Dear Santa,

Hand aufs Herz: Team „Schenken“ oder „Geschenkt bekommen“? Traut euch, es gibt keine falsche Antwort. Wie so oft bei mir, kann ich mich wieder einmal nicht für nur eine Seite entscheiden. Denn ich liebe beides. Spätestens 1 ½ Monate vor Heilig Abend zerbreche ich mir den Kopf über passende Überraschungen und kleine Aufmerksamkeiten. Oft verzweifle ich an dieser Aufgabe, aber mindestens genauso oft lächle ich zufrieden in mich hinein, wenn ich genau DAS Präsent gefunden habe.

Ähnlich läuft es bei meiner persönlichen Wunschliste. Ich liebe einfach schöne Dinge und bekomme sie unheimlich gern geschenkt. Das darf auch mal gesagt werden, oder? Doch ich bemerke von Jahr zu Jahr, wie schwer es fällt, mir etwas zu wünschen. Nicht weil ich zu bescheiden wäre, sondern einfach, weil mein Kopf kurz vor Weihnachten wie leer gefegt ist. Was habe ich mir gleich nochmal die ganzen letzten Monate sehnlichst gewünscht? Ich weiß es nicht mehr.

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Noch vor ein paar Jahren konnte ich ganze Seiten mit materiellen Wunschlisten füllen. Heute fällt mir vielleicht ein interessantes Buch oder eine hübsche Tasche ein – wenn es gut läuft. Oft aber bin ich ratlos. Und meine Liebsten verzweifeln, weil sie die höchst schwierige Aufgabe haben, für mich etwas zu finden.

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Fragt man mich nach meinen diesjährigen Wünschen an den Weihnachtsmann,  fällt auf, dass diese nicht mit Geld zu beschaffen sind.  Zu allererst möchte ich mein Studium erfolgreich abschließen. Ein schönes Praktikum wäre ein Traum. Ich möchte mehr zu mir finden, zufriedener werden. Mit zunehmendem Alter wird meine Liste immer kleiner – ein positives Zeichen, oder? Ich befinde mich in der glücklichen Lage, dass es mir materiell gesehen ganz gut geht und ich mir viele Dinge, die ich haben möchte, selbst kaufen kann und nicht mehr auf nette Schenker warten muss (an dieser Stelle klopfe ich dreimal auf Holz).

Im Grunde kann ich sehr glücklich sein. Anlässe, wie Weihnachten, lassen mich das ganz deutlich erkennen. Ich habe eine tolle Familie, liebe Menschen um mich herum. Ich habe Träume und Hoffnungen, die ich nächstes Jahr noch gezielter verfolgen möchte. Was will man mehr?

Also lieber Weihnachtsmann: Ich wünsche mir dieses Jahr an allererster Stelle ein wundervolles Fest mit meinen Lieben. Viel Zeit für mich und die Personen, die mir etwas bedeuten. Eine hübsche Tasche oder ein kleines Schmuckstück wären nur das Tüpfelchen auf dem i.

Verratet mir doch: Was steht bei euch ganz oben auf der Wunschliste?

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Der perfekte Mantel: Eine Suche

Es war einmal: Eine Zeit, als in meinem Kleiderschrank nur ein Mantel hing. Dieser wurde alle zwei Jahre ausgewechselt. Das war’s. Mehr Abwechslung gab es nicht. Farblich konnten diese Prachtexemplare langweiliger gar nicht sein. Grau, Schwarz, vielleicht mal ein dunkles grün. Logisch, wenn alles im Kleiderschrank dazu passen muss.

Tja, wie gesagt: Lang ist’s her – zum Glück! Der damalige Umstand war vor allem der Tatsache geschuldet, dass das überschaubare Taschengeld nicht zu mehr reichte. Und vielleicht sollte ich noch ergänzen, dass meine Mäntel immer eins waren: Hochwertig, denn sie sollten möglichst lange halten. Finanziert übrigens von Mama und Papa. Als ich dann mein Abi in der Tasche hatte und mehr arbeiten konnte, kaufte ich mir besagtes Kleidungsstück in Hülle und Fülle. So ist ein immer wieder kehrender Satz von meinem Papa:

„Was, noch ein Mantel? Haben wir denn noch nicht genug?“

Nein! Ganz klare Antwort. 

Ich LIEBE Mäntel. Dieses Kleidungsstück ist das Erste, was man im Winter an Dir sieht. Oder wie meine persönliche Modeikone Annette Weber es sagt: „Ein Wintermantel ist immer die erste Visitenkarte, in einem Mantel kommt man – buchstäblich – an.“ Wie Recht sie doch hat.

Nun bin ich leider keine deutsche Anna Wintour und kann mir auch nicht die schönsten Modelle von Max Mara und Co leisten, doch auch ich lege Wert auf Qualität. Die Qualität, die für mich eben momentan erschwinglich ist. Jedes Jahr stößt ein neues Exemplar zu den alten im Schrank hinzu.

Während ich in der vergangenen Saison auf einen langen Daunenmantel in schimmerndem Dunkelblau setzte, schafften es aktuell ein Shearling-Mantel und ein kariertes Modell von „Rich&Royal“ in meinen imaginären Einkaufskorb.

Ersteren fand ich tatsächlich secondhand. Regelmäßig findet in meiner Heimatstadt der „Fashionbazaar“ statt, auf dem stylische Mädels ihre ausrangierten Sachen an den Mann, oder eben die Frau bringen. Glück für mich! Der neue Mantel, den man auch noch wenden kann, kostete nur 20 Euro, ist aber wahrscheinlich ein Vielfaches Wert.

Und nun lasse ich die Bilder für sich sprechen. Verratet mir dir gern, ob ihr es dieses Jahr auf ein besonderes Modell abgesehen habt. Ich liebäugle da noch mit einer Kurzjacke von Opus. In cremé…und diese Farbe geht doch eigentlich immer, oder? Schön sind aber auch die neuen Glamometer-Jacken. Mal sehen, welches Modell das Rennen macht.

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Auf einen Kaffee: Wie gehst du mit Fehlern durch’s Leben?

Welchen Fehler hast du zuletzt begangen?

Hast du in letzter Zeit überhaupt Fehler gemacht?

Wenn ja, wie bist du damit umgegangen?

Was sagst du: Gibt’s das fehlerfreie Leben?

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Gedanken bei einer Tasse Kaffee. Ein traumhafter Herbsttag, ich kann im dicken Pulli auch ohne Jacke unterwegs sein. Unter mir das bunte Laub, geschäftiges Treiben in der Stadt. Und wir? Wir besprechen bei Espresso und Kuchen die ernsten Themen des Lebens.

Denn tatsächlich ploppen die oben genannten Fragen seit Tagen immer wieder in meinem Kopf auf. Fehlerfrei…was bedeutet das? Bin ich ein Mensch, der viele Fehler macht? Ist ein fehlerfreies Leben überhaupt erstrebenswert?

Ich könnte jetzt sagen, dass ich weniger shoppen sollte. Vor allem weniger Mode. Allerdings kaufte ich in letzter Zeit vor allem nachhaltig und/oder secondhand. Auch meinen Buch-Konsum könnte ich zurückschrauben. Mein SuB wird immer größer, allerdings lese ich auch immer mehr – was ja wiederum gut ist. Ich könnte wieder mehr Sport treiben – aber kann man das wirklich schon als Fehler bezeichnen? Oder spreche ich hier lediglich von Kleinigkeiten?

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„Fehler“ ist ein wirklich großer Begriff…ein so negativ behaftetes Wort.  Zu unrecht vielleicht? Sind Fehler denn wirklich so schlimm? Zum Beispiel war ich als Teenager sehr ruhig, habe viele böse Kommentare und unfaire Züge von Anderen einfach so hingenommen, ohne etwas dagegen zu unternehmen. Ich hätte meine Stimme erheben können, auch als ich merkte, dass Andere noch viel schlimmer tyrannisiert wurden. Etwas später habe ich manchen Personen im Streit hingegen Dinge an den Kopf geworfen, die ich jetzt gern zurücknehmen würde. Ich habe Freunde gehen lassen, obwohl ich um sie hätte kämpfen sollen. Andere Personen blieben hingegen viel zu lange in meinem Leben, obwohl diese Beziehungen mehr als toxisch waren.

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Ja – ich habe Fehler gemacht. Jedoch ist aus jedem einzelnen eine Erkenntnis erwachsen. „Weisheit“, nennt man das vielleicht. Nicht umsonst sagt man ja, dass man an Fehlern und Herausforderungen wächst.

Also: Sind Fehler wirklich so schlimm, oder vielmehr nützlich? Vielleicht sogar unverzichtbar?

Ich glaube, mein Problem sind nicht die Fehler, die ich begangen habe, sondern wie ich mit ihnen umgegangen bin. Ich hätte mich eine Zeit lang über mich ärgern und über die Situation grübeln können. Jedoch fällt es mir schwer, Schubladen wieder zu verschließen und darüber hinwegzukommen. Shit happens! – Nicht bei mir. Ich zermartere mir das Hirn, entwickle sogar einen gewissen Selbsthass. Wie konnte es soweit kommen? Ich bin Schuld, das kann ich nicht wieder richten.

Doch das ist falsch – DAS ist der eigentliche Fehler.

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Ich möchte euch fragen: Wie geht ihr mit Fehlern um? Verzeiht ihr euch schnell wieder? Oder findet ihr, dass es überhaupt nichts zu verzeihen gibt? Etwas, dass mir in letzter Zeit hilft, ist der Gedanke, dass alles aus einen bestimmten Grund passiert. Everything happens for a reason. Ja, das ist meine Philosophie! Schaue ich auf mein Leben zurück, so hat jedes Hindernis im Endeffekt wirklich Sinn ergeben und etwas Gutes ausgelöst. Und mit diesen Gedanken im Hinterkopf lassen sich angebliche Fehler leichter verzeihen.

Was denkt ihr? Schicksal, Menschlichkeit, nötiger Denkzettel oder Schwäche? Was bedeuten Fehler für euch? Vielleicht können wir uns ja bei einen imaginären Kaffee zusammensetzen und Klartext reden. Coffeetalk – ganz ehrlich, jede Meinung zählt. Vielleicht wäre das ja vielleicht sogar der Auftakt für eine neue Reihe hier auf dem Blog?

Instagram und die Frage: Schein oder Sein?

Mehr Realität auf Instagram. Das ist es doch, was alle wollen. Natürlich ist es auch etwas, das ich mir wünsche. Trotzdem hängt mir diese Parole zum Hals raus. Nein, falsch: Tatsächlich ist es so, dass ich sie noch nie wirklich leiden oder hören konnte. Denn seien wir mal ehrlich: Wer Instagram nutzt und sich deswegen schlecht fühlt, der macht etwas falsch. Ich behaupte: Diese Menschen nutzen die App einfach nicht richtig.

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Mit diesem Artikel möchte ich eine Lanze für Instagram brechen und euch berichten, wie mir die App geholfen hat, mehr zu mir zu finden.

Zunächst einmal: Ja, es stimmt. Vieles, was auf Instagram gepostet wird, entspricht so nicht der Realität. Oft schaffen es nur die schönsten Momente des Lebens online. Unreinheiten und Augenringe verschwinden durch Facetune, so dass das „Woke-Up-Like-This“-Selfie gewisser Personen bei uns schon mal Neid oder Selbstzweifel aufkommen lässt. Doch ich sage auch: Die Welt da draußen ist derzeit ein Chaos – und es wird immer schlimmer. Trump, Flüchtlingskrise, Greta: Ich will nicht wegschauen, aber hin und wieder brauche ich eine Auszeit von schlechten Nachrichten. Denn mir schwirrt der Kopf. Nennt mich ignorant, aber ich bin ein Mensch, der sich nicht 24/7 mit diesen Themen auseinandersetzen kann. Vielleicht bin ich zu sensibel, aber hin und wieder muss ich die Tür vor dieser Welt verschließen und tief ein- und ausatmen. Das mache ich während einer heißen Wanne, während ich mir was Schönes koche, ein tolles Buch lese, liebe Menschen treffe oder eben wenn ich auf Instagram unterwegs bin.

Denn ich verrate euch was: Auf Instagram möchte ich gar keine negative, schlechte, all zu ernste Welt sehen. Ich erfreue mich dort fast ausschließlich an positiven Dingen. Für mich ist das Ganze fast wie eine Art Märchenbuch für Erwachsene.

Aber natürlich hat das auch seine Grenzen. Ich „entmiste“ regelmäßig und drastisch meine Folgen-Liste. „Ausmisten“ klingt in diesem Sinne sehr hart, da es sich hier immerhin auch irgendwie um reale Menschen hinter den Accounts handelt. Doch sobald ich bemerke, dass mir gewisse Postings nicht gut tun, oder dass hier zu sehr geschummelt wird, sage ich tschüß. Denn auch ich bin nicht immun gegen Selbstzweifel und Co, wenn ich tagein tagaus sehe, was andere für ein scheinbar perfektes Leben haben.

Ich folge Accounts, die einen gewissen Mehrwert für mich bieten: Menschen, die mich beruflich inspirieren, die einen guten Lifestyle pflegen, sich gut ernähren, die in meinen Augen irgendwas „richtig“ machen. Kurz: Leute, von denen ich mir vielleicht eine Scheibe abschneiden oder etwas abgucken kann.  Das Gute daran: Diese Personen haben es meistens gar nicht nötig ihre Welt noch schillernder zu gestalten. Pluspunkte gibt es natürlich, wenn uns Followern auch hier ab und an ein Blick hinter die Kulissen gewährt und offen darüber gesprochen wird, dass auch bei ihnen nicht immer alles glatt läuft. Und ich finde, dass immer mehr Leute Instagram genau dafür nutzen.

Denn ist euch auch aufgefallen, dass geschönte Bilder mit aufwendigen Kulissen, Requisiten und Photoshop langsam ausgedient haben? Ich finde, wir befinden uns auf einen guten Weg. Instagram wird für mich immer realer – vielleicht habe ich diesen Eindruck aber auch wirklich nur aufgrund meiner Herangehensweise.

Und natürlich gibt es dann auch die Accounts, die keinen Mehrwert bieten, sondern einfach nur gut fürs Herz sind. Zum Beispiel Profile mit Fotos meiner Herzensorte. Diese Seiten sind einfach nur hübsch. Und auch das ist ok!

Und zum Schluss eine Auflistung von Dingen, bei denen mir Instagram wirklich geholfen hat:

Selbstliebe. Ich muss gestehen: Von vollkommener oder auch nur annähernder Selbstliebe bin ich noch weit entfernt. Doch durch bestimmte Influencer und ihre Posts lernte ich, mich besser leiden zu können. Viele Tipps und Denkansätze, die sie ihren Followern auf den Weg geben, helfen mir wirklich und öffnen meinen Blick.

Freizeitgestaltung. Durch Instagram und Co schaffte ich es, meine Freizeit viel effektiver, abenteuerlicher und aufregender zu gestalten. Zum Beispiel lernte ich ganz tolle neue Orte kennen, auf die ich erst durch Fotos von anderen Usern aufmerksam wurde. Jüngstes Beispiel: Schloss Eckberg in Dresden.

Gesundheit und Ernährung. Ich sag euch: Nirgendwo tummeln sich so viele kreative Hobbyköche, wie auf Instagram. Mehrmals wöchentlich probiere ich Rezepte aus, die ich hier entdeckte. Das Resultat: Nie ernährte ich mich gesünder, als jetzt! Ähnlich verhält es sich mit Sport. Durch Instgram probierte ich viel aus, weiß nun was mir und meinem Körper gut tut.

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Baked Oats – na, schonmal gehört? Ich auch nicht, erst als eine Bloggerin davon berichtete. Seit dem ist diese Leckerei mein liebstes Meal Prep und kommt bei mir vor allem mit, wenn ich arbeite oder zur Uni gehe.

Mental Health. Wahrscheinlich DER Begriff 2019. Nie wurde öffentlicher darüber geredet, nie „outeten“ sich mehr Leute mit mentalen Problemen. Ich finde: Das tut gut und hilft – niemand ist ein Außenseiter, niemand ist allein!

Mode. Hier muss ich nicht viel sagen, oder? Instagram ist meine wohl größte Inspirationsquelle und ermutigte mich, mit Mode herumzuexperimentieren und meinen eigenen Stil zu formen.

Leo-Blusenkleid zu Leder-Leggings und Stepptasche: Ein simpler Look, den ich auf Instgram sah und mit meinen Klamotten nachstylte

Lesen. Ein gutes Buch jagt das nächste, mein SuB wird nicht kleiner. Die meisten Exemplare wanderten nach einer Instagram-Empfehlung in meinen Warenkorb und somit in mein Bücherregal.

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Ganz frisch eingezogen: „Ich Elton John“, nachdem es von mehreren Accounts empfohlen wurde.

Back to basics – Mein Weg zur modischen Unaufgeregtheit

Ich mache Schluss.

Schluss mit überladenen Looks.

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Bäng, Bumm, Peng – Instagram präsentiert mir Outfits, die sich an Extravaganz übertreffen. Viel BlingBling, viel Logomania – man könnte fast sagen: Von allem etwas zu viel. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Ich jedenfalls bin übersättigt. Eine Zeit lang bin ich diesen modischen Pfad mitgegangen, doch langsam, aber sicher fährt mir das derzeitige Modekarussell etwas zu schnell. Die Looks werden immer lauter, schriller – ein It-Piece jagt das nächste. Puhh…mir schwirrt der Kopf. Ich sage: Stop! Und steige aus.

Ich vermisse die Ruhe in vielen Kombinationen, die modische Gelassenheit, das Unaufgeregte. „Dass ausgerechnet ICH das mal sage“, schießt mir gerade durch den Kopf. Aber ja: Ich habe mich satt gesehen. „Back to Basics“ lautet mein neues Motto und siehe da: Nach diesem Vorsatz zu leben erscheint mir momentan gar nicht so schwer, steckt doch mein Kleiderschrank voller unaufgeregter Teile, die ich fast vergessen habe.

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Was ich mir wünsche? Extravaganzen ja, aber in Maßen. Ich lebe nun einmal nicht auf dem Laufsteg und oft erscheinen mir die Looks vieler Influencer als zu laut. Das passt sicher auch zu ihren Lifestyle – zu meinem aber nicht immer. Ich möchte auch im Büro, in der Uni oder beim Brunchen schick aussehen. Aber in einer klassischen, edlen, wertigen Art und Weise.

Diese Einstellung und Liebe zu unaufgeregten Looks hat sich das Jahr über ganz langsam, dann immer schneller und bestimmter bei mir und in meinem Kleiderschrank eingeschlichen. Und was soll ich sagen? Ich liebe es! Die morgendliche Frage „Was ziehe ich an“ stellt sich mir nicht mehr. Oder zumindest nicht mehr so oft…

Ein Look, in dem man mich momentan oft antrifft: Levi’s Jeans (keine sitzt besser), Denim-Hemd und schwarzer Rolli drunter. Edle Knopfdetails an den Ärmeln, eine hochwertige Tasche und Schmuck komplettieren den Look. Bei letzteren bin ich noch ganz die kleine Elster von früher: Je größer die Ohrringe, desto besser. Ganz bekommt man die Perlenlady eben nicht aus mir heraus.

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Ein zweites Outfit, dass ich derzeit heiß und innig liebe: Overknee-Stiefel, Holzfäller-Jacke, Sweatshirt – voilà! Thats it. So praktisch, so warm und modisch. Auch hier kann und möchte ich aber nicht auf wertige Details, wie einen guten Gürtel (meinen habe ich secondhand gekauft) und Schmuck verzichten.

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Der wohl schönste Nebeneffekt meines „neuen Modegeschmacks“? Ich fühle mich unendlich wohl und habe eine andere Beziehung zu meinen Kleidungsstücken aufgebaut. Ich greife beim Shoppen lieber zu wertigen Teilen, kaufe dafür aber nicht mehr so viel. Ich merke, wie viel wichtiger mir mittlerweile Stoffe und Verarbeitung sind. Ich nehme potentielle Käufe genauer unter die Lupe. Langsam entwickelt sich mein Schrank zu einer Sammlung von Lieblingsstücken, in denen ich mich edel und wertvoll fühle.

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Früher beneidete ich Mädchen und Frauen, die diese unaufgeregten Looks trugen und dabei immer unendlich chic aussahen. Ich dachte immer, dass ich nie eine dieser entspannten Mädels sein werde, weil ich immer zu überladenen Kombis neigte. Diese Ader werde ich auch nie ablegen, dafür habe ich aber für mich einen schönen Mittelweg gefunden.

Zum Schluss interessiert mich: Was habt ihr in der letzten Zeit geshoppt? Welche Looks führt ihr momentan gern aus und in was fühlt ihr euch besonders wohl?

 

Den Dachstein im Blick

Seid ihr auch Wiederholungstäter? Ich reise und entdecke ja unfassbar gern. Das öffnet meinen Blick, meine Sicht auf die Dinge und macht einfach Spaß. Doch wenn ich einmal ein Fleckchen Erde gefunden habe, dass mir besonders gut gefällt, kehre ich immer wieder gern dahin zurück. Das ist mit München so, oder Paris. Und vor allem mit einigen Regionen Österreichs.

Meine Familie und mich verbindet eine tiefe Liebe zu den Bergen. Mindestens einmal im Jahr ging es seit meiner frühesten Kindheit ins Allgäu oder nach Österreich. Dort wurde gewandert, unzählige Kaiserschmarrn und Brezn landeten in unseren Mägen. Wir ließen die Seele baumeln, den Blick über die Täler schweifen. Wir stürzten uns in eiskalte Berg-Seen und bummelten durch gemütliche Örtchen.

Hin und wieder mussten wir uns Sätze anhören wie: „Ist es nicht langweilig immer wieder an ein und denselben Ort zu fahren?“ Oder: „Ihr verpasst was!“

Soll ich euch mal was sagen? Wir haben nichts verpasst. Rein gar nichts. Wir bereisten ja trotzdem die Welt, unternahmen Flugreisen, tourten durch fremde Länder. Aber was ist so schlimm daran immer wieder an einen Herzensort zurückzukehren und ihn in all seinen Facetten kennenzulernen? So hatte ich immer ein Daheim in der Ferne. Ein Ort, der etwas Besonderes, mir aber dennoch ganz nah ist.

Ich bin froh, dass wir uns diese Tradition beibehalten haben. Auch jetzt noch, wo meine Schwester und ich bereits (fast) erwachsen sind.

Und so hieß es auch dieses Mal wieder gemeinsam Koffer packen, Papa kümmert sich ums Auto, meine Schwester schnallt Kind, sowie Hund fest an und los gehts! Alles wie früher. Nur die nörgeligen Fragen à la „Wann sind wir denn endlich da“ kamen dieses Mal nicht von uns.

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Während wir die vergangenen Male in Fügen verweilt haben, zog es uns dieses Mal etwas weiter ins Innere von Österreich. Ziel: Schladming in der Steiermark.

Umringt von Bergen fühle ich mich einfach wohl und behütet. Dieses schöne Gefühl, dass sich da jedes Mal aufs Neue in mir ausbreitet, kann ich fast nicht beschreiben. Als wir in unserer Unterkunft, dem Pichlmayrgut bei Schladming ankamen, wurde mein Bergfernweh endlich gestillt. Mein erster Gedanke:

Ich bin in einer Schneekugel gelandet.

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Denn das Gut, das tatsächlich erstmals vor 900 Jahren erwähnt wurde, schmiegt sich wirklich malerisch in die Berglandschaft ein. Umgeben von den Wohnkomplexen findet sich das kleine, reizende Rezeptionsgebäude. Dahinter lädt eine Sonnenterrasse zum Cocktail-Schlürfen oder Kaffeetrinken ein. Etwas weiter hinten findet sich sogar eine kleine Kirche samt Friedhof. Das mögen manchen schauerlich finden, ich hingegen fand es passend: Das Pichlmayrgut wirkt wie ein Dorf im Dorf – der eigene Friedhof bestärkte dies nur. Tatsächlich schien es mir auf dem Gut immer wieder so, als sei ich von der Außenwelt, den umliegenden Ortschaften und vor allem vom Alltag abgeschlossen. Hier leben alle in einer ganz eigenen, für mich sehr harmonisch erscheinenden Welt. Ich fühlte mich wie die Hauptfigur in einem Heimat-Film. Fehlte nur noch das Dirndl und geflochtene Zöpfe.

Ein absolutes Highlight jeden Tag: Das abendliche Sechs-Gänge-Menü. Um ehrlich zu sein, habe ich ich immer nur für zwei Gänge entschieden, da ich durch Intervallfasten meist nie Abendbrot esse und schwere Gerichte zu später Stunde einfach nicht mehr gewohnt bin. Aber das, was ich gegessen habe, war köstlich! Pluspunkt: Man konnte immer zwischen drei Hauptgängen wählen, einer davon vegetarisch. Bis auf ein einziges Mal entschied ich mich auch immer für die fleischlose Variante, da ich mittlerweile größtenteils auf Fleisch verzichte.

Zur Einrichtung ist zu sagen: Das Innere des Hotels wirkte etwas wie ein in die Jahre  gekommenes Grandhotel – abgesehen vom Wellness-Bereich und den Speisesälen. Die Gestaltung war hübsch, könnte aber hier und da eine Verjüngerungskur vertragen. Trotzdem muss ich sagen: Auch das hatte irgendwie seinen eigenen Charme.

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Wandern in der Region Schladming-Dachstein

Ich bewege mich ja gern. Bei einen kleinen Spaziergang oder einer Wanderung lässt sich selbst mein Gedankenkarussell beruhigen. Neben einen Abstecher auf den Dachstein-Gletscher kann ich euch besonders einen Ausflug ans Herz legen: Eine Wanderung zum Spiegelsee.

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Besonders diejenigen unter euch, die wie ich immer die Kamera dabeihaben, werden diese Location lieben. Ich weiß, es mag oberflächlich klingen, aber ich habe noch eine fotogenere Wanderstrecke gesehen.

Ihr startet am besten an der Reiteralm. Dort könnt ihr mit der Gondel, oder mit dem Auto hingelangen. Zu Fuß ist es ungefähr eine Stunde zum beliebten Bergsee. Der Weg geht vorbei an schönen Wäldern, wird aber hier und da etwas steinig, so dass man auch mal krackseln muss.

Mein Tipp: Nehmt euch etwas Proviant mit – auch wenn es nur ein Apfel oder eine Thermosflasche mit Kaffee ist. Euch bieten sich immer wieder wunderschöne Picknick-Gelegenheiten – denn die Umgebung ist so hübsch, dass man einfach mal anhalten und verweilen muss.

Kurz vor unserem Ziel erlebten wir unser eigentliches Highlight: Bergziegen! Wie bei Heidi, falls ihr die alten Verfilmungen genauso gern gesehen habt, wie ich. Die entzückenden Tierchen sind für diese Route tatsächlich typisch. An die zahlreiche Wanderer schon gewöhnt, kuscheln sie auch ausgiebig mit Menschen.

Und dann sahen wir plötzlich doppelt: Wenn ihr, wie wir, etwas Glück mit dem Wetter habt, spiegelt sich der Dachstein im Gewässer. Ein wunderschönes Fotomotiv!

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Wieder zurück von unserer Wanderung, begegneten wir noch einem zauberhaften Hochzeitspärchen, dass die einmalige Kulisse für ihr Liebes-Shooting nutze.

Als Abschluss gönnten wir uns auf der Reiteralm eine kleine Sause. Ich probierte den Topfenstrudel. Dazu gab’s Buttermilch mit Heidelbeeren. Fazit: Das Essen ist frisch, der Strudel schmeckte wie gerade aus dem Ofen genommen und das alles zu mehr als fairen Preisen.

Flitterwochen mit Sisi und Franz

Es gibt kein schlechtes Wetter: Nur schlechte Kleidung und eine schlechte Tagesplanung.

Wir wurden zwar hauptsächlich mit prächtigem Wetter beschenkt, doch am allerersten Urlaubstag regnete es bei uns wie aus Kübeln. Also entschieden wir uns gegen einen Ausflug ins Grüne und fuhren stattdessen nach Bad Ischl.

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Die Stadt selbst ist bezaubernd. Dazu muss ich wohl gar nicht mehr viel sagen. Das Städtchen liegt eingebettet zwischen Bergen, die Innenstadt war zu unserem Aufenthalt herrlich geschmückt und einfach nur entzückend anzusehen.

Bad Ischl selbst ist sicher einen Ausflug wert, uns zog es aber in erster Linie der Kaiservilla wegen in die Gegend. Als eingefleischte Sisi-Fans ein Muss.

Dort flanierten wir zu allererst durch den prachtvollen Garten, danach gönnten wir uns eine einstündige Führung durch das Anwesen. Dazu möchte ich euch gar nicht allzu viel verraten. Nur so viel: Seht es euch an! Vor allem wenn ihr mit den Ernst-Marischka-Filmen rund um die unglückliche Kaiserin aufgewachsen seid.

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Ramsau

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Lawine überschüttet Bergsteiger-Gruppe. Ein Hund stürzt beim Wandern ab. Ein junges Model stirbt in den Bergen fast an einen Allergie-Schock. Wer ist zur Stelle? Die Bergretter.

Na, erkannt? Dann bist du wohl ein ebenso kleiner Fernseh-Junkie, wie ich. Asche über mein Haupt: Ob „Bergdoktor“, „Lena Lorenz“ oder „Die Bergretter“: Serien, die in den Bergen spielen, bin ich einfach verfallen.

Wenn ihr das Team um Markus und früher Andreas genauso gern verfolgt, wie ich, dann ist ein Abstecher zum Drehort genau das richtige für euch. Wir entschieden uns für eine kleine Tour zu den bekanntesten Drehorten, wie Emilies Hof oder der Bergwacht. Auch denjenigen unter euch, die die Serie nicht kennen, kann ich diese kleine Route absolut ans Herz legen! Wir picknickten zwischen Kühen und Pferden, überquerten kleine Bächlein und genossen den Ausblick auf bezaubernde Bauernhöfe.

Highlight: Inmitten der Berge – irgendwo im nirgendwo – stießen wir auf einen kleinen Flohmarkt. Und der hatte es in sich! Anfangs wühlte ich mich etwas planlos durch Trachtenmode und Wandersachen hindurch, doch das Suchen zahlte sich aus: Am Ende fand ich wirklich wunderschönen, hochwertigen Schmuck aus den 70ern. Den trug ich am Abend im Hotel mit Stolz, da die nette Verkäuferin mir garantierte, dass er einst von einer sehr lieben Dame gehegt und gepflegt wurde.

Fazit:

Würde ich wiederkommen? Auf jeden Fall! Kurz vor unserer Abreise habe ich erfahren, dass Hallstatt nur einen Katzensprung entfernt liegt. Bei unseren nächsten Trip würde ich der bekannten Kulisse im Salzkammergut gern einen Besuch abstatten. Auch Salzburg liegt gar nicht so weit von Schladming entfernt – einen ausgiebigen Shoppingausflug zwischen den ganzen Wandertagen steht also auch nichts im Wege.

Apropos Schladming: Leider war ich tatsächlich nur zwei kurze Male in der Stadt. Das was ich gesehen habe, hat mir sehr gefallen. Bei unseren nächsten Besuch würde ich mir aber gern mehr Zeit nehmen, um das Örtchen besser zu erkunden.

Auch das Pichlmayrgut würde ich trotz Schönheitsfehlern weiterempfehlen. In diesem Gut atmet man quasi Geschichte – und das macht für mich viele kleine Makel wett! Die Außenkulisse ist wahrlich ein Traum – ich habe in meinem ganzen Leben noch nie eine schönere (Hotel-)Anlage gesehen. Daumen nach oben!

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In den Wolken

„Schatz, du hast zu viel Fantasie.“

Kennt ihr diesen Satz?

Denke ich an meine Kindheit, so kommen mir immer wieder diese Worte in den Sinn. Zum Beispiel das eine Mal kurz vor Halloween, als ich überzeugt war, in unserer Gartenanlage ein Skelett vorbeihuschen zusehen. Oder damals, als ich meinen Eltern erste selbstgeschriebene Geschichten vorgelesen habe.

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Meine Gedanken flogen immer schon gen Himmel, die Augen hab ich aber stets fest auf die Erde gerichtet, weil ich fest entschlossen war, mit beiden Beinen auf dem Boden zu bleiben und fest im Leben zu stehen.

Trotzdem frage ich mich manchmal, ob in mir der Träumer vielleicht hin und wieder zu sehr die Oberhand gewinnt.

Ich merke, dass ich langsam in ein erwachsenes Alter komme. Manche werden bei diesen Zeilen schmunzeln. Aber ich bin 22 und längst hängen die meisten Gleichaltrigen nicht mehr nur im Club oder in der Mensa herum. Freundinnen von mir verloben sich, haben bereits seit Jahren einen geregelten Berufsalltag, reden von Kindern. Und auch ich merke, dass mein Leben einen sehr viel ernsteren Ton angenommen hat. Die Entscheidungen, die ich momentan versuche zu treffen, haben mehr Gewicht. Sie entscheiden über meine Zukunft. Meine längerfristige Zukunft. Es geht nicht mehr nur darum, welchen Leistungskurs ich für die nächsten zwei Jahre wähle, oder welche AG ich mir nach der Schule aussuche. Die Entscheidungen jetzt müssen sitzen. Die Fehler, die ich mache, sind nicht mehr nur mit Bleistift gezogen, sondern mit Kuli. Da hilft kein Radiergummi mehr, auch kein Tintenkiller.

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Vielleicht übertreibe ich – das liegt wohl in meiner Natur – aber das alles macht es mir doch hin und wieder schwer. Setzt mich unter Druck. Nicht immer, aber manchmal schleichen sich diese Bedenken an mich heran und streicheln mir über den Rücken. Oft kann ich sie ganz leicht abschütteln, manchmal sind sie jedoch ganz schön lästig.

Ich zermartere mir den Kopf: Was ist richtig, was ist falsch? Vielen Wegbegleitern scheinen die Entscheidungen leichter zu fallen. Ich sehe ihre Wege klar vor mir, ihnen fällt die Wanderung kinderleicht, kein Tropfen Angstschweiß zeichnet sich auf ihrer Stirn ab. Ihr Pfad verläuft gerade, sie brauchen kein Navi. Ich aber schon.

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Ich weiß zwar wo ich hin möchte, erkenne aber die Wegweiser nicht mehr so leicht. Es gibt mindestens drei Abzweigungen und ich kann nicht unterscheiden, hinter welcher wohl der leichtere Weg liegt. „Ene, mene, muh und raus bist du“ als Entscheidungshilfe ist mittlerweile auch keine Option mehr. Ich muss mich den Herausforderungen langsam anders stellen. Noch gewissenhafter, als ich es in der Vergangenheit ohnehin schon getan habe. Und das ist schwer! Hätte ich damals nur gewusst, dass es noch eine Steigerung gibt!

Liegt es an meinen hochstrebenden Träumen? Weil der Kopf vielleicht doch zu viel Zeit in den Wolken verbringt? Ist es falsch immer nach Höherem zu streben? Manchmal rufe ich mich doch zur Vorsicht: Je höher die Leiter, desto gefährlicher der Fall. Aber ich will mich eines Tages nicht fragen: „Was wäre wenn?“

Nein. Das möchte ich nicht.

Vielleicht ist es manchmal besser zu scheitern, als es nie versucht zu haben. Das ist momentan mein Mantra. Versuch es. Dann kannst du dir wenigstens in dieser Hinsicht keine Vorwürfe machen. Fallen ist ok. Hände abklopfen, die Schürfwunde heilen lassen und weiter. Nochmal fällt man nicht über den gleichen Stein.

Also bleibt mir vielleicht nichts anderes übrig als meine Gedanken machen zu lassen. Gönne ich ihnen doch die paar Stunden in den Wolken. Meinen Blick versuche ich trotzdem auf den Boden zu richten. Vielleicht habe ich Glück und die Kombi macht‘s. Und die Steine, übersehe ich dann vielleicht auch nicht mehr so leicht.

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