Kolumne „Mein Kopf und ich“: Warum Bloggen nicht mehr das Gleiche ist

Eine Chloé-Bag hier, Gucci-Mules da, Mac-Kosmetik, Contouring. Instagram wird zum Einheitsbrei. 

Nach meinen zehn Tagen in Barcelona bin ich voller Inspirationen. Möchte am liebsten nur noch vor einen Blatt Papier sitzen, meine Ideen festhalten und rausgehen, um Fotos zu machen. Nur tausende von Kilometern schafften es, mich so kreativ anzuspurnen. Traurig? Oder ganz normal?

Vor noch gar nicht all zu langer Zeit holte ich mir meine Inspirationen auf Instagram, Pinterest, Blogs und Co. So viele kreative Menschen! So viele tolle Styles! So viel Individualität. Das war einmal. 

Wie ich jetzt mit der Szene abrechne.

Es gibt Millionen Blogger. Ich tue mich schwer, mich selbst so zu nennen. Und deshalb sage ich: Nein, Ich  bin kein Blogger. 

Dieser Titel hat für mich viel mit Durchhaltevermögen zu tun. Das, aber auch natürlich mit Können und Leidenschaft. Jemand, der es geschafft hat. Der ganz oben ist. Doch leider sehen meine Helden zurzeit alle gleich aus. Sie verschwimmen zu einer Masse. Erst noch allein, umstritten und gerade deshalb so cool – heute im Gruppen- und Social-Media-Rausch.

Ja, es gibt einen gewissen Zwang unter vielen Mädchen. Dünn sein! Aber hallo: Nur an besonders schmalen Mädchen, sehen die neuesten Must-Haves gut aus. Dass das kompletter Unsinn ist, haben in der Vergangenheit Blogger, wie Sara Bow oder die Mädels von The Skinny and the Curvy One bewiesen.

Nicht nur kurventechnisch wird es eintönig, auch das Wesentliche ergraut: Wo bleibt bei vielen der eigene Stil? Auf der Strecke, würde ich sagen.

Ich bin 19, habe Spaß an Mode, weiß aber natürlich, dass ich kein Profi bin und vergleichsweise wenig Ahnung von der Materie habe, als andere. Aber dennoch, erlaube ich mir zusagen, dass es langweilig wird! Immer die selben It-Pieces, immer die gleichen Posen und Filter: Wo bleibt der Wiedererkennungswert? Ja, natürlich, die Gucci Dionysus-Bag ist ein Traum, aber auch andere Designer haben schöne Kinder! Aber leider, scheint sich kein Blogger mehr an „No-Names“ oder weniger bekannte Designer zu trauen. Warum nur? Kann es denn wirklich wahr sein, dass viele Blogger am Anfang ihrer Karriere in Primark, H&M und Co besser aussahen? Experimentierfreudiger waren?

Low Budget gegen High Fashion. Wer ist der Sieger? 

Kommerziell gesehen sicher Zweiteres. Der Gewinner der Herzen bleibt aber wohl der kleine Geldbeutel.

Also: Das hier soll eine Hymne an alle kleinen Fische in der Blogosphäre sein. Denn viele haben ihren Titel nicht mehr verdient, andere kommen gar nicht erst hoch. Weil sie eben nicht hunderttausende Likes und Follower haben.

Ob das gerecht ist?

Entscheide es selbst.

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Oberteil – C&A

Jeans – Olymp und Hades

Jacke – Ernsting’s Family

Tache – Desigual

Schuhe – Deichmann

Kette – Swarovski

Zu diesem Beitrag habe ich mich inspirieren lassen von Sara Bow und dem Stylight-Magazin. Über die gegenwärtigen Veränderungen der Bloggerszene habe ich mir in letzter Zeit oft den Kopf zerbrochen. Diese beiden Artikel waren jedoch ausschlaggebend, dass ich mich traute, auch mal den Mund aufzumachen und meine Meinung zum Thema preiszugeben.

3 Gedanken zu “Kolumne „Mein Kopf und ich“: Warum Bloggen nicht mehr das Gleiche ist

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