Mein modischer Werdegang

!Früher trug ich gern schwarz. Jeans waren mir ein Fremdwort. Ohne hohe Schuhe, ohne mich!

Heute liebe ich helle Farben. Absätze sind eine Seltenheit geworden. Über 30 Jeans nenne ich mein Eigen.

Es heißt, dass sich der persönliche Geschmack aller sieben Jahre ändert. Das würde erklären, warum ich vor ein paar Jahren über Eis nur die Nase rümpfen konnte, mir heute aber so gerne eine Kugel gönne. Aber ändert sich auch der Modegeschmack immer wieder? Oder habe ich mich nur verändert? Bin ich offener geworden?

Sicher! Offener. Freier. Und vor allem: Zufriedener. Mit mir im Reinen.

Heute liebe ich es einkaufen zu gehen. Stehe jeden Morgen gut gelaunt vor meinem Kleiderschrank. Probiere Neues aus. Ich gehe keinen Zwängen mehr nach.

Zwänge. Die haben mich lange Zeit eingesperrt. Ich dachte, meine Beine sehen nur mit hohen Schuhen schön aus. Schwarz macht schlank, außerdem tragen es die anderen ja auch. Ein Mädchen in Kleid und Rock sieht doch gleich viel femininer aus. Oder?

Heute ärgere ich mich über mein altes Selbst. Warum? Warum habe ich mich so versteckt? Mode bedeutet kreativ sein! Fröhlich! Offen! Ein harmonisches Outfit macht mich glücklich. Klingt blöd? Ist es vielleicht auch. Aber ich erfreue mich an passenden Farben, kleinen Details. Und: Ich freue mich, ich selbst zu sein. Denn das war ich modisch gesehen nicht immer.

Ich würde sagen, dass ich und die Mode, lange in einer Einbahnstraße feststeckten. Nichts Neues, nichts ausprobieren. Bleibe alten Mustern treu! Es begann erst im Sommer 2015, kurz nach dem Abi, als ich modisch erwachte. Ich kaufte mir Sachen, die so gar nicht in meinen Kleiderschrank passen wollten. Doch ich fühlte mich toll! Vielleicht hatte ich damals endlich den Mut auszubrechen. Endlich hat niemand täglich mein Outfit begutachtet. Endlich war ich weit weg von Blicken der vielen Lästermäuler.

Seit dem trage ich was ich will. Mein modischer Werdegang ist noch längst nicht vorbei. Ich will noch so vieles ausprobieren! Mom-Jeans, Gucci-Slipper, den Pyjama-Look. Jeans Jeans Jeans. Ich würde von mir behaupten, nicht mehr zu der Dame rechts oder links zu schauen. Nicht mehr mit der Masse zu schwimmen. Zumindest nicht bewusst. Gefällt es mir, dann ist es meins. Aber nicht, weil es gerade alle tragen.

Manchmal habe ich Angst, dass mich Leute belächeln. Weil ich die Mode all zu ernst nehme. Weil sie mich glücklich macht. Ich weiß, dass sie verglichen mit anderen Sachen banal ist. Eine Kleinigkeit. Natürlich ist die Familie, die Liebe, Freunde, das Studium und die Arbeit auch für mich wichtiger. Aber Mode ist mein größtes Hobby. Und daran ist doch nichts schlechtes? Trotzdem fühle ich mich manchmal, wie das kleine naive Modepüppchen. Vielleicht ist es Einbildung. Vielleicht werde ich wirklich so wahrgenommen.

Aber hinter mir steckt vieles. Auch wenn ich modebegeistert bin. Denn: Es ist und bleibt ein Hobby. Das größte was ich habe. Aber: Es ist da, um mir ein Lächeln auf’s Gesicht zu zaubern. Ich weiß, dass es mehr gibt, als Kleider, Taschen und Schuhe.

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Jacke, Body, Gürtel – Olymp und Hades

Jeans – Asos

Schuhe – Nike

Tasche – aus Mallorca

Ohrringe – Christ

Fotos: Tom Herold ( click here )

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