Nach Paris mit Wimdu

Wenn der liebe Gott sich im Himmel langweilt, dann öffnet er das Fenster und betrachtet die Boulevards von Paris. –Heinrich Heine-

Warum Paris?

Ich war schon einmal in Paris. Aber nur ganz kurz. Wir hielten mit dem Schiff in Le Havre und stiegen dann in den Bus. Drei Stunden Fahrt. Ich weiß noch, dass ich mir tausend schillernde Dinge ausmalte. Schöne Pariserinnen, die allesamt aussehen, wie Romy Schneider. Fotoshootings auf offener Straße, Niedliche Straßencafés, alte Stadthäuser, lange Gassen und die verheißungsvollen Geschäfte auf der Champs-Élysées. Ich weiß noch, dass wir aus dem Bus ausstiegen und erst einmal überfordert da standen. Mitten in Paris. An der Seine abgeparkt. Ohne ein Wort Französisch auf den Lippen, aber dafür mit einer Stadtkarte in der Hand, die wir nicht lesen konnten.

Wir rannten die Champs-Élysées entlang, spazierten am Seine-Ufer und stöberten auf einen Flohmarkt. Wir sahen den Louvre, machten Fotos vor dem Eifelturm, sahen ein Modeshooting mitten auf den Straßen Paris‘ und stiegen dann erschöpft wieder in unseren Bus ein.

Damals konnte ich nicht sagen, ob mir Paris nun gefallen hat oder nicht. Die Antwort war schwer. Natürlich, die prunkvollen Häuser, die Cafés, die Leute – das war schon alles genauso, wie ich es mir vorgestellt habe. Aber meine Emotionen waren anders als erwartet.

Heute weiß ich, dass ich Paris zu stürmisch angegangen bin. Ich hatte nur einen Tag Zeit und wollte so viel Paris wie möglich in die wenigen Stunden stopfen. Aber das geht nicht. Ich glaube, Paris muss man genießen. Ganz langsam erkunden und für sich gewinnen. Deshalb muss eine zweite Chance her.

Als ich jünger war, war Chanel das Ziel aller meiner Träume. Ich verschlang Biographien über Coco Chanel, bastelte mir die Ketten von den Haute-Couture-Schauen zuhause nach. Ich wollte nach Paris. Die Stadt war Verheißung und Abenteuer.

Über die Jahre verlor ich mein Interesse an der französischen Hauptstadt. Bis ich „Midnight in Paris“ sah. Gil war genau wie ich: Verträumt, den Kopf in den Wolken, das Notizbuch immer zur Hand, der Hang zur Nostalgie. Ich wollte auch auf den Spuren von Hemingway, Fitzgerald und Stein wandeln. Ich wollte das alte Paris sehen! Und ich denke, die 20er findet man auch heute noch in den vielen verwinkelten Gassen.

Die Unterkunft

Vor ein paar Wochen stöberten wir auf verschiedensten Seiten nach der perfekten Unterkunft. Leider muss man dafür in Paris ganz schön tief in die Tasche greifen.

Egal ob Rom, Barcelona oder Wien: Bisher hatten wir immer wunderschöne Unterkünfte gefunden, in denen man sich nicht wie ein Urlauber, sondern wie ein Einheimischer fühlte. Doch dieses mal wurde die Suche schwieriger. Bis wir bei auf Wimdu stießen. Wir buchen zum ersten Mal eine private Unterkunft. Bei Marie auf der Champs-Élysées. Wir beziehen also Ende August für zehn Nächte eine kleine Wohnung auf der offiziell schönsten Shoppingmeile der Welt.

Wichtig war es uns, dass unsere Unterkunft sehr zentral liegt. Viele Zimmer, Wohnungen oder Hotels (die erschwinglich sind) sind außerhalb gelegen. Da Tom und ich im Urlaub fast immer alles zu Fuß erreichen (so erkundet man die Umgebung einfach besser) wollten wir auch mitten im Herzen Paris‘ wohnen.

Nun beginnt der schöne Teil der Planung: Unsere Must-See-Liste! Hier ein paar feste Punkte: 

  • Disneyland
  • Shakespeare and Company
  • Frühstück im Laduree
  • Das Louis-Vuitton-Museum im Bois de Boulogne
  • Essen gehen im „Angelina“, aber nur an Tisch 10! Denn hier speiste schon Coco Chanel. Sie trank täglich zur Mittagszeit eine heiße Schokolade. Den Tisch Nr 10 wählte sie deshalb, weil sie im gegenüberliegenden Spiegel stets die anderen Kunden beobachten konnte.
  • Friedhof von Boissy-sans-Avoir – denn hier liegt Romy Schneider begraben

Wer Geheimtipps kennt: Immer her damit! 

Paris ist bei mir aktuell auch ein modisches Thema. Seit Barcelona suche ich nach einem „Karl is my Father“-Shirt, doch bisher wollte ich nie 70-90 Euro ausgeben. Bis ich bei Lesara dieses Shirt fand: 80 % gesenkt!

Die Sonnenbrille fand ich in Boltenhagen. Sie sieht fast 1 zu 1, wie ein Modell von Dolce & Gabbana aus. Monica Bellucci trug diese Brille mal auf einen Paparazzi-Foto, seit dem wollte ich sie auch unbeding haben.

Die Tasche kommt, wie ich finde, sehr nah an die Chanel Boy-Bag heran. Nur das Logo ist anders. Sie ist qualitativ sehr hochwertig und durch das Leder auch schön weich. (Gefunden auf Amazon)

FullSizeRender (2)FullSizeRenderIMG_0904IMG_0894FullSizeRender (1)IMG_0895

Shirt – L.B.C.

Hose – Levis

Schmuck – Tosh

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s