February: Outfit Review

Abschalten: Ich lerne es gerade, einfach mal abzuschalten. Ruhe bewahren, nicht immer alles gleich zu schwarz zu sehen. Und ich muss stolz sagen: Es funktioniert. Wenn auch nur manchmal. Während der Prüfungszeit erwische ich mich leider oft, dass ich Panik schiebe, denke, etwas nicht zu schaffen. Aber niemand ist perfekt. Und möchte ich überhaupt perfekt sein?

Heute hab meine letzte Klausur für dieses Semester geschrieben. Und es fühlt sich gut an. Endlich so richtig frei, keine Gedanken an das Lernen mehr. Bis in ein paar Monaten, ihr Klausuren!

Ich freue mich unglaublich auf den März. Für meine Semesterferien habe ich mir einiges vorgenommen. Highlight: Es geht nach Wien!!!! Ich freue mich auf Sachertorte, Schloss Schönbrunnen, den Prater und und und. Immer mit dabei: Mein Freund und seine Kamera. Also werde ich euch einige Outfitbilder aus dem Urlaub mitbringen können.

Bis es soweit ist, hier mein Februar-Lookbook:

Moschino

img_5747

Exquisit

img_5818

90s

4

Jeans-Girl

7

Kolumne: Zwei Mädchen

Ich war schon immer feminin. Ein Mädchen-Mädchen. Kleidchen hier, hohe Schuhe da. Immer etwas BlingBling und Glitzer. Und das war gut so. Ich mochte das. Ich mochte mich.
Aber andere mochten das nicht. Falsch: Nicht andere. Die andere. Der andere Typ Mädchen. Hoch gewachsen. Dünn. Bier trinkend. Rülpsend. Immer ein „Mit Jungs kann ich viel besser“ auf den Lippen. Männermoral. Mit jedem ins Bett. Na und? Ich hingegen naiv. Eine Tussi. Lipgloss. Pink. Die, die immer einen Spiegel in der Hand hat.
„Die hat doch sicher nichts anders im Kopf, als Mann, Haus, Kind.“ Das dachtest du, oder? Aber nein, ich muss dich enttäuschen. Mein Kopf war immer voll mit anderen Dingen. Sogar anderen Dingen als Mode. Und ist es immer noch. Ich verstand nie diese verletzende Direktheit, das rüpelhafte Auftreten. Ich verstand es nicht, wie du breitbeinig dasitzen konntest. Du verstandst es nie, warum ich die Beine immer übereinander schlug.
Overdressed. Was soll das? „Du bist das mädchenhafteste Mädchen, dass ich kenne.“ Ich weiß. Ich mag das. Ich mag mich. Ich lebe in meiner rosaroten Welt, glaube an die große Liebe und an eine glamouröse Hochzeit. Ich glaube daran, dass man mit dem richtigen Auftreten weiter kommt. Ich glaube an Karriere in hohen Schuhen. Ich glaube an mich.
Vielleicht solltest du das auch einmal tun?
An dich glauben?
Oder warum wurden Mädchen, wie ich zu deinem Feindbild? Machen wir dir Angst? Bedrohen wir dich? Weil dir plötzlich auffiel, dass deine Art vielleicht in jungen Jahren cool ist, jetzt aber gar nicht mehr?
Zwei Typen. Es gibt zwei Typen von Frauen. Dachtest du. Die Wahrheit: Es gibt Millionen. Millionen, die sich gegen das Kleid entscheiden und dazu stehen. Millionen, die gern Glitzer auf ihren Wangen tragen und dazu stehen. Das solltest du auch. Beide Lager sollten sich akzeptieren.
Fang damit an.
Und ich gehe weiter meinen rosaroten Weg.
Und bin dir eigentlich gar nicht so böse.

portrait

Was mich glücklich macht

Ich mache euch nichts vor: Momentan bin ich ein sehr zufriedener Mensch, aber auch bei mir gibt es Tage, an denen ich eigentlich nur ins Bett will. Mit einer heißen Tasse Cappuccino vor mir, ein gutes Buch in der Hand. Ich schließe die Tür. Der Stress bleibt heute draußen. 

Und auch heute ist ein Tag, an dem ich zwar keine schlechte Laune habe, den ich aber eigentlich lieber in den eigenen vier Wänden verbringen würde. Der Himmel ist grau. Die Straßen sind es auch. Die Menschen laufen geduckt – jeden Moment könnte es anfangen zu regnen. Der Kaffee war nicht stark genug und meine nächste Klausur sitzt mir im Nacken. Perfekt sieht anders aus.

Ich will Harmonie, doch der bissige Kommentar von vorhin hallt noch nach. Ich schaue in den Spiegel, wollte heute eigentlich ganz besonders schön aussehen. Doch dann wurde es mal wieder nur der schulterfreie Pullover und Jeans. Die Haare zum Pferdeschwanz gebunden. Die Frau auf der gegenüberliegenden Straßenseite sieht in exakt der gleichen Kombi irgendwie viel besser aus als ich. Neid. Manchmal. Zweifel. Ach man! Der falsche Fuß. Mal wieder. 

Jeder hat sie – die drüben Tage. Doch eigentlich möchte ich gar keine Momente verschwenden. Lieber möchte ich einen Lichtblick im Grau. Ich mische mir meinen Tag, wie die Farben auf einer Palette. Grau muss nicht grau bleiben. Man sieht den Ton nach all dem Mischen zwar immer noch durchschimmern, aber er sieht auf einmal viel freundlicher aus. Der Tag ist wie eine Farbpalette. Die Grundfarben stehen schon beim Aufstehen fest. Aber für das Finish, das Mischen und das finale Gemälde sind wir selbst verantwortlich. Wir sind die Künstler. Also besinn ich mich: Was macht mich glücklich? Was wird heute meinen Alltag erhellen?

Eine kleine Liste großer Dinge: 

Ich mag Sonnenschein, der mir sanft über das Gesicht streift. Der früh durch mein Fenster fällt. Der sich bunt in meinen Sonnenbrillen spiegelt.

Ich mag aber auch Gewitter. Doch nur Abends!

Bei meiner Kleidung bevorzuge ich helle Farben.

Ich liebe alten Schmuck.

Starken Kaffee, starken Tee. Hauptsache stark, stark, stark.

Charakter im Gesicht.

Geradlinigkeit.

Taschen! 

Blaue Wände.

Das alte Hollywood.

Tiefsinnige Bücher.

Alte, verschnörkelte Häuser mit Erker.

Sandelholz.

Schöne Terminplaner. 

Rom.

Fotoalben. 

Fiat 500.

Ein heißes Bad mit Kerzen.

Imagine Dragons – Not Today from

Perfekte Wimpern.

Schöne Fotorahmen.

Meine Familie.

Mein Freund.

Harmonie.

Natürlichkeit.

Schöne Cafés.

Romantik.

Kleine Geschenke. Auch zwischendurch.

76

41325

Cardigan – C&A

Oberteil – New Yorker

Jeans – Olymp & Hades

Schuhe – Nike

Tasche – Primark

Sonnenbrille – Guess

Ring – Erbstück

Ohrringe – C&A

Ketten – ebelin

Fotos: Tom Herold (click here)

Bloggen zu Zweit

Bloggen als Hobby. Das ist schön. Das ist herrlich. Es ist perfekt. Für mich. 

Ich wollte schon immer schreiben. Groß. Bekannt. Wollte gehört werden. Und bis es einmal soweit ist, dass andere Leute meine Texte lesen und vielleicht sogar Geld dafür ausgeben, sitze ich hier. Und schreibe für euch. Das ist meine Schule.

Ich teile gern meine Gedanken. Ich mag Mode, möchte meine Styles und Fotos zeigen. Und: Es ist ein Hobby, das verbindet. Bloggen als Pärchen? Ja, das geht!

The Italian Bazaar, das bin nicht nur ich. Das ist auch mein Freund. Mit ihm bespreche ich Themen, lass ihn meine Artikel lesen und erwarte ehrliches Feedback. Ihn zeige ich meine Kombinationen, bevor sie hier auf dem Blog gezeigt werden. Er macht fast alle Fotos.

Mein Freund ist künstlerisch. Er hat tolle Ideen und vor allem: Den Blick für das Schöne. Für das Detail. Kleinigkeiten, die mir nicht auffallen, sieht nur er.

Eine Woche nichts posten? Nein, das geht nicht. Weil er da ist. Er erinnert mich, ermahnt mich. „Immer weiter machen, viel posten, am Ball bleiben.“

Jedes mal bringt er die Kamera mit. Ein normaler Spaziergang wird zum Fotoshooting. Es werden Flairs eingefangen, Haare gerichtet, nach der passenden Location gesucht.

Ohne meinen Freund gäbe es The Italian Bazaar nicht.

Ich weiß es noch genau: Wir lagen in der Sonne. Ich in der Hängematte, er auf der Sonnenliege.
„Tom, ich würde gerne einen Blog haben. Findest du das zu spät?“
-„Nein, aber den machen wir zusammen.“-

Und jetzt sind wir hier. 

The Italian Bazaar.

hochteitsshooting-3

Foto: Linda Wächtler

Kolumne: Valentinstag

 Kennt ihr sie auch? Diese verkappten Romantiker? Die, die nicht viel mit Gefühlen am Hut haben und über den Valentinstag nur müde die Nase rümpfen? In den letzten Wochen begegnete ich einigen von ihnen Und wundere mich. Was muss passieren, um so durch die Welt zu gehen? Keinen Pralinen, Rosen für den Partner ürbig zu haben? Eine waschechte Romantikern geht dem auf den Grund...

Natürlich: Valentinstag ist kommerzeill. Die Wirtschaft lacht über unser ausgegebenes Geld. Aber wir Beschenkten lachen doch auch, oder? Ich hörte viele Stimmen, die über mich lachten und stolz erzählten, dass sie den Tag der Liebenden mit Absicht den Rücken zukehren, nur um den Blumenhändlern keine Geldscheine in den ach so gierigen Rachen zu werfen. Wer denkt heute noch an den wahren Grund, um Valentinstag zu feiern? 

Valentin von Terni ist ein Märtyrer der römisch-katholischen Kirche und traute im 3. Jahrhundert nach Christi heimlich Paare. Dabei schenkte er den Liebenden Blumen aus seinem Garten. Ist das nicht rührend? Geht das nicht ans Herz? Das allein sollte schon ein Grund sein, um zu feiern: Dass man sich an diesen Mann erinnert.

Ich bin auch der Meinung, dass man sich jeden Tag Liebe schenken kann. Durch Kleinigkeien, süße Gesten. Ich finde es aber auch nicht zu viel verlangt, dem Liebsten eine Rose zu schenken, einen Kuchen zu backen, oder einfach etwas schönes zusammen zu unternehmen. 

Valentinstag-Verweigerer haben für mich immer den Anschein, verbittert zu sein. Meine Eltern schenken sich immer gegenseitig etwas. Nach all den Jahren. Und dabei ist es ganz egal, ob man die „böse Wirtschaft“ ankurbelt. Man schenkt. Und bekommt Liebe zurück

Ich liebe den Valentinstag. Ich liebe meinen Freund. Und ich feiere. Ich mache mich hübsch. Weil dies nunmal der Tag der Verliebten ist. Warum sollte man ihn umgehen?

2

10

5

1

4

8

Jeans – Only

Oberteil, Kette – Primark

Schuhe – Deichmann

Tasche, Ohrringe – C&A

Brille – ?, aus Rom

Fotos: Tom Herold

Abschlussklasse 2015

Lernen auf der Terrasse. Immer um 10. Weil dann die Sonne auf meine Hefter schien. Vor mir eine dampfende Tasse Cappuccino, bunte Stifte, eine warme Decke um meine Beine gewickelt. April, Mai, noch zu früh für Sommerkleidchen. Aber das störte mich nicht. Auch die Arbeit war nicht schlimm. ‚Bald bin ich fertig‘, wusste ich. ‚Nur noch ein paar Wochen‘, und schon huschte mir ein Lächeln über das Gesicht.

Ich war gerade 18 geworden, überzeugt davon, dass die Welt auf mich gewartet hat. Ich schrieb jeden Tag meine Texte, ging abends aus, fühlte mich schön, stark, unbesiegbar. Ich wollte fremde Länder sehen, in großen Metropolen wohnen, teure Mode tragen und freute mich unbändig auf das Studium. Ich war bereit, so dachte ich. Bereit für ein neues, ganz anderes Leben.

Heute bin ich hier. In der Heimat. Immer noch. Das ist nicht schlimm, im Gegenteil. Ich gebe mein verdientes Geld für Reisen aus, ich sehe viel. Von meinem Zuhause, kann und will ich mich noch nicht trennen. Hier ist meine Liebe, meine Familie, meine Freunde, mein Job, mein Studium. Ich kenne meine Lieblingslokale, weiß, wo ich die beste Mode finde. Ich kenne mich aus, weiß wo es mir gefällt. Und wenn mir doch alles zu eng wird, setzte ich mich mit ihm in den Flieger.

Alles ist anders, als ich es mir vor nicht einmal zwei Jahren vorgestellt habe. Ich lebe in keiner bedeutenden Großstadt, ich hab ein anderes Studium. Aber bin ich deswegen weniger glücklich? Nein! Meine Träume sehen jetzt anders aus. Reifer, realer. Es haben sich neue, wunderschöne Türen geöffnet. Jetzt weiß ich, dass ich erst Umwege gehen musste, um hier stehen zu können. Um zufrieden und glücklich zu sein. 

Im Sommer 2015 lief ich mit Freunden, durch die nächtliche Stadt. Jemand sagte zu mir, dass das Leben wie eine Autobahn sei. Nein! Das stimmt so nicht. Das Leben verläuft nicht gerade. Es gibt viele versteckte Pfade, Schlaglöcher und Kurven. Und das ist gut so. Diese Erkenntnis machen wir alle.

Wenn ich jetzt so zurückblicke, auf die Abschlussklasse 2015, dann schüttel ich zum einen den Kopf und zum anderen muss ich lachen. Wir waren alle laut, bunt, fühlten uns stark, unübertroffen! Manche bewundere ich, wie eine Freundin, die sich aufmachte, um die Welt besser zu machen. Über andere schüttel ich den Kopf, möchte sie wachrütteln und fragen was das alles soll. Sie sind zu anderen bestimmt! Wieso lassen sie sich in Muster pressen, die so gar nicht zu ihnen passen? Manche sind an einen Hindernis hängen geblieben, können ihre Reifen nicht wechseln, bleiben stehen. Hilfe! Panne! Andere sind allein, kommen aus ihrem Kummer  nicht heraus. Viele brachen ihr Studium ab. Das ist nicht schlimm. Sogar richtig. Lieber schnell die Ausfahrt nehmen, als auf der falschen Straße weiterzufahren.

Und dann blicke ich in den Spiegel. Ich muss lächeln. Ich wählte einen anderen Weg, als zunächst geplant. Und ich bin stolz. Es war die goldrichtige Entscheidung.

Wir waren laut, wir waren bunt, wir waren wir! Eine junge, naive Version unserer Selbst. Alles erschien uns leicht. Das Leben ist ein Spiel! Doch es kam anders. Wir waren orientierungslos, sehnten uns nach alten Regeln. Aber heute stehen wir hier: Jetzt sind wir wirklich stark! Und ein großes Stück erwachsener. Trotzdem sollten wir ab und zu einen Blick zurück, über die Schulter werfen. Denn da steht immer noch unser 18-jähriges Ich. Voller Mut, voller Ideale, voller Träume. Wir sollten es nicht verlieren. Wir, die Abschlussklasse 2015. 

hq3a0200

 

Kolumne: Teufel

„Die Hölle ist leer, alle Teufel sind hier!“ 

– aus „Der Sturm“, William Shakespeare-

Das Lächeln auf dem Gesicht, Höflichkeit, ein Kompliment hier, ein nettes Nicken da. Freundlichkeit. Lieb sein. Karma. So wie man in den Wald hineinruft, hallt es zurück.

Wir sind liebe Menschen. Wollen es sein.Doch passt auf! Der Umschwung hat längst begonnen. Denn die Hölle ist leer. Merkt euch das. 

Böse Menschen lauern überall. Lachen höhnisch über uns, reden hinter unseren Rücken, intrigieren, spinnen Pläne. Die Hölle ist leer. Merkt euch das. 

Krieg muss nicht nur auf dem Feld stattfinden. Er tobt in unseren Gedanken, in unseren engen Umfeld. Böse Menschen sind überall. Und das Schlimme: Sie wollen gar nicht anders sein. Denn: Die Hölle ist leer, alle Teufel sind hier. 

Doch ich bleib lieb. Mein Umfeld bleibt es auch. Denn unsere Hoffnung ist ein Anker. Wo Liebe wächst, gedeiht Leben. Wo Hass aufkommt, droht Untergang. Und ich habe viel Liebe zu vergeben, aber nur an diese besonderen Menschen.

Ich will Gutes, ich will Frieden. Weil ich ihn gefunden habe. Der Sturm legt sich und weicht Zufriedenheit. Wollen wir das nicht alle? Ruhe, Harmonie, Geborgenheit? Freunde, die Liebe, Familie? Warum also sinnlos Misstrauen, Intrigieren und Nicht-Gönnen? Ich will das nicht, ich kann das nicht.

Denn: Die Hölle ist leer, die Teufel sind hier. Und deshalb braucht die Welt ein paar Engel.  Um aufzuräumen und zu kitten. Wunden heilen. Frieden stiften.

Macht doch mit.

img_58189img_582012img_58198-2

Pullover – Franza

Jeans –  B.C. Best Connections

Tasche – Louis Vuitton

Schmuck, Fellbommel – H&M

Schuhe – Deichmann

Instax Mini 8 Case – by Tom Herold

Fotos: Tom Herold (click here)