Ein Ostsee-Traum: Teil 1

Heimkommen ist immer schwierig. Die Fahrt nach Hause zieht sich immer länger, als die Fahrt hinzu. Der Blick aus dem Fenster ist nicht mehr so spannend, die vorbeiziehenden Landschaften verheißen nichts neues mehr. Nach einer Reise fühle ich mich, zurück in der Heimat, immer erst einmal verloren. Ich sitze da, lasse den Koffer in der Ecke stehen und frage mich, was ich als nächstes mache. Hier, zuhause ist es auch schön, aber für kurze Zeit bin ich fremd. Zu schnell wurde ich aus einer anderen Welt heraus gerissen. Das schmerzt etwas. Tut weh. Aber nur kurz. Nur für den ersten Tag.

Am liebsten bleibe ich so lange an einen Ort, bis das Heimkommen nicht mehr weh tut. Bis ich denke, dass ich nun abreisen kann. Weil ich zufrieden bin. Weil ich alles gesehen habe. Weil ich für kurze zeit das Gefühl hatte, in der fremden Stadt zu leben. Aber manchmal, ist das Fremde so schön, dass der Heimflug noch mehr schmerzt.

Für fünf Tage fuhren wir nach Boltenhagen, an die wunderschöne Ostsee. Und wieder einmal war ich überrascht, wie schön Urlaub in Deutschland sein kann. In meinem Kopf hält sich hartnäckig der Gedanke, dass Urlaub erst dann richtig schön ist, wenn es weit weg geht. Aber das ist falsch. In den wenigen Tagen sahen wir so viel, konnten entspannen und neue Energie tanken. Der Norden ist malerisch, mystisch und kantig. So viele Facetten.

Auf unseren Liste: Eine unserer Lieblingsstädte Lübeck, Wismar, Schloss Bothmer und vieles mehr. Aber davon erfahrt ihr in den nächsten Tagen mehr.

Unser Ferienhaus stand im Ostseebad Boltenhagen. Ich bin schon zum vierten Mal hier. Ich liebe dieses kleine Örtchen. Es ist klein und friedlich genug, um sich hier entspannen zu können. Aber auch voller Kultur und kleiner, exquisiter Läden, so, dass einem nie langweilig wird. Der Strand ist riesig und sauber. Selten habe ich schönere Orte gesehen. Egal wohin man blickt: Überall reihen sich schöne, gemütliche Häuser aneinander. Die Menschen sind freundlich, man kommt schnell mit anderen Leuten ins Gespräch und an der Promenade glänzen prachtvolle Villen und gemütliche Cafés.

Wir werden sicher auch nächstes Jahr wiederkommen. Vielleicht braucht man ja so einen kleinen Sehnsuchtsort. Wir entdecken so viel neues, reisen viel und nehmen im Alltag immer mehr Geschwindigkeit an. Aber hier bleibt alles gleich. Das tut gut, das streichelt die Seele.

Hier können wir bleiben.

Und sein.

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Oberteil – Primark

Rock – Olymp & Hades

Schuhe – Deichmann

Tasche – Pfingstmarkt in Boltenhagen

Ohrringe – Christ

Armband – selbstgemacht

Ringe – aus Lübeck

Sonnenbrille – Bijou Brigitte

Fotos: Tom Herold ( click here )

2 Gedanken zu “Ein Ostsee-Traum: Teil 1

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