Wien Part 2

Ich brauche immer meine Zeit. Eingewöhnung. Ankommen. Aber bei Wien war das irgendwie anders. Ich schlenderte zum ersten Mal die Mariahilfer Straße entlang, aß auf dem Neuen Markt und fühlte mich sofort wohl. Irgendwie zuhause. Und das ist selten.

Fast fühlt es sich so an, als seien mein Freund und ich in eine Zeitmaschine gestiegen. Überall prächtige, alte Gebäude. Überall Geschichte. Wohin man sieht. Jede Ecke ist ein wandelndes Paradies für Fotografen. Tausende wunderschöne Kulissen. Ich liebe es. Ich will nicht weg. 

Woran erkennt man einen echten Wiener? Am grantigen Gesichtsausdruck? Nein. Das kann ich so nicht bestätigen. Die Wiener sind bisher freundlich. Trotz bereits voll bepackter Tasche, steckt mir die nette Frau auf dem Naschmarkt noch eine handvoll Konfekt zu. Der Herr im grauen Anzug und adretter Fliege erklärt mir geduldig den Weg. Sie lächeln, nicken sich zu. ‚Madame, ist alles gut? Hat es geschmeckt? Kann man helfen?‘ Überall.

Ich liebe den Burggarten. Heute riss das milchige Grau des Himmels auf. Blau wohin man sehen konnte. Und Sonne. Warme Temperaturen. Ich hole die Sonnenbrille raus. Und setzte mich auf die alten Treppen. Die Nase den Himmel entgegen, Latte Macchiatto auf den Lippen. Hier will ich nicht weg.

Getragen:

Was mir bisher aufgefallen ist? Die Wiener sind klassisch, aber durchaus mutig! Viel Oversize, hochwertige Marken. Viel Chanel und Louis Vuitton. Doch: Die Farbe fehlt. Grau, schwarz, weiß, braun. Ich falle fast auf, mit meinem rosa Mantel. Doch ich mag das. Zurückhaltung. Auf eine sehr, sehr modische, moderne Art.

Den Pullover kaufte ich mir am ersten Tag, als es Abends etwas kälter wurde. Die Bienen-Stickereien sind verspielt, sie erinnern meinen Freund und mich an Gucci. Die Hose ist mein neuer Lieblingsbegleiter. Perlen, Perlen, Perlen.

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Pullover – Mango

Hose – Calzedonia

Schuhe – Nike

Tasche – Deichmann

Ohrringe – C&A

Schrittzähler – Amazon

Gesehen:

Nach dem morgendlichen Besuch im Coffeeshop ging es für uns in die Kaisergruft. Ich war überwältigt. Gerührt. Ergriffen. Damit hatte ich nicht gerechnet. Erst waren wir verwirrt. Ein recht moderner Bau, helle, kühle Wände, polierte Treppen. Doch dann ging es nach rechts und plötzlich fanden wir uns in einer anderen Welt wieder. Hunderte Särge, schlichte und unglaublich prächtige. Besonders rührend: Die Maria-Theresien-Gruft und natürlich Kaiserin Elisabeths Grab.

Danach folgte mein bisheriges Highlight: Das Café Sacher! Endlich! Wir hatten Glück: Mein Freund und ich mussten nicht anstehen – denn das ist üblich im Sacher. Die Besucher sind so zahlreich, dass sich lange Schlangen vor den Türen bilden. Die Torte ist wirklich schmerzhaft teuer…6,50 Euro für ein Stück. Aber es hat sich gelohnt! Ich will sehr bald wieder hin.

Die Hofburg. Für einen wahren Sisi-Fan ein Muss! Das Sisi-Museum samt den Kaiserappartements. Sisis Sportgeräte, ihre Kleider, ihre Gemächer. Ohne Worte!

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Gegessen:

Speisen, wie Kaiserin Sisi, Adele Bloch-Bauer oder Katharina Schratt. Im Café Sacher!

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Zum Abschluss des Tages führte mich mein Freund ins „Palmenhaus“ aus. Cocktails schlürfen im ehemaligen Gewächshaus. Hier sind auch meine heutigen Outfitfotos entstanden. Obwohl wir uns im ersten Bezirk befinden, blieben Touristen hier fern. Um uns herum die echten Wiener, überall dieser herrliche Dialekt, lautes Lachen und das Knirschen zerbrochener Gläser. Was für eine Stimmung!

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Am Fotos: Tom Herold ( click here )

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