April: Outfit Review

Ich bin stolz. Ein klein wenig. Nicht nur, dass ich euch von Monat zu Monat mehr Outfits präsentiere: Ich hab auch mehr Mut. Und noch mehr Freude. Ich liebe es, mich durch meinen Kleiderschrank zu forsten. Alte und neue Teile herauszukramen. Ich habe Spaß an Mode. Und wie! Aber ist das oberflächlich? Bin ich deswegen eine Tussi?

Ich kann sehr unsicher sein. Und glaubt mir: Bei jedem Bild, das ich poste, ob hier, auf dem Blog, auf Instagram oder Facebook, grübel ich. Mach mir Gedanken. ‚Denken die Leute, ich bin selbstverliebt? Denken sie, ich will angeben? Soll ich das Foto teilen, oder lieber nicht? Kann ich schon wieder meinen Schmuck fotografieren?“ Das alles, löst ein einziges Bild bei mir aus. Bzw., die Entscheidung, ob ich es poste oder nicht.

Was andere Menschen denken, ist mir nicht egal. Ganz und gar nicht. Ich wünschte es wäre so. Deshalb möchte ich euch erzählen, welche Bedeutung Instagram für mich hat.

Ich liebe es, durch meinen Feed zu scrollen. Instagram bedeutet für mich, positive Energie zusammeln. Dunkle Gedanken gibt es viel zu viele. Ich versinke gern mal in die perfekte Instagram-Welt. Da sehe ich perfekt eingerichtete, begehbare Kleiderschränke, schöne Mädchen, süße Tiere, tolle Outfits, ein leckeres Essen. Das sind so viele Inspirationen auf einmal! Manche Mädchen kombinieren ihre Sachen auf eine Art und Weise, wie ich es noch nie gesehen habe. Vielleicht sollte ich das auch mal probieren? Eine Kommilitonin fotografiert ihre ausgefallenen Gerichte – da bekomme ich sofort Lust zum nachmachen! Und auf Instagram-Stories sehe ich, was Bekannte machen, auch wenn ich nicht in ihrer Nähe bin.

Über Instagram wurde viel diskutiert. Diese gestellte Welt würde uns nicht gut tun, ein falsches Bild von Perfektion vermitteln. Meine Meinung? Wir dürfen das nicht so ernst nehmen. Instagram ist für mich Spaß, Kreativität. Ein Sammelsurium schöner Dinge. Und da will ich mitmachen. Und vielleicht auch andere inspirieren.

Ich poste gerne und viele Bilder. Ohne Angeben zu wollen. Einfach zur Freude am Schönen.

Instagram – ich mag dich.

Es ist keine Liebe, aber Freundschaft zwischen uns.

Wir versüßen uns den Tag.

Danke dafür.

Sun Comes Out

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Ruffles

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The Green Jacket

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Birthday Girl

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Pearls

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Jeans Girl

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Schicksal

„Alles passiert aus einem Grund. Menschen ändern sich, damit du lernst loszulassen. Dinge gehen schief, damit du zu schätzen weißt, wenn es gut läuft. Du glaubst einer Lüge, damit du lernst, nur dir selbst zu vertrauen und manchmal bricht etwas Gutes auseinander, damit etwas Schöneres zusammenkommen kann.“

Marilyn Monroe-

In der siebten Klasse, unterstellte mir eine enge Freundin, dass ich lüge. Einfach so. In einen Brief. Die Behauptungen waren an den Haaren herbeigezogen. Statt einer drei plus, hätte ich eine drei minus in der letzten Lateinarbeit erhalten. Eigentlich betreibe ich ja gar keinen Blog und das erste Shooting, was ich hatte, wäre auch nur ein Hirngespinnst. Absurd. Lächerlich. Würde ich heute sagen. Weil sich bei allem ganz einfach beweisen lies, dass ich die Wahrheit sage. Aber damals saß das tief. Und als ich zu ihr fuhr, um alles zu klären, bekam ich nur eine billige Antwort: „Du lügst, weil es mir jemand anderes gesagt hat.“  Sprachlosigkeit auf meiner Seite. Was antwortet man auf so viel Dummheit? Nichts. Das weiß ich jetzt. Oder vielleicht mit einem herzhaften Lachen. Doch damals machte ich auf dem Absatz kehrt, weil ich meine Tränen nicht zeigen wollte. Ich weiß noch, dass draußen die Regentropfen mit voller Wucht auf den Asphalt klatschten. Und sich mit meinen Tränen und hämmerten Gedanken vereinigten. Zu einer sehr traurigen, aussichtslosen Melodie.

Damals war das ein halber Weltuntergang. Aber kurz danach wusste ich: Das musste passieren. Man musste sich trennen. Um andere Freundschaften kennen zulernen. Bessere. Neidlose. Freundschaften, die halten. Und das hab ich. Doch hätte ich das auch, wenn dieses eine Mädchen damals nicht so gemein gewesen wäre? Nein. Vielleicht nicht. Everything happens for a reason. Und als sie sich Jahre später, in der 11. Klasse bei mir entschuldigte, konnte ich verzeihen. Wirklich. Denn da waren andere Freundinnen, die mir am Herzen liegen. Mädchen, die ohne diese eine Intrige vielleicht nicht bei mir wären.

Heute verspätete ich mich auf dem Weg zur Uni. Ich wurde eingeparkt. Hinter meinem kleinen Auto stand ein riesiger, grüner LKW. Zeitdruck. Die Uhr tickt. In 5 Minuten bis ans andere Ende der Stadt. Dann in Lichtgeschwindigkeit über den Parkplatz, die Treppen hinauf, links um die Ecke, den Gang entlang. Ich fragte die Männer, wie lange es noch dauern würde, bis sie ihre Sachen ausgeladen haben. „Zwei Minuten. Vielleicht auch drei.“ Es wurden 10. Doch dann leuchtete mein Handy auf: „Das heutige Seminar fällt aus.“ Und ich: Ich hatte am Ende sogar noch Zeit gespart. Hab mir die Enttäuschung erspart, umsonst gehetzt zu sein. Dafür ist jetzt noch ein Kaffee drin. Everything happens for a reason.

2015. Ein Tag Paris. Ich wollte unbedingt auf die Champs Élysées. Angekommen hetzte ich los. Wollte in einen Laden nach den anderen. Wollte stylische Pariser sehen, die mondäne Luft schnuppern und Croissants essen. Doch am Ende war alles ziemlich fad. Und stressig. Tausende Menschen auf einer Straße. Ich war enttäuscht, hatte andere Vorstellungen. Das Paris meiner Träume sah irgendwie anders aus. Wir machten uns gerade auf den Rückweg, als wir uns verliefen. Panik. Verloren in Paris. Hektik, suchende Blicke, stumme Hilferufe. Am Ende kamen wir zwar nicht bei unserem Bus, dafür aber auf einen wunderschönen, ruhigen Flohmarkt an der Seine raus. Und siehe da: Da war es – das Paris meiner Träume. Modische Pariserinnen kauften alten Schmuck, lasen in verstaubten Büchern. An jeder Ecke standen wunderschöne, alte Möbel, antike Gemälde. Die Leute tranken Kaffee, rauchten und plauderten. Kennt ihr „Midnight in Paris“? Dann wisst ihr, wie ich mich fühlte. Und auch hier bestätigte sich: Everything happens for a reason.

Ich glaube an Schicksal. Ich glaube daran, dass alles am Ende ein großes Ganzes ergibt. Und zwar ein rundes, großes Ganzes. Ohne Ecken und Kanten. Denn am Ende wird alles perfekt, weil alles wie Zahnräder ineinander greift. Auch die kleinsten, noch so unbedeutenden Ereignisse.

Und das gibt mir Kraft. Und Mut. Denn, wenn wiedermal etwas schief läuft: Everything happens for a reason. Ganz bestimmt.

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Jeansjacke – Orsay

Patches – Collosseum

Mantel – Mango

Jeans – Hollister

Oberteil – Edited

Schuhe – Deichmann

Armban – Thomas Sabo

Charms – Thomas Sabo, Jette Joop, Giorgio Martello

Ohrringe – Swarovski

Ring – aus Rom

Fotos: Tom Herold ( click here )

Reisen: Wo gehts hin?

Reisen. Reisen reisen reisen. 

Jetzt!

Ich will hier raus. Aber nicht so richtig. Nur mal kurz. Nur mal für ein paar Wochen. Ich will Seeluft schnuppern. Oder Stadtluft. Provence? Toskana? Oder doch ein Spaziergang über Highgate?

Ich möchte gern wieder die Koffer packen. Die Kamera um den Hals. Auf ins Fremde. Genießen, Entdeckerlust. Auf! Weg! Davon! Jetzt.

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Rom 2016

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Amsterdam 2015

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Hamburg 2016

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Barcelona 2016

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Wien 2017

Und ein bisschen planen wir auch schon. Sammeln. Wo zieht es uns hin? Bisher heißt der Sieger Frankreich. Ein paar Tage Paris, dann vielleicht noch ein bisschen Entspannung auf dem Land. Mondän, verrucht, trotzdem klassisch und ja so tres chic. 

Vielleicht wagen wir uns auch mal an Airbnb? Bisher noch nie probiert. Was sagt ihr? Erfahrungen?

Aber wie gesagt: Noch steht nichts fest. Noch steht das Sommersemester bevor. Aber dann…dann breiten wir wieder die Flügel aus. Und ich halte euch auf dem Laufenden.

Wo gehts hin? 

Keine Ahnung. Aber erstmal weg.

Kolumne: Kritikgesellschaft

Autsch! Zunge verbrannt. Der Kaffee zu heiß, ich mal wieder zu spät dran, die Haare leider nur platt statt voluminös. Die Welt ist blöd. Und ich bin mittendrin. 

In der Stadt angekommen geht es weiter: Das Wetter ist zu kalt, meine Hose zu löchrig, der Kaffee war nicht stark genug.

Ich schaffe es, mir manche Tage so richtig zu versauen. Kritik üben. An mir und an anderen. Aber muss das sein?

Kritikgesellschaft? Macht euch mal locker! Und vor allem: glücklicher. 

Das Wetter, die immer gleiche Musik im Radio, das nervende Kind im Bus. Überall holen wir unseren Marker heraus und streichen negative Sachen an. Wie früher. Wie in der Schule. Setzen 6!

Aber es geht auch anders! Ganz sicher sogar. Ganz leicht. Der Kaffee ist zwar zu heiß, aber dafür raubt mir sein Aroma den Atem! Ich bin zwar spät dran, aber mein Outfit zaubert mir ein Lächeln aufs Gesicht. Die Haare sind platt, aber sie glänzen schön. Der Himmel ist silbern, statt grau und die Löcher in meiner Hose setzen meine Beine in Szene.

Anders.

Besser.

Freundlicher.

Positive Energien.

Ich entscheide jeden Morgen selbst wie mein Tag wird. Kritikbeladen oder fröhlich.
An einen Tag könnte ich hunderte Komplimente machen. Der Frau hinter mir in der Schlange würde ich gern sagen, wie toll ich ihr Parfum finde. Die Kommilitonin möchte ich fragen, wo sie ihre tolle Jacke her hat. Und ihr erzählen wie lange ich sie schon für ihre Disziplin bewundere.

Ich liebe Komplimente.

Aber ich mache sie viel zu selten.

Ich würde einfach immer gerne sagen, was mir gefällt. Das macht andere glücklich und mich auch. Aber viel zu oft traten mir Leute skeptisch gegenüber, sobald ich Ihnen Komplimente machte. Ich konnte förmlich Ihre Gedanken lesen: ‚Warum macht sie das? Ist das ernst gemeint? Was bezweckt sie damit? Will sie mich manipulieren?‘ Nein! Will ich nicht. Ich will ehrlich sein. Und mich freuen. Ich will positive Energie. In meinem wie auch eurem Herzen.

Also werde ich weitermachen. Oder besser: Anfangen. Anfangen, mehr Komplimente zu machen.

Und keine Angst. Ich will euch nichts. Ich finde euch einfach nur nett anzuschauen. Weiter nichts. Dafür verbrenne ich mir gerne die Zunge…Nicht nur morgens am Kaffee.

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Jeans – Hollister

Jacke – Olymp & Hades

Shirt – Olymp & Hades

Schuhe – Adidas

Ring – Swarovski

Fotos: Tom Herold ( click here )

Rückblick: Ein letztes, kleines bisschen Wien

Ach ja. Das neue Semester hat mich wieder. Die bunten Ordner liegen parat, die Skizzenbücher sind gekauft, die Folien schon ausgedruckt. Motivation und Lustlosigkeit stehen sich gegenüber.

Ich mag die Uni. Ich mag das Gefühl, dass ich etwas mache. Dass ich produktiv bin. Aber abends, 20:30, sollte auch mal Schluss sein.

Mein Stundenplan ist nicht so wie erhofft. Früh in die Uni, dazwischen auf Arbeit, danach wieder in einer Vorlesung. Aber was solls. Es sind ja nur ein paar Monate.

Während ich diese Worte schreibe, befinde ich mich in der Schwebe. Pause. Ich komme gerade von einer Studie und warte auf das nächste Seminar. Um mich herum lümmeln andere Studenten, warten ähnlich wie ich. Doch ich schreibe meine Zeilen. Und träume. Träume mich raus aus dem Aprilwetter, rein in unsere Wien-Tage.

Wien. Ich wäre gern wieder dort. Ich kann voller Überzeugung sagen, dass Wien die schönste Stadt ist, die ich kenne. Natürlich mit Rom. Und sie hielt allerhand schöne Momente für uns bereit. Magie. Magie aus Wien. Für uns.

Der letzte Abend. Strömender Regen. Wir hatten es uns in unseren Appartement bequem gemacht. Mariahilfer Straße. Stadtblick. Die Tropfen prasselten gegen die Scheiben. Ein letzter Blick auf Instagram. „Du hast eine PN von mir 😉 Lg <3“.

Zwei Fotografinnen aus Wien. Suchten ein Pärchen. Und wer sollte dieses Pärchen sein? Wir.

Und so kam es, dass Tom und ich am Morgen unserer Abreise mit den talentierten Fotografinnen von Ma Tentation und „Aschaaa Photography“ ein kleines Weddingshooting hatten.

Nicht nur das Schicksal meinte es gut  mit uns, sondern auch das Wetter: Statt Regen und Sturm wie am Vortag, schien die Sonne. Es war warm und einfach unglaublich schön. Gemütlich. Freundschaftlich. Perfekt.

Zusammen fuhren wir nach Hinterbrühl bei Wien. Ich war hin und weg. Hier würde ich gern wohnen. Nur 17 Kilometer von Wien entfernt, die Stadt nebenan. Hinterbrühl ist wirklich die perfekte Symbiose aus Stadt und Land. Eine Villa reiht sich an die Andere. Das ist der Speckgürtel Wiens. Hier will ich bleiben.

An einer traumhaften Felswand fingen Ma Tentation und Aschaaa Photography genau das ein, was unser Wien-Urlaub für uns war: Liebe, Vertrauen, Fröhlichkeit, Entdeckergeist.

Danke für diese Erfahrung. Für das kleine bisschen Magie. Magie in Wien. Für uns.

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20!

Ich bin 20. Und das seit Sonntag, 11:50. Schon komisch. Sonst war mein Alter immer nur eine Zahl. Aber dieses Mal, fühlt sich tatsächlich einiges anders an.

Meinen eigenen Weg gehen. Das schießt mir jeden Morgen wieder durch den Kopf. Immer dann, wenn ich in mein Auto steige, die schweren Ordner und den Laptop in meiner Tasche verstaue. Zwischen Schule und jetzt – das sind nur zwei Jahre. Aber es fühlt sich viel länger an. Weit weg.

Aber wenn ich könnte: Würde ich tatsächlich wieder zurück wollen? Tauschen?

Nein. 

Niemals. 

Es klingt albern, aber ich weiß, dass ich nicht mehr zu den Jüngsten gehöre. Ich sehe die ganzen Schüler, Abiturienten durch die Straßen spazieren. Ich gehöre da nicht mehr dazu. Da liegen Welten dazwischen. Hürden, Ängste, blaue Flecken, Kummer. Aber auch Freude, Glück, Abenteuer und eine ganze Menge gute Entscheidungen. Die Zeit nach dem Abi war schwer. Ich musste meine eigene Bahn finden. Wusste auf einmal, dass es nicht immer die Schnellstraße, sondern eben auch mal der Weg übers Dorf sein kann. Aber heute kann ich Karten lesen und weiß: Das ist der richtige Weg.

Ich habe mich ganz gut eingerichtet. Weiß, was Zufriedenheit ist. Ich will nicht wieder zurück. Will nicht verängstigt durch die Schule laufen, will mich nicht mehr über falsche Gerüchte ärgern, brauche keinen Neid oder Intrigen. Kurz: Ich brauche keinen Kinderkram. Klar, die Schulzeit war toll. Aber schöne Sachen kann man konservieren. In Marmeladengläser packen. Eins gefüllt mit einer Portion Kichern – auf den Schulhof, zu den Abipartys. Ein Glas voller Schulpausen, eins voller guter Noten und eins vollgestopft mit alten Geheimnissen.

Denn das habe ich auch gelernt: Erwachsensein heißt loslassen können. Ich kann nichts festhalten. Diese Erkenntnis war schwer. Mein Kopf wollte das lange nicht begreifen. Aber jetzt hat es Klick gemacht: Um nach vorne zu gehen, muss ich zurücklassen können. Ballast abwerfen – guten wie schlechten. Denn in die Zukunft geht man ohne viel Gepäck. Sonst wird der Weg nur beschwerlicher. Und ich will nicht aus der Puste geraten!

Nur ich selbst bin dafür verantwortlich, wie es mir geht. Ich entscheide was ich brauche. Und wie viel davon. Und das ist das Gute am Älter werden: Es gibt keine Gruppenzwänge mehr. Denn allmählich gehen alle ihre eigenen Wege.

Ob mit leeren oder vollen Koffern.

Ich trage nur ein paar Gläser mit mir.

Gefüllt mit Kichern. Schulpausen. Gute Noten. Geheimnissen.

Erinnerungen.

Sonst nichts.

Alles Gute Isabel.

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Bluse – Boohoo

Cardigan – Mexx

Jeans – Hollister

Schuhe – Matrixx

Schmuck – vom Flohmarkt aus Paris

Fotos: Tom Herold ( click here )

Ausprobiert: Wimpernserum

Ich liebe sie: Lange Wimpern. Und heutzutage trägt sie auch wirklich jeder. Überall wo ich hinsehe: Wimpernextensions. Aber geht es auch natürlicher? Echter? Kann ich auch ungeschminkt den „Falsche-Wimpern-Effekt“ haben?

Seit Mai 2016 benutze ich ein Wimpernserum. Zuerst versuchte ich mit „Luxux-Lashes“ mein Glück. Ich war mit dem Ergebnis zufrieden. Man sah deutlich eine Veränderung. Aber ich wollte mehr.

Nach einen halben Jahr Pause benutzte ich das Serum von „Mediapharma Cosmetics“ – das Wachstumsmittel aus der Apotheke. Der Effekt hier: Eher mau. Nach kurzer Zeit wusste ich: Etwas neues muss her. Und dann kam „Nanolashes“.

Ich muss zugeben: Ich bin stolz auf meine Wimpern. Oft fragen mich Leute, ob ich dauerhafte Extensions trage. Aber nein: Alles Natur! Mit Nanolashes sah ich schon nach ein paar Wochen eine deutliche Veränderung. Meine Wimpern sind nicht nur sichtbar länger, sondern auch schwungvoller geworden. Eine Stunde nach dem Auftragen des Serums, trage ich zusätzlich noch einen dünnen Film Vaseline auf meine Wimpern auf. Das stärkt die feinen Härchen und verhindert das Abbrechen.

Aber Achtung: Ich kenne auch viele Frauen, bei denen Nanolashes gar keine Ergebnisse erzielt. Wahrscheinlich reagiert jeder anders auf das Serum. Ich für meinen Teil, kann es nur weiterempfehlen.

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Kolumne: Das ist Vergangenheit. Einfach so.

Nichts anzuziehen. Mal wieder. Rosa war schon gestern dran, und vorgestern und die Woche davor. Auf Jeans und Tunika hab ich auch keine Lust. Auf Pulli und Overknees schon gar nicht. Ich krame im Schrank und finde doch nichts. Bis ich in die alten Truhen schaue, in die hintersten Ecken. Da sind meine Ladenhüter. Früher stolz getragen, nun in die Dunkelheit verbannt. Ich ziehe meine grüne Jeansjacke hervor. Und erinnere mich: Wie freudig ich damals, 2014, das Päckchen auspackte. Wie ich stolz jeden Tag durch die Schule spazierte und niemanden verriet, wo ich sie, mein Schmuckstück, herhatte. Ich fühlte mich modisch, so selbstbewusst. Und doch vergaß ich sie wieder: Die grüne Jeansjacke. 

Damals lief ich durch die Schulflure. Tuscheln rechts und links. Bilde ich mir das nur ein? Oder reden sie wirklich über mich? Sehe ich schlecht aus? Ist mein Outfit vielleicht doch unangepasst? Vielleicht verschwand sie auch deshalb, die grüne Jeansjacke. Weil an ihr böse Blicke hingen. Unfair. Doch das ist Vergangenheit. Einfach so. 

Damals stand ich in den Läden. Fühlte mich wohl mit meinem Kauf. Doch dann hielt ich inne: ‚Was werden die anderen denken? Ist der Rock zu kurz, die Absätze zu hoch?‘ Unsicherheit. Einfach so. Einfach so da. Denn damals war ich nicht frei. Aber heute umso mehr. Denn alles ist Vergangenheit. Ich bin jetzt ich. Ich bin gefestigt. Alles ist wie immer. Nur halt besser. Viel besser.

Ich stopfe immer noch die gleichen Schränke voll, drapiere meine Taschen auf den selben Regalen. Ich sortiere meine Bücher nach wie vor nach Autoren und schreibe wie damals jeden Abend in mein Tagebuch. Alles wie immer. Nur endlich besser. 

Ich ziehe an, was mir gefällt, höre keine Stimmen mehr, bin blind für böse Blicke. Ich traue mich was, hab Spaß wie noch nie mit Mode. Und deshalb krame ich sie wieder raus. Die grüne Jeansjacke. Und trage sie mit Stolz. Nur selbstbewusster. Denn das damals ist Vergangenheit. Und ich werde groß. Einfach so.

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Jacke – Lookbook

Body – Collosseum

Hose – Jeans Fritz

Schuhe – TkMaxx

Sonnenbrille – Guess

Ohrringe – Primark

Fotos: Tom Herold ( click here )

Kolumne: Schatten

Wann steht man auf der Sonnenseite des Lebens? Wie bekommt man dieses gewinnende Lächeln? Wann fangen Menschen an, einen zu beneiden?

Wenn ich mein Leben so betrachte, so objektiv wie es nur geht, dann sollte ich eigentlich mehr als zufrieden sein: Ich habe eine großartige Familie, einen Freund, den ich liebe und der meine Leidenschaften teilt, ich hab wirklich tolle Freunde, mein Studium macht mir Spaß, mein Nebenjob noch mehr. Ich reise, pflege meine Hobbys. Bin gesund. Und trotzdem werde ich hin und wieder unzufrieden. Doch wieso?

Die Beste sein. Am liebsten in allem. Die Schönste noch dazu. Das ist schwierig. Unmöglich. Denn heute bedeutet „der Beste“ überhaupt nichts mehr. Superlative kann man im heutigen Zeitalter steigern. Einfach so.

Doch wofür strenge ich mich dann an? Wofür lerne ich so viel? Wofür gehe ich arbeiten, stehe vor dem Spiegel? Wofür? Um am Ende doch nur die gute Mitte zu sein?

Man erzählt von seiner 1,3 in der Klausur. Der Nachbar strahlt einen an und prahlt mit seiner 1,0. Aus einer sehr guten Leistung wird ein „Genügend“. Für mich. In meinem Kopf.

Und dann zähle ich mir die Sachen auf, die mein Leben so besonders lebenswert machen. Die Gold wert sind. Und trotzdem gerate ich bald wieder ins Straucheln.

Das Vergleichen mit Anderen.

Wann hört das mal auf?

Ich bin im Reinen mit mir. Mit meinen Leistungen, mit meinem Aussehen, mit meinem Selbst. Aber ab und zu gerate ich eben doch auf Glatteis. Immer dann, wenn ich mich unterlegen fühle. Aber was ist, wenn das Erzählte der Anderen gar nicht so schillernd wie die Wirklichkeit ist? Wenn sie ausschmücken, weglassen und optimieren? Was dann?

Dann mache ich mir umsonst das Leben schwer. Ich stehe im Schatten. Und dieser Schatten sind meine eigenen Zweifel.

Wann steht man auf der Sonnenseite des Lebens?

Ich weiß es und irgendwie weiß ich es doch nicht. Ich weiß was die Sonnenseite ausmacht, aber noch komme ich nicht hin. Vielleicht muss ich entspannter werden, älter, reifer. Dann werde ich zufrieden sein. Dann vergleiche ich mich nicht mehr. Dann höre ich vielleicht auf, immer besser werden zu wollen.

Vielleicht.

Vielleicht aber auch nicht.

Denn kann man seine Natur brechen? 

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Pullover – missguided

Jeans – Orsay

Schuhe – Deichmann

Tasche – C&A

Fotos: Tom Herold ( click here )

Kreatives Tief?

Die Sonne scheint, überstrahlt alles und jeden. Meine dünne Jacke ist bald zu viel, ich schäle mich aus den viel zu langen Klamotten. Lasse die Wärme auf meine Haut. Sommer. Bunte Farben. Tausende Gedanken. „Wo ist nur mein Stift?‘, hallt es mir durch den Kopf. Kreativität. Ideen. Schreiblust. Und dann kommen die Wolken.

Nur ein Tag. Ein Tag danach. Vom blauen Himmel ist nicht mehr viel übrig. Graue Kleckse am Horizont. Jemand hat den Farbkasten schmutzig zurückgelassen. Keine 20 Grad, auch keine 15 mehr. Kälte, beißender Wind, Regen. Der Stift liegt vor mir, aber ich bemerke ihn nicht. Mein Kopf ist zwar voll, aber nur gefüllt von Themen, über die ich nicht schreiben möchte. Und so schlich es sich ein: Das kreative Tief. 

Ich mache Listen, schreibe farbenfrohe Gedanken sofort auf. Aber so recht will nichts daraus  werden. Es ergibt kein Bild. Vor mir liegen nur einzelne Fragmente. Das ist entmutigend. Traurig. Ich blicke auf meinen Blog und sehe nur alte Einträge. Langeweile. „Da muss was neues her“, rufe ich. Und stehe doch wieder vom Schreibtisch auf.

Vielleicht liegt die Schuld auch ein wenig am Semesterstart. Die erste Woche geht drunter und drüber. Einführungen, Pläne, ein Kaffee zwischendurch. Ich muss erstmal alles glätten, ordnen, den Kopf auch mal frei bekommen. Und dann fange ich nochmal an.

Und genau in diesen Moment, brechen Sonnenstrahlen durch das Fenster. Tauchen die Blätter vor mir in goldenes Licht. Ich bin auf den Sprung, doch irgendwie auch nicht. Ich weiß: Bald wird es wieder bunter hier. Aufregender. Denn mit der Sonne kommt die Kreativität. Ganz bestimmt. 

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Jacke – Primark

Oberteil – aus Barcelona

Jeans – New Yorker

Schuhe – H&M

Tasche – Vintage

Fotos: Tom Herold (click here)