Stillstand

Ein leerer Becher in meiner Hand. Kaffee, der dritte heute. Es ist erst um eins. Früher Nachmittag. Ich lasse mich in mein Auto fallen, fahre nachhause. Die erste Uniwoche ist um.

Es war anstrengend, irgendwie. Fast bin ich es nicht mehr gewohnt. Zwei Monate Nichts-Tun. Bis auf ein wenig Arbeit.

Früher war ich schnell, stets auf der Überholspur.200 km/h. Ein Praktikum dort, ein Nebenjob hier, das Abitur vor der Tür. Dann Freunde, Familie. Lernen kann ich auch noch um 3.

Vielleicht auch 250 km/h.

Und nun?

Nun sitze ich in einen Coffeeshop. Wie damals. Ich schreibe noch in meiner Redaktion. Doch habe keine Schule mehr – der Unialltag holt mich ein. Ist rasanter als die Schule. Obwohl ich das manchmal übersehe. Den Rest des Tages versuche ich zu genießen. Lerne es, will es. Muss eigentlich runterfahren, weniger Stress.

Doch mir fehlt die Geschwindigkeit.

Das schlechte Gewissen tippt mir auf die Schulter.

Die Welt braucht dich nicht. Du musst sie auf dich aufmerksam machen.

Ich stehe unter Druck meine Träume zu verwirklichen. Ich will. Aber vielleicht hat das auch noch ein paar Wochen Zeit. Bald fängt alles wieder an. Und dann springe ich auf den Zug meines Lebens. Der fährt 300 km/h.

Das muss ich nur noch verstehen.

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Kleid – Mango

Tasche – ?

schwarzes Oberteil – H&M

Schuhe – Matrixx

Schmuck – Orsay

Fotos: Tom Herold

2 Gedanken zu “Stillstand

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