October: Outfit Review

Der Oktober war vollgestopft von Veränderungen, und ich muss zugeben: Das fiel mir nicht leicht.

Die Uni machte mich in den ersten Wochen regelrecht verrückt. Stundeplanänderungen, neue Menschen, neue Herausforderungen – Überforderung. 

Und dann noch die Freundschaft: Drei Mädchen – Ein Kleeblatt. Seit neun Jahren. Vor einen Jahr trennten wir uns: Verteilten uns auf verschiedene Kontinente, lebten in anderen Welten. Und ehrlich gesagt: Noch nie wurde mir das so richtig bewusst, wie in den letzten Wochen. Ein Jahr reicht mir. Ich will euch wieder.

Ich wünsche mir wirklich, dass der November anders werden wird. Leichter. Fröhlicher. Die Melancholie bleibt im Schrank. Und dann ist da ja auch bald Weihnachten…

Als kleines Abschiedsgeschenk für den Oktober habe ich euch hier meine Monats-Outfits zusammengestellt. Was gefällt euch am besten? Was ist euer Favorit?

Louis is calling

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Moschino – It’s Love

Schuh und Streetmode

Chloé

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Goth

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Gedanken im Oktober

Ich schaffe das nicht. Wieso wächst mir alles über den Kopf? Strapazierfähig, ehrgeizig, mutig, arbeitsam. Wo ist das hin? Werde ich zum Versager?

Heute vor einem Jahr. Ich war so aufgeregt. War er es auch?

Kopf hoch, so schlimm wird es nicht. Der Mensch muss durch neue Türen gehen.

Formeln, Variablen, fremde Wörter. Ich versuche mitzuschreiben,darf den Faden nicht verlieren. Doch warum sind alle so entspannt? 300 Leute in einen Raum und nur Eine macht sich verrückt?

Ein Kleeblatt, drei Freundinnen. Eine in Südamerika, die anderen in Deutschland verteilt. Ist das fair?

Familie, Familie, Familie

Richtige Entscheidung oder Falsche? Warum fällt es mir auf einmal so schwer zu unterscheiden?

Alles wird gut.

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Fotograf: Günter Brauer

Loslassen

Das Dunkel. Grau in Grau. Nichtfarben. Der Herbst. Wolken hängen am Himmel, schwer und voll gesogen von Nässe und negativen Träumen. Wir wollen nicht raus. Wollen nicht grau werden. Und sind es am Ende doch.

Manchmal wollen wir alle geheimnisvoll sein. Wir verlieren uns in unklaren Sätzen, dem Mystischen. Ein nichts verratenes Lächeln hier, ein rätselhafter Augenaufschlag dort. Die Lider werden schwer, unsere Augen verengen sich, blicken mal nach rechts, nach links und dann wieder nach unten. Wir wollen ein Rätsel sein, wollen unerforscht bleiben. Niemand wird schlau aus uns. Wir sind ein Mysterium.

Ein Mysterium. Das ewig Rätsel. Ist das der Herbst? Ist das das Ende des Jahres?

Wir haben gelebt, wir haben gelacht, wir haben geliebt und geweint. Ein Jahr, 12 Monate – und dann schließt sich der Kreis. Und wir müssen loslassen. Uns verabschieden und in fremde Gewässer stürzen. Das Jahr ist alt und unsere Gedanken sind es auch. Ein neues Kapitel vorbei. Doch wir dürfen nicht traurig sein. Denn: Es warten schon neue, noch unbeschriebene Seiten auf uns.

Müssten wir nicht am Ende des Jahres schlauer sein? Erfahrener? Wir haben gelernt:  Aus unseren Fehlern und neuen Situationen. Doch ich fühle mich am Ende des Jahres immer wie ein kleines Kind: Ängstlich und unvorbereitet. Ich möchte nicht loslassen. Möchte lieber noch warten, noch weiter Erinnerungen sammeln. Wo sind die Marmeladengläser, wenn man sie braucht?

Doch: Wir dürfen keine Angst haben. Denn: Es warten schon neue, noch unbeschriebene Seiten auf uns. Und auch im nächsten Jahr werden wir leben, lachen, lieben und weinen. Vielleicht werden wir ja 2017 etwas schlauer, erfahrener und erwachsener. Wer weiß. Vielleicht.

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Top – Cotton Candy

Jeans – Only

Jacke –

Schuhe – Matrixx

Ohrringe – Fresh Mix

Stillstand

Ein leerer Becher in meiner Hand. Kaffee, der dritte heute. Es ist erst um eins. Früher Nachmittag. Ich lasse mich in mein Auto fallen, fahre nachhause. Die erste Uniwoche ist um.

Es war anstrengend, irgendwie. Fast bin ich es nicht mehr gewohnt. Zwei Monate Nichts-Tun. Bis auf ein wenig Arbeit.

Früher war ich schnell, stets auf der Überholspur.200 km/h. Ein Praktikum dort, ein Nebenjob hier, das Abitur vor der Tür. Dann Freunde, Familie. Lernen kann ich auch noch um 3.

Vielleicht auch 250 km/h.

Und nun?

Nun sitze ich in einen Coffeeshop. Wie damals. Ich schreibe noch in meiner Redaktion. Doch habe keine Schule mehr – der Unialltag holt mich ein. Ist rasanter als die Schule. Obwohl ich das manchmal übersehe. Den Rest des Tages versuche ich zu genießen. Lerne es, will es. Muss eigentlich runterfahren, weniger Stress.

Doch mir fehlt die Geschwindigkeit.

Das schlechte Gewissen tippt mir auf die Schulter.

Die Welt braucht dich nicht. Du musst sie auf dich aufmerksam machen.

Ich stehe unter Druck meine Träume zu verwirklichen. Ich will. Aber vielleicht hat das auch noch ein paar Wochen Zeit. Bald fängt alles wieder an. Und dann springe ich auf den Zug meines Lebens. Der fährt 300 km/h.

Das muss ich nur noch verstehen.

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Kleid – Mango

Tasche – ?

schwarzes Oberteil – H&M

Schuhe – Matrixx

Schmuck – Orsay

Fotos: Tom Herold

Bag Collection

Was bei anderen Frauen die Schuhe sind, sind bei mir die Taschen! Ich sammel sie und lasse mir zu jeder Gelegenheit ein neues Exemplar schenken. Taschen sind für mich in jedem Outfit allgegenwärtig. Sie sind das erste Accessoire, auf das meine Augen blicken. Passen sie farblich ins Konzept, ergänzen sie den Schmuck, die Schuhe? Für mich ist das sehr wichtig und ich möchte für alles gewappnet und ausgerüstet sein. Mittlerweile würde ich sagen, dass mein Kaufverhalten „erwachsener“ geworden ist: Ich greife weniger zu besonders außergewöhnlichen Taschen, sondern eher zu denen, die ich gut kombinieren kann, die eben nicht Hauptakteur, sondern ein guter Begleiter sind.

Passend für die dunkle Jahreszeit habe ich euch auf Nachfrage meine liebsten Herbst-Taschen herausgesucht.

„Chloe Faye Bag“

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Es gibt sie in allen Größen, Farben und Mustern. Ich habe das ganz klassische, kleine Exemplar für mich entdeckt – könnte man denken! Denn das ist nur eine kleine Kopie der mittlerweile legendären Faye Bag von Chloe. Beim Shoppen fand ich diese kleine Tasche und war begeistert, wie ähnlich sie der echten Designertasche doch sieht! Schnell googelte ich ihre große Schwester und stellte fest, dass die Tasche wirklich detailgetreu nachgearbeitet wurde. Das einzige was fehlt, ist das „Chloe“-Logo. Aber was soll’s – darüber kann ich gekonnt hinwegblicken. Mit der Qualität bin ich sehr zufrieden: Egal wie viel ich mit mir herumschleppe – der Boden beult nie aus. Auch die Farbe punktet bei mir: Gerade im Herbst liebe ich dunkle Rottöne.

Der Klassiker

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Louis Vuitton’s „Alma“: Klein, handlich und klassisch schick: Passt beinahe zu jedem Outfit und bietet zuverlässig Stauraum für meine wichtigsten Sachen. Die kleine rote Bommel findet ihr bei H&M: Damit es für den Herbst auch etwas kuscheliger und niedlicher wird.

Mamas Liebling

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Ein ganz besonders altes und – wenn ihr mich fragt – gerade deshalb so schönes Exemplar. Diese Tasche ist noch aus der Jugendzeit meiner Mama. Ich liebe das echte Leder, das schöne Muster und die Größe: Es geht alles Wichtige rein und durch den großen Riemen, kann ich mir die Tasche einfach umhängen und los gehts! Super praktisch!

Die Extravagante

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Foto: Uwe Meinhold

Meine Love-Moschino-Tasche! Ich hab lange hin und her überlegt, bis sie in meinem Warenkorb landete. Ich mag das plakative Logo. Diese Tasche schreit nach Aufmerksamkeit, deshalb kommt sie seltener und nur zu zurückhaltenden Outfits zum Einsatz.

 

 

Sunshine Award

Ihr Lieben,

Ich blogge erst seit ein paar Monaten, aber mir kommt es wie eine kleine Ewigkeit vor. Diese „Aufgabe“ ist mir schon jetzt in Fleisch und Blut übergegangen. Jedes Mal, wenn ein Eintrag fertig ist, beginne ich sofort den nächsten zu planen. Ich schreibe Notizen, sammel Gedanken, plane Outfits und genieße die kleinen Shootings.

Mit diesem Post möchte ich Danke sagen. Danke für die herzlichen Kommentare und Likes.

Vor ein paar Tagen hat mich die liebe Mathilda von „Spieglein, Spieglein an der Wand…“ für den Sunshine Award nominiert. Erstmal möchte ich sagen, wie sehr mich das gefreut hat! Mein Blog ist so neu und trotzdem hat Mathilda an mich gedacht. Danke! Schaut doch auf ihren Blog vorbei. Ich persönlich mag ihre detailreichen Artikel, die ästhetischen Fotos und die gewisse märchenhafte Magie, die ihren Blog umgibt.

Für alle, die nicht wissen, was es mit dem Sunshine Award auf sich hat, hier eine kleine Erklärung: Für den Sunshine Award wird man nominiert, wenn man mit seinen Blog Sonnenschein in den Alltag eines Anderen bringt. Man bekommt Fragen gestellt und muss diese beantworten. Der Sunshine Award dient der Vernetzung zwischen Bloggern, mit dem Ziel neue Blogs zu entdecken und kleinere Blogs bekannter zu machen.

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Nun die Fragen:

Wer ist Deine größte Inspiration?

Meine Schwester Julia. Sie ist so ein positiver, starker Mensch, der sich durch Schwierigkeiten nicht aus der Bahn werfen lässt. Zudem kann sie in sich ruhen und hat die Gabe, Menschen zu unterhalten.

Was ist Dein liebstes Beautyprodukt?

Mein Wimpernserum von „Luxus Lashes“.

Welche Idee würdest Du gerne umsetzen?

In meinen Kopf schwirren tausende Geschichten, Sätze und Personen herum. Am liebsten würde ich sie alle vereinen und ein Buch schreiben.

Wen bewunderst Du?

Monica Bellucci – Weil sie zeigt, dass es vollkommene Schönheit tatsächlich gibt, aber auch wie wichtig es ist, sich nicht auf seinem Äußeren auszuruhen.

Worauf freust Du Dich am Wochenende oder im Urlaub?

Auf lange Spaziergänge und Cafébesuche mit meinem Freund.

Worüber könntest Du einen Ratgeber schreiben?

Oh je…keine Ahnung. Ich lasse mich lieber beraten 😉

Worüber redest Du gern?

Über mein perfektes Haus, in dem ich eines Tages wohnen möchte.

Was würdest Du fragen, wenn Du wüsstest, dass die Antwort „Ja“ wäre?

Kann ich diese Chanel Boy Bag geschenkt bekommen?

Warum heißt „Dusch Das“ nicht „Dusch Dich“?

Ich finde „Dusch Das“ klingt freundlicher und smarter.

Was haben Schmetterlinge im Bauch, wenn Sie verliebt sind?

Sicher auch ein flaues Gefühl…Liebe ist etwas Großartiges und unglaublich aufregend!

Was liest Du zurzeit?

Die „Edelstein-Triologie“. Besser spät als nie.

Welcher Song ist Dein Lieblingssong?

Zurzeit „Unsteady“ von Erich Lee Gravity.

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Bluse – Zara

Patchwork-Jeans –  Guess

Schuhe – Matrixx

Schmuck – aus Palma de Mallorca

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Von links nach rechts:

MCM

Love Moschino

Liebeskind

Und nun meine Fragen:

Wer oder Was inspiriert Dich?

Wer ist Dein Vorbild?

Was ist Dein Schönheitsideal?

Was ist Dein Lieblingsfilm?

Was liest Du gerade?

Was ist Dein Lieblingsmärchen?

Wo würdest Du gerne leben?

Was ist dein liebstes Urlaubsziel?

Was ist Dein Lebensmotto?

Eine gute Fee kommt und erfüllt Dir drei Wünsche. Welche wären es?

Ich nominiere:

thefashionsaladdot.wordpress.com

turbanchic.wordpress.com

chrissynchen.wordpress.com

nochedeverano.com

buecherschmoeker.wordpress.com

Die verlorenen Kinder

Bahnhof. Aufbruchsstimmung. Angeregte Unterhaltungen. Aufregung. „Wo wird die Reise hingehen?“, fragten sich die vielen Kinder. Noch sind sie nicht groß. Stehen zwichen den Schwellen. Wissen nicht wohin und wozu. Sie glauben nur: An etwas Gutes.

18, 19, 20. Kein Kind und doch kein Erwachsener. Ein Zwischending. Nichts Halbes und nichts Ganzes. Wie nennt man das Stück Fläche zwischen zwei Ortsschildern? Niemandsland?

Es sind die verlorenen Kinder. Wissen nicht wohin, wie und warum. Sie gehören nicht nach Westen, nicht nach Osten. Ihre Gläser sind weder halb voll, noch halb leer. Sie balancieren zwichen den Extremen.

Genau das ist ihr Ding: Das ‚Dazwischen‘. 

Niemand erwartet etwas. Sie sind jung, sie sind unerfahren. Naiv? Doch dadurch können sie glänzen. Können es jedem beweisen. Denn Sie können etwas durchweg Unerwartetes schaffen: Die Verlorenen Kinder.

Doch sie haben Angst: Eben, weil sie nicht wissen wohin, wie und warum. Sie passen in keine Schublade und wollen doch irgendwo dazugehören.

Die verlorenen Kinder.

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Trenchcoat – Osley

Hose – Jeans Fritz

Oberteil – Primark

Tasche + Schal – Louis Vuitton

Schuhe – Deichmann

Ohrringe – H&M

Uhr – Astron

Fotos: Tom Herold ( heroart.tictail.com )