendmal. Löschte ihn wieder. Bis mein erster Eintrag am 9. Juli 2016 online ging.

Das erste Outfit

Man könnte meinen, dass mein erster Outfit-Post lange vorab geplant wurde. Das stimmt aber nicht. Ganz spontan drückte ich meiner Mama an einen Sommerabend die Kamera in die Hand. Ich mag das Outfit immer noch sehr und überlege, ob ich es vielleicht noch einmal komplett neu interpretieren soll.

Ich kann mich noch genau an das Gefühl erinnern, als ich dieses Outfit trug. Ich fühlte mich pudelwohl in meiner Haut. Ich kam mir vor wie eine echte Fashionbloggerin. Selbstbewusst, stark, kreativ.

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Die erste Reise

BARCELONA!!!!!!

Einer meiner schönsten Reisen überhaupt! Und der erste Travel-Post auf The Italian Bazaar. Damals hatte ich noch nicht so gut vorgesorgt und nahm meinen Laptop nicht nach Spanien mit. Eine schlechte Entscheidung! Es kribbelte mir jeden Tag in den Fingern, bis ich umständlich am Handy meinen ersten Barcelona-Eintrag schrieb. Die Kamera kam jeden Tag mit. Barcelona ist ein Traum fürs Fotografieren! Mittlerweile merkte ich, dass ich immer in Bildern dachte. Wenn ich etwas schönes sehe, mag es ein Gebäude, ein Café oder eine Landschaft sein, stelle ich mir sofort vor, wie man es mit der Kamera umsetzen kann. Damals merkte ich auch, was für ein unglaubliches Glück ich habe, dass Tom mich beim Bloggen so unterstützt. Er fotografiert gern und ich lasse mich gern fotografieren 😉

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Weihnachten als Bogger

Weihnachten ist meine Zeit! Und wahrscheinlich auch meine produktivste. Im Winter gehen mir immer tausend Gedanken durch den Kopf. Mal bin ich sehr melancholisch, mal glücklich und selig. Im Winter reflektiere ich, werde dankbar, aber auch ehrfürchtig. Und letzte Jahrs, konnte ich endlich meine Gedanken ordnen und teilen. So zum Beispiel hier.

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Mein 20. Geburtstag

Geburtstage sind etwas komisches. Ich gehe meistens mit viel zu hohen Erwartungen an die Sache heran. Um dann meistens ein klein wenig enttäuscht zu werden. Aber dieses Jahr war das anders. Ich konnte mit vielen dunklen Etappen meiner Vergangenheit abschließen und merkte, vielleicht sogar zum ersten mal, dass ich frei bin. Frei und Stark! Ich hab mein Leben in der Hand, gestalte es endlich so, wie ich es will. Und zwar nur wie ich es will! Und das tat gut!

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Wien

Oh du schönes Wien! Mit dieser Reise erfüllte ich mir einen riesigen Kindheitstraum! Ich bin mit Sisi augewachsen, habe unzählige Biografien gelesen, Dokus und Filme gesehen. Wien – das ist die Traumstadt der kleinen Isabel.

Hohe Erwartungen, tiefer Fall. Aber nicht in Wien! Mit fällt es wirklich schwer meine Empfindungen in Worte zu fassen. Wien ist eine der schönsten Städte, die ich je gesehen habe. So herrschaftlich, elegant, modisch, freundlich, märchenhaft, abwechslungsreich!

Ich sah Schönbrunn, stand vor Sisis Sarg, aß im Café Sacher und trank heiße Schokolade im Central.

Das wohl größte Highlight jedoch kam zum Schluss: Unser spontanes Fotoshooting! Am Abreisetag ging es für uns in die Berge zum Shooten! Mit Hochzeitskleid und Anzug! Ich fühlte mich wie der größte Glückspilz auf Erden!

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Ein Ostsee-Traum

Unsere letzte Reise führte uns an die Ostsee. Genauer: Nach Boltenhagen.

Nach Boltenhagen zu kommen, ist ein klein wenig so, wie nachhause kommen. Uns zieht es immer wieder in das kleine Örtchen und es wird tatsächlich von Mal zu Mal schöner.

Perfekt zum Kräfte tanken für die anstehenden Prüfungen!

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Diese Posts kosteten am meisten Mut

Nicht immer fällt mir ein Blogpost leicht. Manchmal schreibe ich tagelang an bestimmten Texten, manche brauchen nur ein paar Minuten. Und bei anderen, muss ich mich durchringen, sie überhaupt zu posten. Aber am Ende zeigt sich: Es hat sich jedes Mal gelohnt!

Meine Lieblingslooks

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Bisheriges Blogger-Fazit

Es hat sich gelohnt! Es mag vielleicht übertrieben klingen, aber das Bloggen hat meinen Alltag völlig verändert! Ich gehe mit einen ganz anderen Blick durch die Welt. Immer auf der Suche nach neuen Gedanken, Inspirationen und tollen Locations. Ich würde sogar soweit gehen, dass ich ein ganzes Stück glücklicher geworden bin. Das Bloggen ist mein größtes Hobby. Ich kann meine Gedanken in Worte fassen, euch auf meine Reise mitnehmen. Wohin die wohl gehen mag, weiß ich nicht. Aber ich verspreche euch, dass ihr dabei sein werdet!